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Vier Unzufriedene gründen neue Fraktion

Michendorf Vier Unzufriedene gründen neue Fraktion

Als Claudia Günther ihre Grünen-Fraktion verließ, wollte sie als Einzelkämpferin weitermachen. Mit ihrem Schritt löste sie indes im Michendorfer Gemeindeparlament eine Austrittswelle aus. Inzwischen sind es vier Unzufriedene, die unterschiedlichen Fraktionen den Rücken kehrten und nun einen gemeinsamen Neuanfang wagen – im „Bündnis für Michendorf“.

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Sie haben die neue Fraktion „Bündnis für Michendorf“ gegründet: Eckhard Reinkensmeier, Achim Sattler, Ralf Jechow und Claudia Günther (v. l.).
 

Quelle: Privat

Michendorf.  Jetzt ist es amtlich: In der Michendorfer Gemeindevertretung gibt es ab sofort eine neue Fraktion, in der sich vier Abgeordnete zusammengeschlossen haben, die ihren bisherigen Fraktionen den Rücken kehrten. „Bündnis für Michendorf“ heißt die Allianz, die auf Anhieb hinter der CDU (sechs Mitglieder) zur zweitstärksten Kraft im Gemeindeparlament wird.

Den zweiten Platz teilt sie sich mit der FBL-UWG-Fraktion, die ihr bisheriges Mitglied Achim Sattler an die neue Gruppierung verloren hat. Er ist als vierter Gemeindevertreter hinzugestoßen und bildet mit Claudia Günther (vorher Grüne), Eckhard Reinkensmeier (vorher SPD-Fraktion) und Ralf Jechow (vorher Linksfraktion) das Quartett, das „nach vielen frustrierenden Gemeindevertreterversammlungen“ nun einen gemeinsamen Neustart wagt, wie es in einer Mitteilung zur offiziellen Fraktionsgründung heißt. Der Befund der vier Unzufriedenen: Das derzeit herrschende Klima unter den Gemeindevertretern blockiere seit Monaten eine gute und konstruktive Sacharbeit. Gegen „Machtkampfspielchen und Wahlkampfstrategien“ will das Bündnis „ein Zeichen von demokratischem und bürgerfreundlichem Miteinander setzen“, sagte Claudia Günther, die Vorsitzende der neuen Fraktion. Sie war zuvor Grünen-Fraktionschefin und hatte Fraktion und Partei verlassen. Mit ihrem Schritt löste sie eine Austrittswelle in der Michendorfer Gemeindevertretung aus, aus der das neue Bündnis entstanden ist, das laut Günther keine Zweckehe ist, sondern ein langfristig angelegtes Projekt. „Wir wollen auch zur nächsten Kommunalwahl antreten“, sagte sie. „Alle vier bringen langjährige Erfahrungen und eine hohe Motivation sowie viel guten Willen mit.“ Schon länger seien inhaltliche Übereinstimmungen sichtbar gewesen. „Daher war der Schritt, sich nun zusammenzutun, nur konsequent“, so die Fraktionschefin. Über Arbeitsschwerpunkte will sich die Vierer-Gruppe noch verständigen. „Wichtig ist, dass an alle Ortsteile gedacht wird, ohne in lokale Egoismen zu verfallen, und zugleich das große Ganze in der Gemeinde im Blick bleibt“, sagte Günther. Wichtige Zukunftsaufgaben sieht sie etwa in der Erweiterung der Schul- und Kita-Landschaft und in der Gestaltung der Michendorfer Ortsmitte. Das neue Bündnis vereine „der Wille, die Gemeinde im Sinne der Bürger voranzubringen“.

Von Jens Steglich

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