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Potsdam-Mittelmark Vom Schreibtisch auf den Mähdrescher
Lokales Potsdam-Mittelmark Vom Schreibtisch auf den Mähdrescher
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15:05 30.08.2016
Norbert Bartels auf seinem Hof in Steinberg. Quelle: Silvia Zimmermann
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Steinberg

„Als Kind verlebte ich eine sehr schöne Kindheit in Steinberg. Wir hatten als Jungs viele Freiheiten. Das trug wohl später dazu bei, dass ich als junger Mensch in Steinberg wohnen blieb und nicht wie viele in den 1970er-Jahren die Flucht vom Dorf in die Stadt angetreten bin“, berichtet Norberts Bartels. Die Familie des Steinbergers ist seit über zwei Jahrhunderten mit dem Dorf und dem Land verwurzelt. Die Vorfahren kamen nach dem Siebenjährigen Krieg um Schlesien nach Steinberg. Sie erhielten vom preußischen König Land und Unterstützung. Das war nicht nur für die Familie eine Verpflichtung, sondern auch für die restlichen Kolonisten.

Die nachfolgenden Generationen überstanden die vielen schwere Schicksalsschläge, wie die beiden Weltkriege, die Zwangskollektivierung in der DDR und die Wendezeit. „Unsere Familie hatte eine große Wirtschaft, 45 Hektar Land und 30 Hektar Wald. Das wurde uns genommen. Als ich ein kleiner Junge war, zeigte mir mein Opa immer unser Land und meinte, das gehört eines Tages dir“, erinnert sich Bartels.

1990 war es dann soweit. Die Familie Bartels nahm das Land, den Wald und den Vierseitenhof zurück. „Die Abgaben der Bauern in den Gründerjahren der DDR waren sehr hoch und nicht leicht zu erarbeiten. Mein Vorfahren haben oft darüber nachgedacht, das Dorf und das Land zu verlassen, so wie es viele über Nacht taten. Aber sie fühlten sich dem Erbe der Großväter verpflichtet und blieben“, sagte der 61j-Jährige.

Seine Ahnen hatten sich schon immer für das Dorf engagiert. Sei es als Dorfschulze oder Gemeindevorsteher. „Das hat mich geprägt. Meine Eltern haben mich dazu erzogen auch für andere Menschen im Ort Verantwortung zu übernehmen. Das steckt wohl in unseren Genen“, so Bartels. Trotz Ausbildung, Studium und einer Festanstellung in Brandenburg als Elektrotechniker entschied er sich 1979 für die Bewerbung um die damals noch hauptamtliche Bürgermeisterstelle in Steinberg.„Wir haben bis zur Wende und danach viele Projekte in Steinberg umgesetzt. Zum Beispiel die Dorferneuerung. Darauf sind wir Steinberger stolz“, meint Bartels.

Neben seinem Vollzeitjob als Amtsdirektor führt Bartels einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb. Sein Hobby ist die Jagd. Außerdem sammelt er leidenschaftlich gern Pilze. Groß ist sein Interesse an der Heimatgeschichte. „Man muss aus der Geschichte lernen und an Werten festhalten können. Das gibt Sicherheit“, ist Bartels überzeugt. Seit 1979 ist Norbert Bartels mit seiner Frau Angelika verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder: Tochter Nadin (37) und Sohn Guido(35). Solange die Gesundheit es erlaubt, will sich Norbert Bartels weiter in seiner Heimatgemeinde und als Verwaltungschef des Amtes Ziesar engagieren.

Von Silvia Zimmermann

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