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Volles Programm im Wohnheim Benken

Endlich Ferien Volles Programm im Wohnheim Benken

Im Benkener Wohnheim für behinderte Menschen geht es in den Sommerferien hoch her. Die Bewohner genießen Ausflüge. Höhepunkt war kürzlich auch das Sommerfest mit 350 Gästen. Auch wenn derzeit nicht die Schule ruft, gibt es dennoch für Kinder und Erwachsene klare Pflichten im Alltag zu erfüllen.

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Der Spielplatz im Wohnheim Benken ist auch in den Ferien beliebt. Zum Fototermin kletterten auch Einrichtungsleiter Tobias Meißner (2.v.l.) und Betreuer Ray Herbke (3.v.r.).

Quelle: Silvia Zimmermann

Benken. Eric Siebert hat in den Ferien keine Langeweile. Er fährt gerne Fahrrad oder spielt schon mal etwas länger mit seiner Spielkonsole. Gern unternimmt er auch mit den anderen Heimbewohnern Ausflüge. Der 16-Jährige lebt seit gut drei Jahren mit 16 weiteren Mädchen und Jungen mit Behinderung in der Wohnstätte „Am Spring“ in Benken. Träger dieser Einrichtung ist die Miteinander Gemeinnützige Wohnstätten GmbH mit Hauptsitz in Berlin. „Wir waren mit unseren zwei Wohngruppen im Freizeitpark Germendorf. Dort gab es viel zu sehen und zu erleben“, erzählt Eric Siebert. „Ich bin fünfmal Autoscooter gefahren“, schwärmt der Junge noch Tage danach von diesem Ausflug. „Diese Fahrt war der Ferienauftakt für unsere Bewohner“, erklärt Tobias Meißner, der Leiter der Wohnstätte.

Sonntags sind Gruppengespräche dran

In den Ferien klingelt nun erstmal kein Wecker. Anders als in der Schulzeit, wenn die Bewohner zum Lernen in die Förderschule „Am Grünen Grund“ nach Bad Belzig gefahren werden. Neben den gemeinsame Aktivitäten und Freizeitbeschäftigungen gibt es für die Bewohner aber auch Pflichten, an die sich jeder zu halten hat. „In den Ferien beginnt unser geregelter Tagesablauf mit dem gemeinsamen Frühstück“, erzählt Ray Herbke. „Es hat auch jeder seinen Aufgabenbereich wie den Tischdienst oder die Müllentsorgung“, so der Betreuer. „Sonntags gibt es Gruppengespräche. Dann wird die Woche ausgewertet und es werden die Vorhaben für die neue Woche geplant“, erklärt der Verantwortliche für den Kinder- und Jugendbereich in der Wohnstätte. Eric wünscht sich für die Sommerferien, dass alle einmal einen Tag lang zum Schwimmbad nach Bad Belzig fahren, um dort Spaß zu haben. „Wenn unsere Kinder und Jugendlichen Wünsche äußern, bekommen wir das meistens auch hin“, sagt Herbke.

Eine Herausforderung ist aber immer das Finanzielle. „Freilich ist die Finanzierung solcher Fahrten immer schwierig. Wir beantragen auch Fördergeld, aber auf die Unterstützung durch Spenden sind wir angewiesen“, erklärt der Betreuer. Neben den täglichen Aktivitäten in der Wohnstätte gibt es auch andere, besondere Veranstaltungen. So war das Sommerfest kürzlich ein Höhepunkt. „Es war sehr schön. Alle Bereiche wie die Wohnstätte Albrechtshof in Ziesar, die Wohnstätte ’Zur Post’ in Görzke und der Ambulante Dienst Bad Belzig beteiligten sich an der Gestaltung“, berichtet Tobias Meißner. Jede Einrichtung zeigte etwas Spezielles aus ihrem Bereich. „Wir hatten für unsere kleinen und großen Gäste viele Angebote. Unser Ombudsmann Carsten Tarrach musizierte für alle. Marco Krause aus Wollin war mit seiner Zaubershow vor Ort und hatte seine Sprechpuppen dabei. Burkhard Pitack — bekannt als Indianer von Niemegk — baute sein Tipi auf.

350 Gäste kamen zum Sommerfest

„Die Görzker Feuerwehr führte mit den Bewohnern aus Görzke einige Übungen vor, die beim Publikum sehr gut ankamen“, erzählt der Leiter des Hauses. Ungefähr 350 Gäste waren an diesem Tag gekommen, darunter auch Prominenz aus der Politik – so ließ sich Vizelandrat Christian Stein (CDU) blicken, und auch Wiesenburgs Bürgermeister, Marco Benkendorf (Die Linke) war vor Ort. „Wir erfuhren starke Unterstützung von vielen Seiten“, sagt der dankbare Einrichtungsleiter im Rückblick auf das Fest.

Die Miteinander GmbH hatte bereits im Jahr 1996 die Wohnstätte „Am Spring“ im Wiesenburger Ortsteil Benken vom Landkreis Potsdam-Mittelmark übernommen und sie dann schrittweise ausgebaut und umgestaltet. Heute bietet die Wohnstätte ein Zuhause für 14 erwachsene Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. Im Kinder- und Jugendbereich leben zudem in zwei Wohngruppen bis zu 17 Mädchen und Jungen.

Von Silvia Zimmermann

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