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Potsdam-Mittelmark Volksbühne trumpft mit „Sonny Boys“ auf
Lokales Potsdam-Mittelmark Volksbühne trumpft mit „Sonny Boys“ auf
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00:44 14.03.2018
Premiere von „Sonny Boys“ am Wochenende in der Volksbühne Michendorf: Gerhard Fehn (l.) und Matthias Weißschuh. Quelle: Stageworkers/Volksbühne
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Michendorf

Die Messlatte für den Boulevardklassiker „Sunny Boys“ des New Yorker Erfolgsautors Neil Simon liegt mittlerweile extrem hoch. Immerhin haben sich bereits Walter Matthau und George Burns sowie Woody Allen und Peter Falk als grantelnde Komikerduos filmisch verewigt. Ähnliche Erfolge sind aber auch seit Jahrzehnten von Theaterinszenierungen dieser Komödie rund um den Globus überliefert. Am vergangenen Freitag hatte nun auch Michendorf seine Premiere von Sonny Boys und startete in der vollen Volksbühne gefühlvoll mit Frank Sinatras Song „New York, New York“.

Was danach folgte, war nicht nur einfach bemerkenswert, sondern diese Inszenierung von Christian A. Schnell zog im Laufe des Abends die Zuschauer in einen Strudel der Erheiterung, der dann in eine entfesselte Begeisterung mündete. Dabei ist die Story des Stücks weder spektakulär noch ist sie mit humorigen Ereignissen wie Verwechslungen und ähnlichen Humorbeschleunigern gespickt. Die ehemaligen Erfolgskomiker Willie Clark (Gerhard Fehn) und Al Lewis (Jürgen Zartmann) sollen nach elf Jahren künstlerischer Trennung, auf Vermittlung von Willies Neffen Ben (Matthias Weißschuh), einen ihrer legendären Sketche für das Fernsehen aufzeichnen. Besonders Willie blockiert massiv, weil Al ihn einst, wie er meint, schmählich im Stich ließ. Die Probenarbeit der sich gegenseitig angiftenden Männer endet im Desaster. Willie erleidet einen schweren Herzanfall und landet im Krankenbett. Erst dann versöhnen sich die beiden Kontrahenten. Das alles ist dramaturgisch vorhersehbar und so hängt der Erfolg maßgeblich von der Spielfreude der Bühnenakteure und dem inszenatorischen Gespür der Regie ab. Fehn ist als verschlammter ewiger Miesmacher und cholerischer Nörgler Willie eine Glanzbesetzung. Sein Gegenspieler Al wird von Zartmann deutlich leiser, als betont würdevoll gealterten Mann, gespielt.

Zwei amüsante Krankenschwester-Nebenrollen

Ein überaus passendes kleines New Yorker Apartment und eine Arztpraxis-Studiodekoration (Bühnenbild: Martin Riedel) fungieren als fiktiver Boxring für diesen Fight der beiden Kontrahenten um die Deutungshoheit in der gescheiterten beruflichen Partnerschaft des Komikerduos. Hier beharkten sich die beiden Komikerlegenden und reizten sich derart, dass auf einigen Gesichtern von Zuschauern das Bedürfnis ablesbar schien, die Bühne zu stürmen, um einzugreifen. Überhaupt lebten die Zuschauer schon nach kurzer Zeit das krude Bühnengeschehen schier körperlich mit.

Nach der Pause nahm das Stück noch an Fahrt auf und löste regelmäßig kollektive Lachkrampfwellen aus. Nicht unwesentlichen Anteil an diesen Zwerchfellattacken hatte Alexandra Marinescu-Lang in zwei Nebenrollen. Erst als Krankenschwester im Sketch der beiden Komiker und dann als reale Krankenpflegerin an Willies Bett. Ihre zwei Krankenschwestern hätten unterschiedlicher nicht ausfallen können. Zunächst gab sie die langbeinige, erotomanisch mit der Rückfront wedelnde und mit den Wimpern klimpernde dümmliche Blondine, um danach noch als Konfekt verschlingende übergewichtige Matrone mit feinstem osteuropäischen Akzent am Krankenbett zu brillieren. Beachtlich, dass sogar die Probenfragmente des eingebauten Arztsketches Lachkrämpfe auslösten. Am Schluss jubelten die Zuschauer, stampften und trommelten mit den Füßen bis die Volksbühne bebte.

Von Lothar Krone

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