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Volkstheater steht kurz vor der Uraufführung

Niemegk Volkstheater steht kurz vor der Uraufführung

Am kommenden Freitag feiert das Neue Volkstheater Fläming aus Niemegk (Potsdam-Mittelmark) die Premiere des neuen Stücks „Eine schöne Bescherung“. Die Proben laufen bereits auf Hochtouren. Erzählt wird die Geschichte von vier Enkelkindern, die um das Erbe ihrer Oma buhlen. Wie immer im Volkstheater sollen vor allem die Lachmuskeln angeregt werden.

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Das Ensemble des Neuen Volkstheaters freut sich auf die Premiere seines neuen Stücks.

Quelle: Christian Pietrucha

Niemegk. Bitterböse und schwarz ist der Humor des neuen Stückes, an dem zehn Schauspieler des Neuen Volkstheaters Fläming aktuell fleißig zwei Mal in der Woche proben. Mit dem Stück „Eine schöne Bescherung“ von Claudia Kumpfe geht es mit Wortwitz und Situationskomik an die Lachmuskeln. Unter der Regie von Christian Pietrucha soll dabei bei den Zuschauern kein Auge trocken bleiben.

Was macht man auch mit einer Oma, die stinkreich ist, die man aber nicht mag? Ihre vier Kinder warten auf den Tod der alten Dame, um so schnell wie möglich an ihr Erbe zu kommen. Ärgerlich nur, wenn man nicht weiß, wie viel jeder bekommt. Streit untereinander ist vorprogrammiert, während die Kinder zeitgleich um die Gunst ihrer Oma buhlen.

Straffer Zeitplan bis zur Premiere

Die gemeine und egozentrische Oma weiß um den Streit ihrer Kinder und kostet diesen sichtlich aus. Doch plötzlich landet die Oma tot im Püree – und keiner will es gewesen sein. Oder vielleicht ist sie auch ganz profan eines natürlichen Todes gestorben?

Seit vier Wochen proben die Schauspieler an der Komödie im Fläminger Volkstheater. Regisseur Christian Pietrucha ist mit der bisherigen Arbeit zufrieden. „Es läuft sehr gut – in jeder Probe schaffen wir so acht bis zehn Seiten.“ Trotzdem liegt noch ein straffer Zeitplan vor den Darstellern bis zur Premiere. „Wir haben erst ein Drittel des Stückes geschafft – zwei Drittel müssen wir in den nächsten fünf Wochen noch schaffen“, sagt der Niemegker. Zum Glück ist noch etwas Zeit und am Ostermontag war ein ganzer Tag für die Proben eingeplant.

Probe immer Mittwoch und Donnerstag

Auch das Bühnenbild steht noch nicht. „Es wird ein altes, aber reiches Wohnzimmer mit alten englischen Möbeln“, sagt Pietrucha. Grund zur Panik haben der 36-Jährige und die Schauspieler aber nicht. „Es ist wie immer alles knapp, aber am Ende werden wir noch produktiver.“ Geprobt wird im Theater jeden Mittwoch und Donnerstag ab 18.30 Uhr. „Und es endet, wenn ich zufrieden bin – das ist immer so um 21 oder 21.30 Uhr“, sagt der Regisseur.

Christian Pietrucha, der zum zweiten Mal Regie führt, schätzt die Ruhe und die Stärke seiner Truppe. „Wir haben eine Alterspanne von 17 bis 70, haben verschiedene Hintergründe und trotzdem harmonieren wir erstaunlich gut.“ Man habe als Theatergruppe immer den Erfolg vor Augen – das hält alle zusammen, so der Niemegker.

„Es macht so viel Spaß, dass wir so gut ankommen“

Der 36-Jährige ist schon von Anfang an dabei und – bis auf eine Ausnahme – bei jeder Produktion beteiligt gewesen. Meistens in einer Hauptrolle und nun schon zum zweiten Mal als Regisseur. Der zweifache Familienvater plane daher ab diesem Herbst eine kleine Pause einzulegen.

„Ich möchte ab dem Sommer etwas mehr Zeit für mich und meine Familie haben“, sagt Pietrucha, der auch beruflich viele Abendtermine wahrnehmen muss. „Es ist immer so, wenn einer geht, findet sich auch wieder jemand.“ Doch bevor Christian Pietrucha in seine verdiente Schauspiel- und Regie-Pause entlassen wird, steht noch eine Menge Arbeit an. „Der Zuschauer erwartet das, was er von uns kennt – einen lockeren und heiteren Abend, an dem viel gelacht wird.“ Zurückkehren wird Pietrucha auf die Niemegker Theaterbretter sicherlich wieder. „Die Leute fragen schon ab Januar, wann es bei uns wieder losgeht – es macht so viel Spaß, dass wir so gut ankommen.“

Erste Spielzeit startete 2004

Der Verein „Neues Volkstheater Fläming“ ist im Januar 2004 gegründet worden.

Die erste Spielzeit stand unter dem Motto „Treibstoff Heimat“ und lief im Oktober 2004 an.

Es fanden musikalische Lesungen, Filme, Pantomime, Gespräche, Kindertheater und Musikveranstaltungen statt.

Aus sicherheitstechnischen Gründen mussten alle Veranstaltungen allerdings als Kleinveranstaltungen für max. 40 Zuschauer konzipiert und durchgeführt werden.

Um die neuen Sicherheitsauflagen zu erfüllen, organisierte der Verein eine 96-Stunden-Aktion. Es halfen über 100 Menschen aus der Region und aus Berlin mit, dass das Haus wieder von Seiten der Baubehörde für größere Veranstaltungen freigegeben wurde.

Seitdem steht das Haus für 120 Zuschauer offen. Mit der Eigenproduktion „Heim Kehren“ feierte das Neue Volkstheater seinen „Bühneneinstand“.

Die Premiere des Stücks „Eine schöne Bescherung“ an diesem Freitag ist bereits ausverkauft. Karten sind aber noch für die Vorstellungen am kommenden Samstag, 22. April, sowie für Freitag, 5. Mai, und Samstag, 6. Mai, zu haben. Die Tickets kosten im Vorverkauf zehn Euro und an der Abendkasse zwölf Euro.

Weitere Informationen zu dem Stück „Eine schöne Bescherung“, bei dem Christian Pietrucha Regie führt und wieder viele Laiendarsteller auf der Bühne stehen werden, sowie allgemein zur Arbeit des traditionsreichen Volkstheaters in Niemegk finden Interessierte im Internet unter der Adresse www.neues-volkstheater.de. Kartenreservierungen für die Vorstellungen können zudem unter der Rufnummer 033843/92 69 10 vorgenommen werden.

Von Johanna Uminski

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