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Vier neue Maschinen für Feuerwehren im Kreis

Investitionen in Brandschutz Vier neue Maschinen für Feuerwehren im Kreis

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat gut 100.000 Euro in die Ausstattung seiner Brandschutzeinheit investiert. Mit dem Geld sind drei neue Motorräder sowie erstmals ein Quad angeschafft worden. Auch gab es moderne Schutzkleidung für die Fahrer und ein Sicherheitstraining spendiert.

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Kreisbrandmeister Herbert Baier (4. von links) stellte drei neue Motorräder und erstmals ein Quad für die Brandschutzeinheit in Dienst.

Quelle: Thomas Wachs

Linthe. Mit ihren neuen Maschinen und in schmucker Kluft haben Feuerwehrleute der Brandschutzeinheit Potsdam-Mittelmark jetzt einen Tag das Fahrsicherheitszentrum des ADAC in Linthe erkundet. Das achtstündige Fahrsicherheitstraining ist ein Baustein der insgesamt rund 100 000 Euro teuren Investition in die Ausstattung der Einsatzkräfte. Mit dem Geld des Kreises und des Landes Brandenburg sind drei neue Motorräder sowie erstmals ein Quad angeschafft worden. Auch gab es moderne Schutzkleidung und den Sicherheitskurs für die Fahrer spendiert.

„Für das Quad haben wir uns entschieden, weil es in bestimmten Situationen entscheidende Vorteile hat“, erklärt Kreisbrandmeister Herbert Baier. Das vierrädrige Fahrzeug ist sehr geländegängig und leichter als ein Auto. „So kann es beispielsweise bei Hochwassereinsätzen, wo Deiche nicht mehr mit schwerer Technik befahren werden dürfen, Sandsäcke transportieren oder auch Bootsanhänger ziehen“, sagt der oberste Brandschützer des Kreises.

Stationiert ist das feuerrote Quad bei der Wehr in Fohrde. Es wird zudem von speziell geschulten Kameraden aus Pritzerbe betreut. Bei einem ersten Einsatz am Beetzsee hat es sich schon bewährt, als wir den Anhänger mit dem Schlauchboot aus Briest gezogen haben“, erzählt Quad-Pilot Marcel Butz aus Fohrde. Mit ihm sind vier Fahrer für die neue Maschine ausgebildet, für die kein Motorradführerschein nötig ist.

Fahrer speziell geschult und ausgerüstet

Die drei neuen BMW-Motorräder vom Modell F 750 unterdessen sind in Treuenbrietzen, Kloster Lehnin und in Wenzlow stationiert. Speziell geschult und ausgerüstet sind dafür jeweils zwei Fahrer. Die Zweiräder sind wichtig zur Aufklärung in unwegsamem Gelände und zum Einsatz der Regulierern, die Fahrzeugkolonnen und Einheiten in Wäldern leichter dirigieren können“, erklärt Herbert Baier.

Jörg Helm von der Freiwilligen Feuerwehr Treuenbrietzen freut sich über die neue Ausrüstung in seiner neuen Funktion. „Unser bisheriger Kradmelder hat aufgehört, da bin ich eingesprungen“, erzählt der Feuerwehrmann. Immerhin ist er schon privat mit Motorrädern vertraut gewesen. So auch Alexander Spitzner, der zweite Kradpilot der Treuenbrietzener Wehr.

Gefordert bei Großeinsätzen

Die Brandschutzeinheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark wird von 175 Kräften aus 17 Wehren gebildet. Sie besteht aus vier Zügen mit jeweils fünf bis sieben Fahrzeugen, die den beteiligten Ortswehren zugeordnet sind.

Zum Einsatz kommen gerufen werden sie bei überörtlichen Großereignissen wie Waldbränden im Landkreis oder auch Hochwassersituationen auf Landesebene.

Im Fläming war die Truppe zuletzt unter anderem gefordert bei der mehrtägigen Eindämmung der Großfeuer auf der einstigen Müllsortieranlage in Neuendorf bei Niemegk.

Ausgerüstet sind die neuen Maschinen, die jeweils um die 20 000 Euro gekostet haben, unter anderem mit Ausrüstung zur ersten Hilfe, einem kleinen Feuerlöscher sowie modernem Digitalfunk. „Bis zu 500 Meter vom Zweirad entfernt können die Aufklärer dabei über Bluetooth die Verbindung über ihre Handgeräte halten“, erklärt Herbert Baier zu den Vorzügen der neuen Maschinen. Sie sollen nun – wie schon ihre Vorgänger – wieder mindestens zehn Jahre im Einsatz sein.

Ausgerüstet für die Erste Hilfe und als Wegweisern

Ausgerüstet für die Erste Hilfe und als Wegweisern.

Quelle: Thomas Wachs

Die vier jetzt abgelösten Motorräder vom Model BMW F 650 haben jeweils zwischen 6000 und 10 000 Kilometer auf dem Tacho. Zwei von ihnen bleiben in Feuerwehren in Beelitz und Päwesin. Ein Maschine wird verkauft und eine fährt weiter für die Gefahrstoffeinheit des Kreises.

Kräftig investiert hat der Landkreis auch in die Schutzkleidung der jeweils zwei Motorradfahrer pro Maschine. „Das sind atmungsaktive und wasserdichte Spezialjacken und Hosen, wie sie auch bei Polizei verwendet werden“, erklärt Herbert Baier. Pro Kombi für alle Wetterlagen wurden rund 1500 Euro fällig. „Das ist schon ordentliche Spitzenware, für Freizeitbiker rechnet man um die 800 Euro für eine gute Kombi “, schätzt Jürgen Wenzel ein. Der Fahrtrainer des ADAC scheuchte die Motorradpiloten der Brandschutzeinheit mit ihren neuen Maschinen sodann einen Sonnabend lang kreuz und quer über die Module des Fahrsicherheitszentrums in Linthe.

Von Thomas Wachs

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