Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Villa-Eigentümer wehrt sich gegen die Vorwürfe
Lokales Potsdam-Mittelmark Villa-Eigentümer wehrt sich gegen die Vorwürfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:46 25.05.2017
Zaun und Stallgebäude versperren seit April den Weg zur einstigen Badestelle an der Havel mit Blick auf die Inselstadt. Quelle: Friedrich Bungert
Anzeige
Geltow

Immer wieder flammt der Streit um den Uferzugang in Geltow neben der Villa Maurus auf. Zuletzt ging es darum, dass ein Bereich des Weges seit Kurzem eingezäunt ist, weil dort Schafe gehalten werden. Schon seit 2014 beklagt der SPD-Ortsverein, dass der Weg zur Havel vom Eigentümer der benachbarten Villa angeblich rechtswidrig gesperrt wird. Dagegen wehrt sich der Eigentümer Thomas Mestwerdt nun ausdrücklich.

Bis zuletzt versuchte die SPD Schwielowsee sogar bis in den Kreistag hinein gegen eine heckenartige Bepflanzung auf dem Weg zur Havel vorzugehen. Ergebnis ist ein Beschluss des Kreistages, der besagt, dass sich der Landrat für die Beräumung des Uferweges einsetzen soll. Laut Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert ist ein entsprechendes Verfahren eingeleitet worden. „Tatsächlich ist der Havelzugang durch die heckenartige Bepflanzung nicht gesperrt“, sagt der Potsdamer Anwalt Thomas Mestwerdt gegenüber der MAZ. Es sei stets möglich gewesen, durch die Hecke zu gehen, die sich an einer Verfügung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises von August 2014 orientierte. Darin wurde Mestwerdt aufgefordert, die Absperrung einen Meter breit zu öffnen sowie Äste, Sträucher und andere Hindernisse in dieser Breite zu entfernen. Dies sei geschehen, so Mestwerdt. Davon habe sich auch die Behörde vor Ort mehrfach überzeugt.

Thema kam bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates auf

Wie berichtet, haben die Sozialdemokraten diese „dichte gärtnerische Bepflanzung“ als Sperre und Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet Potsdamer Wald- und Havelseengebiet verstanden. Thomas Mestwerdt macht indes klar, dass dies kein öffentlicher Weg ist. An der ehemaligen Badestelle neben dem alten Fährhaus musste die Familie jahrelang Vandalismus mit ansehen, so dass sie sich entschied, das Grundstück zu kaufen. Bei dem Zugang zur Havel über das Flurstück 28/1 mit einer Größe von zwei Hektar handelt es sich laut Flächennutzungsplan um landwirtschaftlich nutzbare Flächen, so der Fachanwalt für Vergaberecht. Das Flurstück 28/1 gehöre den Mestwerdts.

Anfang des Jahres hat der Eigentümer dieses betreffende Flurstück nun langfristig an einen landwirtschaftlichen Betrieb zur Haltung und Zucht von Moorschnucken – eine bedrohte Tierart, verpachtet. „Hierbei handelt es sich um eine zulässige Nutzung der Flächen“, betont Mestwerdt. Im Ortsbeirat Geltow ist diese jüngste Entwicklung Anfang Mai diskutiert worden. „Auf Eigentumsrecht kommt es hier nicht an“, sagte Friedhelm Schmitz-Jersch (SPD) bei der Sitzung. Er nannte es eine „schwere Störung des Rechtsfriedens in der Gemeinde“ und wirft dem Eigentümer vor, den Weg mit aller Macht privatisieren zu wollen. Der nach Schmitz-Jerschs Aussagen sechs Meter breite Schuppen und der aufgetürmte Wall im Wald neben dem eingezäunten Stück seien ein Unding.

Landkreis und Gemeinde wurden informiert

Dass der Bereich verpachtet wurde, um dort die Schafe zu halten, sei dem Landkreis angezeigt worden, so Mestwerdt. Auch die Gemeinde wurde darüber informiert. „Die Errichtung eines ortsüblichen Weidezauns ist zulässig und bedarf keiner weiteren Genehmigung“, sagt er. Das ergebe sich aus dem Brandenburgischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz. Auch ein Stall sei nach den gesetzlichen Bestimmungen im Land Brandenburg erlaubt und genehmigungsfrei möglich.

Immer wieder wurden den Villa-Eigentümern auch Anfeindungen gegenüber Radlern oder Spaziergängern vorgeworfen, die versucht haben, zum Ufer zu kommen. „Wir sind auch nicht gerade freundlich behandelt worden“, entgegnet Mestwerdt. Er könne zudem nicht verstehen, warum als Ersatz nicht die anderen Pfade und Wege zur Havel entlang der Straße genutzt würden. Davon gebe es genug.

Von Luise Fröhlich

Zu Pfingsten haben die Einwohner von Ragösen doppelten Grund zum Feiern. Rechtzeitig zuvor werden die Bauarbeiter die Straßenbauprojekte im Dorf so weit vorangetrieben haben, dass es mal keine Beeinträchtigungen gibt. Danach freilich geht es an den dritten und letzten Abschnitt zur Sanierung der Ortsdurchfahrt. Sie hat einige Anwohner durchaus Nerven gekostet.

26.05.2017
Potsdam-Mittelmark Familienbetrieb feiert Jubiläum - Handgewebt in Geltow

Noch heute wird in dem seit 1939 existierenden Webhof in Alt-Geltow Kleidung hergestellt. Inhaberin Ulla Schünemann führt den Familienbetrieb seit 30 Jahren, sie ist dort groß geworden und erinnert im Museum an die einst dort tätige Meisterin Henni Jaensch-Zeymer. Am Wochenende startet die Handweberei in eine Festwoche.

23.05.2017
Potsdam Brandenburger Lehrerpreis vergeben - Bei diesen Lehrern lernt man gerne

Andreas Balcke von der Voltaire-Gesamtschule ist der beste Lehrer Potsdams. Er wurde am Dienstag mit dem Brandenburgischen Lehrerpreis ausgezeichnet. Stefan Röske vom Oberstufenzentrum Technik in Teltow holte die Trophäe für Potsdam-Mittelmark.

23.05.2017
Anzeige