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Potsdam-Mittelmark 113 Stufen bis zur neuen Aussicht
Lokales Potsdam-Mittelmark 113 Stufen bis zur neuen Aussicht
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10:09 04.12.2014
An Seilen gesichert, arbeiten die Monteure Matthias Schulze und Christopher Wolter an der neuen Aussichtsplattform. Quelle: Regine Greiner
Ferch

Von Kiefern und Birken umgeben, streckt sich auf dem annähernd 125 Meter hohen Wietkiekenberg in Ferch ein Funkmast gen Himmel. Der 55 Meter hohe Mast ist seit der vergangenen Woche Arbeitsplatz einer Berliner Firma, die bis zum Jahresende im Auftrag der Gemeinde Schwielowsee den Aussichtspunkt am Mast montiert.

"Wenn das Treppengerüst mit der abschließenden Plattform auf 24,5 Meter über dem Boden fertig ist, können die Wanderer die Aussicht auf das Havelland und den Schwielowsee bis nach Berlin genießen", versichert Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Doch vor dem Vergnügen kommt der Belastungstest, denn bis zum Belvedere unterhalb der Funkantennen müssen die Wanderfreunde 113 Stufen der Stahlkonstruktion überwinden. Der Aufstieg hat es also in sich, ist aber nicht so anstrengend wie in der Potsdamer Nikolaikirche, in der der Besucher bis zur Kuppel 216 Stufen zu meistern hat.

"Doch gerade auf die Stufen für das Gerüst am Funkmast warten wir noch", sagt Monteur Marcel Schuhmacher, rückt den Helm gerade und schraubt weiter. Wenn die Lieferungen nicht pünktlich kommen, könne der Zeitplan bis zum Jahresende nicht eingehalten werden. Auf gut 20 Meter über der Bergkuppe montieren Matthias Schulze und Christopher Wolter, an Seilen gesichert, das Treppenstahlgerüst.

Die Baustelle am Funkmast, der 2012 aufgestellt wurde, liegt direkt am Europäischen Fernwanderweg E10. Den passierte dieser Tage auch der 86-jährige Edzard Obendiek aus Dortmund. "Ich will meinen Freund in Ferch besuchen und staune jetzt über die Bauarbeiten. Wenn der Aussichtspunkt fertig ist, will ich auf jeden Fall wieder kommen."

Bereits vor dem Baubeginn des Funkmastes als ein Baustein des neuen Digitalfunknetzes für Sicherheits- und Rettungskräfte hatte sich die Gemeindevertretung für die Aussichtsplattform entschieden. Beim Bau des Betonturms war deshalb extra eine größere Bodenplatte eingesetzt worden. Im Haushalt 2014 hatte die Gemeinde 160.000 Euro Gesamtkosten und Fördermittel in Höhe von 100.800 Euro eingestellt. Im Mai kam die von der Gemeinde ersehnte Baugenehmigung vom Kreis, im August die Zusage vom Land für die beantragten Fördermittel.

Bereits 2001 gab es vom Künstler Thomas Gerdesmann Pläne für einen Europa-Turm auf dem Wietkiekenberg. Doch das Vorhaben wurde damals von Lokalpolitikern abgelehnt.

Besucher können demnächst „wiet kieken“

  • Der Wietkiekenberg, niederdeutsch: „weit gucken“, ist mit 124,7Metern die höchste Erhebung der Zauche in Potsdam-Mittelmark. Die Anhöhe ist von Wald mit überwiegend Kiefernbestand umgeben.
  • Der Berg liegt im Ortsteil Ferch der Gemeinde Schwielowsee im Landschaftsschutzgebiet Potsdamer Wald- und Seengebiet zwischen dem Schwielowsee und den Lienewitzer Seen.
  • Der alte 30 Meter hohe Feuerwachturm auf dem Wietkiekenberg ist inzwischen abgerissen. Damals beobachteten Forstleute den Wald aus einer kleinen Kammer an der Spitze der Stahlkonstruktion. Da der Turm bei starkem Wind leicht in jede Richtung schwankte, kam die Arbeit nicht für jeden Forstmitarbeiter in Frage.
  • 2007 hatte deshalb eine Kamera mit Frühwarnsystem die Überwachung übernommen.

Von Regine Greiner

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