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Potsdam-Mittelmark Vorlese-Stunde mit Autorin Ute Krause
Lokales Potsdam-Mittelmark Vorlese-Stunde mit Autorin Ute Krause
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13:41 10.02.2017
Besondere Lese- und Zeichenstunde: Ute Krause zieht die Kinder der Hans-Grade-Grundschule in ihren Bann. Quelle: Andreas Trunschke
Borkheide

„Ich zeichne euch einen meiner Haupthelden – den Picandou Camembert Saint Albray.“ So startet Ute Krause in ihre Lesung an der Hans-Grade-Grundschule. Dabei betont sie jeden einzelnen Namen ausdrucksvoll. Mit eleganten, schnellen Strichen entsteht am Flipchart eine wohlbeleibte Maus. Eben jener Picandou, der alle seine Namen verschiedenen Käsesorten verdankt.

Die Kinder aus der 1. bis 4. Klasse hängen die folgenden eineinhalb Stunden gebannt an den Lippen der Schriftstellerin. Die Illustratorin und Autorin aus Berlin war von einer Mutter über Internet eingeladen worden. So gab es gleich nach den Winterferien eine ganz besondere Lesestunde für den Nachwuchs. Ute Krause entführt die Kinder nach Hamburg in die Speicherstadt, genauer in den Käseladen, in dem Picandou zur Untermiete wohnt. Nach und nach lernen die Mädchen und Jungen die „Drei Muskeltiere“ kennen: die Maus Pomme de Terre, die Ratte Gruyère und den Hamster Bertram von Backenbart. Seit Erscheinen des Buches 2014 ist eine beliebte Lektüre bei Mädchen und Jungen.

Ute Krause hat sichtlich Freude an der besonderen Stunde. Quelle: Andreas Trunschke

Gekonnt wechselt die 56-Jährige immer wieder zwischen Vorlesen, Weitererzählen, Betrachten ihrer wunderbaren Zeichnungen und direktem Gespräch mit den Kindern. Sie rutschen höchstens aufgeregt auf ihren Liegekissen und Stühlen hin und her.

Am Ende ihres Vortrages hat Ute Krause eine Frage: „Wer von euch liest und malt gern?“ Fast alle Hände gehen hoch. Überraschend ist das nicht, waren die Zuhörer doch zuvor in den Schulklassen von ihren Mitschülern als besonders interessiert ausgewählt worden.

Alle haben sich gründlich vorbereitet und Fragen zusammengetragen, die sie ohne jede Scheu vorbringen. „Wie viele Bücher haben Sie selbst?“ Mehrere Regale voll. „Wie haben Sie angefangen zu malen?“ In der 5. Klasse mit einemComic-Buch, das sie an ihre Mitschüler verkauft hat. Außerdem durch einen Malwettbewerb an ihrer indischen Schule. „Wie kommen Sie auf Ihre Ideen?“ Krauses Sohn wollte nicht einschlafen. Also durfte er sich eine Geschichte zu einem Thema wünschen. Meist weiß Ute Krause jedoch nicht, woher plötzlich ein Einfall kommt.

Die Autorin steht Rede und Antwort. Quelle: Andreas Trunschke

„Wie kommen Sie auf die Namen für Ihre Figuren?“ Die sind meist einfach da. „Warum heißt es Muskeltiere und nicht Musketier?“ Ihr Sohn hatte den Namen immer so ausgesprochen. „Welches Ihrer Bücher gefällt Ihnen am besten?“ Das wäre so, als ob man eine Mutter fragte, welches Kind ihr liebstes wäre. Ute Krause gefallen alle ihre Bücher. „Wo schreiben Sie?“ Im Sommer im Liegestuhl, im Winter am Kamin, während ihr Hund auf ihren Füßen liegt. „Welche Sprache ist Ihre Lieblingssprache?“ Englisch. Ute Krause ist englischsprachig aufgewachsen. Durch den Beruf ihres Vaters lebte sie damals in der Türkei, in Nigeria, auf Zypern, in Indien und in den Vereinigten Staaten.

Immer neue Fragen fallen den Kindern ein. Sie sind sichtlich begeistert. Jannick Schulze aus der 1. Klasse gefällt alles: „Das Vorlesen. Die Zeichnungen“, sagt der Junge aus Alt Bork. Auch die Borkwalderin Lotta Penzel aus der 4. Klasse ist beeindruckt: „Die Schriftstellerin hat sehr gut betont. Ihre Bilder sind sehr schön. Es ist wunderbar, wenn ein Autor auch selbst zeichnen kann.“ Ute Krause kann das nur bestätigen. Sie hat am Donnerstag-Vormittag neue Leser gewonnen.

Von Andreas Trunschke

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