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Potsdam-Mittelmark Von der Fashionweek in die Blütenstadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Von der Fashionweek in die Blütenstadt
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21:32 09.10.2017
Kreative Power: Marketing-Experte Lars Lehmann (l.) und Sterne-Koch Patrick Schwatke ziehen seit diesem Jahr an einem Strang. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Das erste gemeinsame Projekt war die Berliner Fashionweek im Januar. Nun liegt der Fokus auf Werder. Patrick Schwatke vom Restaurant „Alte Überfahrt“ auf der Insel und die noch junge Eventagentur Dorenburg mit Sitz in Kemnitz machen seit diesem Jahr gemeinsame Sache. Zusammen wollen sie Gästen von außerhalb jetzt bei Veranstaltungen die Vorzüge der Blütenstadt zeigen. „Wir wollen den Leuten vermitteln, wie beeindruckend und besonders die Region ist, aber andersrum auch, dass ortsansässige Unternehmen davon profitieren können“, erklärt Lars Lehmann, Lebensgefährte der Event- und Cateringagenturleiterin, Anja Dorenburg. Dabei falle dem Marketing-Experten immer wieder auf, dass vor allem Betten und große Veranstaltungsräume fehlen.

Normalerweise kocht Patrick Schwatke in seinem Restaurant für maximal 30 Gäste – bei der Fashionweek waren es rund 4500 über vier Tage verteilt. „Sowas ist natürlich viel Arbeit, aber die Chemie zwischen uns stimmt“, sagt der 31-Jährige. Vor einem Jahr eröffnete er das Lokal an der Havel im Hotel seiner Schwiegermutter, Annette Gast. So bekam das traditionsreiche „Prinz Heinrich“ einen neuen Anziehungspunkt. Patrick Schwatke setzt auf regionale Produkte in seiner Küche. „Ich versuche immer, die Region mit einzubinden“, sagt der Gastgeber der „Alten Überfahrt“.

Preisdumping den Kampf ansagen

Der Großteil der Gäste kommt nicht aus Werder, sondern eher aus der Umgebung. Für die kohlenhydratarmen Gerichte mit hochwertigen Zutaten müssen Kenner der ausgewählten Gastronomie etwas mehr ausgeben. „Wir wollen keine Standardküche sein“, so Patrick Schwatke. Das gilt auch für Aufträge aus der Kooperation mit der Eventagentur. Die ist auf der Suche nach einem „guten Küchenpartner im gehobenen Preissegment“ auf den jungen Sternekoch gestoßen, wie Lars Lehmann berichtet. Beim Catering verzichtet Patrick Schwatke etwa auf Büffets und serviert lieber gesetzte Menüs, um zu vermeiden, dass Lebensmittel unnötig weggeworfen werden. Dafür verspricht er, ohne Tiefkühlware oder Dosen auszukommen. „Man muss die Leute auch abholen und ihnen klar machen, dass sie für gutes Gemüse oder ein hochwertiges Steak etwas mehr Geld ausgeben müssen“, erklärt der Koch.

Preisdumping den Kampf anzusagen, ist auch im Sinne der Dorenburg-Agentur. Lars Lehmann beobachtet, dass seine Kunden bereit sind, lieber etwas mehr Geld zu investieren, als am falschen Ende zu sparen. Die Mehrheit damit anzusprechen, sei gar nicht das Ziel. „Wir haben uns bewusst für einen kleineren Kundenkreis entschieden“, sagt er. Darin sind hauptsächlich Berliner Unternehmer, die sich von der Agentur ihre Weihnachtsfeier, Filialeröffnung, Tagung oder das Jubiläum ausrichten lassen. Aber auch Hochzeiten, Tagungen und Schulungen waren schon dabei. Manchmal komme es vor, dass der Auftrag platzt, weil man sich preislich nicht einigen kann. Aber: „Wir machen lieber das, was wir können, statt uns zu verstellen“, sagt auch Patrick Schwatke.

Agentur will Mitarbeiter aus der Region

Derzeit sei das Unternehmer-Duo aus Event und Catering im Gespräch mit größeren Werderaner Unternehmern. „Unser Ziel ist es, etwas für die Region zu tun und zum Beispiel mehr Firmen zu finden, die den Wert hinter unserer Arbeit schätzen“, so Lars Lehmann.

Bewusst in Werder geblieben

Mit dem Restaurant-Namen „Alte Überfahrt“ erinnern die Hotelinhaberin Annette Gast und der Spitzenkoch Patrick Schwatke an die Fähre zwischen Wildpark-West und Potsdam.

Vor der Selbstständigkeit mit seiner Partnerin Bertine Spieß hatte Schwatke im Berliner Adlon gekocht und im Beelitzer „Kochzimmer“ feine Gerichte kreiert. Dafür gab es im November 2015 einen Michelin-Stern.

Ende 2015 haben Anja Dorenburg und Lars Lehmann die Event-Agentur „Dorenburg“ gegründet. Sie haben sich bewusst dazu entschieden, in Werder zu bleiben, sagt Lars Lehmann. Während er selbst Fachmann im Bereich Marketing ist, hat Anja Dorenburg das Event-Geschäft von der Pike auf gelernt.

So übernimmt sie Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, während ihr Lebensgefährte der kreative Kopf des Unternehmens ist.

Ginge es nach ihm und Anja Dorenburg, sollten auch ihre Stellen von Menschen aus der Region besetzt werden. Bei der ersten Mitarbeiterin hat es geklappt. Sie kommt aus Glindow und ist zweifache Mutter. Diese Konstellation sei für den Event-Bereich unüblich, da Teilzeitarbeit nur sehr selten angeboten werde. In Vollzeit kämen Mütter jedoch schnell ins Schleudern. Dorenburg will es möglich machen und gezielt Mütter suchen. Denn nicht nur die Betten in Werder und Umgebung seien knapp, sondern auch das Personal, so Lars Lehmann. Derzeit sucht die Agentur ein Büro im Herzen Werders.

Von Luise Fröhlich

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