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Vier auf einen Streich

Rosenmontagsball in Werder Vier auf einen Streich

Werders Karnevalisten haben es beim diesjährigen Rosenmontagsball auf der Bismarckhöhe ordentlich krachen lassen. 450 Gäste waren in den Saal gekommen, um zu erleben, wie erstmals alle vier Narren-Vereine aus Werder, Glindow und Töplitz zusammengekommen sind. Übrigens sind nicht alle Fans von Kostümen.

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Die Vereinspräsidenten Karsten Möwes, Christian Buge, Kathrin Fehling und Christian Zube (v.l.).

Quelle: Julian Stähle

Werder. Eine der jüngsten Mitwirkenden beim Rosenmontagsball war die Büttenrednerin Luisa Krahnast (18), die trotz Kritik an Kino, Disco und Therme findet: „Werder ist die schönste Stadt im Umkreis von fünf Kilometern.“

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Auf der Bismarckhöhe feierten 2017 erstmals vier Karnevalsvereine den Rosenmontagsball gemeinsam. Etwa 450 Gäste verbrachten einen ausgelassenen Tanzabend.

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Der Rosenmontag gilt als der Höhepunkt der Karnevalssaison und wurde 48 Tage vor Ostern auch in Werder gefeiert. Dieses Jahr mit der Besonderheit, dass alle vier Karnevalsvereine der Stadt Werder mit von der Partie waren. Beinahe sprachlos machte die Veranstaltung Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU), die im vergangenen März die Initiative dafür startete: „Wir haben die närrische Kraft, den Saal zu füllen“, sagte sie. Der Karnevalsclub Werder (KCW), der Glindower Carnevals Club (GCC), der Töplitzer Karnevalsclub (TKC) und die Freunde des Frohsinns präsentierten mit Witz, Musik und Tanz „Das Beste vom Werderaner Karneval“ in einem zweistündigen Programm, bevor Blütenkönig Klaus Büttow mit der Bürgermeisterin den Ball mit einem Walzer eröffnete.

Blick in den vollen Festsaal der Bismarckhöhe

Blick in den vollen Festsaal der Bismarckhöhe

Quelle: Julian Stähle

Die Töplitzer hatten sich extra einen Bus organisiert, der sie nach dem Ball zurück in ihren Ortsteil gebracht hat. „Morgen habe ich mir frei genommen“, sagt die Präsidentin des TKC, Kathrin Fehling. Den eigenen Fasching hatte der Verein Mitte Februar noch im ausverkauften Zelt gefeiert. Umso schöner sei es nun auf der Bismarckhöhe zusammenzukommen, findet Fehling. „Wir haben den schönsten Saal Brandenburgs“, sagte auch Saß.

Kostümmuffel und Anzugträger

450 Gäste waren in Abendgarderobe erschienen. „Dass alle vier Vereine zusammen feiern, gab’s noch nie zuvor. Dafür zwänge ich mich auch mal in meinen alten Anzug“, sagt der Vorsitzende des Fußballvereins und des Stadtsportbundes Klaus-Dieter Bartsch. Auch dem KCW-Präsidenten Karsten Möwes kommt die Kleiderordnung entgegen: „Ich bin ein Kostümmuffel“, gibt der 43-jährige zu, der traditionell im rot-weiß-grünen Anzug erschien. Besonders freute sich Möwes auf den gemeinsamen Eröffnungstanz aller beheimateten Tanzgarden. 28 Damen marschierten in ihren Uniformen auf die Bühne, allesamt mit Rock, Hut und zwei geflochtenen Zöpfen.

Zuvor hatten sich die drei Tanzgarden an zwei Sonntagen getroffen, um die Choreographie einzustudieren, berichtete Sophie Zietz. Die 31-jährige ist seit 13 Jahren mit Leidenschaft dabei. Der einzige Mann auf der Bühne ist Martin Schulz (35), der mit seiner Tanzpartnerin und den Tanzmariechen ein akrobatisches Medley vorbereitet hatte. Auch beim Spagat, Radschlag und Sprüngen behalten die Tänzer ihr Lächeln. „Seit fünf Jahren tanze ich im Verein, vorher war mir Karneval egal“, sagte Schultz. Ebenfalls durch den Tanz zum Karneval gekommen, ist das Glindower Prinzenpaar Prinzessin Marion I. und Prinz Florian I.: „Unsere Tochter tanzt in der kleinen Garde. Deshalb wurden wir gefragt“, berichtete der Repräsentant des GCC. „Wir stammen aus Bayern. Dort haben wir regelmäßig Fasching gefeiert. Nun eben den Karneval“.

Von Franziska Appelt

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