Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Vorschulkinder zahlen bald weniger Essengeld
Lokales Potsdam-Mittelmark Vorschulkinder zahlen bald weniger Essengeld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 28.04.2017
Das Mittagessen in der Tagesstätte „Tausendfüßler“ wird für die Eltern günstiger. Quelle: Michaela Riedel
Anzeige
Bad Belzig

Für das Mittagessen in den Kindertagesstätten in Bad Belzig müssen die Eltern in Zukunft weniger bezahlen. Ihnen werden lediglich 1,50 Euro pro Tag in Rechnung gestellt. Fach- und Hauptausschuss haben das schon so empfohlen, die endgültige Bestätigung in der Stadtverordnetenversammlung gilt als Formsache.

Gleichwohl behalten die Hersteller ihre per Ausschreibung ermittelten Lieferpreise bei. Für die knapp 40 Jungen und Mädchen in der Tagesstätte „Lindenzwerge“ stellt Sodexo 2,60 Euro pro Portion in Rechnung. Für die 210 Portionen in der „Tausendfüßler“-Einrichtung ruft Boss-Menü-Service jeweils 2,05 Euro auf und bei den 35 „Waldwichtel“ in Dippmannsdorf sind es 1,90 Euro.

Diese Kosten dürfen jedoch nicht mehr direkt und in vollem Umfang in Rechnung gestellt werden. Statt dessen ist die Kommune verpflichtet, den Differenzbetrag zu übernehmen. So sind jährlich Mehrausgaben von rund 25 000 Euro aus der Stadtkasse fällig.

Jetzt muss von den Familien nur noch die so genannte häusliche Ersparnis bezahlt werden. Das ist der – theoretische – finanzielle Aufwand, den Eltern haben, wenn sie ihre Kinder daheim bekochen. Nur er darf laut Kindertagesstättengesetz des Landes Brandenburg gefordert werden. Das hatte ein Betroffener aus Prenzlau – bei dort allerdings fälligen 3,04 Euro pro Portion – vor dem Verwaltungsgericht Potsdam erfolgreich prüfen lassen.

Auf Grundlage des Urteils gibt es in Bad Belzig bislang sechs Forderungen auf Erstattung des zu viel gezahlten Geldes, wie Heinz Friese in den Gremien berichtet hat. In einem Fall ist nach Aussagen des Hauptamtsleiters sogar schon eine Klage angestrengt worden, wobei die Antragsteller in der Beweispflicht seien. Wann und wie das Gericht über die Vergangenheit entscheidet, ist noch offen. Derweil befanden Wissenschaftler, dass der Wert wegen der unterschiedlichen Bedingungen in den Haushalten sowie Städten und Gemeinden nicht einheitlich berechnet, sondern nur lokal festgelegt werden kann. „Verlässliche Daten, welchen Betrag eine Durchschnittsfamilie für ein Mittagessen zu Hause aufwendet sind nicht bekannt, sagt selbst das Deutsche Institut für Jugendhilfe und amilienrecht in Heidelberg. Selbst hat es 1,50 Euro ermittelt – dem folgten Politik und Verwaltung.

Im Amt Brück wird indes mit nur 1,25 Euro kalkuliert, in Werder/Havel dafür mit 1,70 Euro.

Von René Gaffron

Der Fresdorfer Dorfverein kann die Zwillingstürme im Ort übernehmen. Die Michendorfer Gemeindevertreter haben den Weg dafür frei gemacht und für den Abschluss eines Pachtvertrages gestimmt. Der Verein, der 2014 der Kommune erstmals anbot, die Türme zu übernehmen, um sie vor dem Abriss zu bewahren, kann sie nun für 33 Jahre pachten.

25.04.2017
Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf: Endress und Hauser will expandieren - Streit um Preis bei Grundstücksverkauf

Der Messgeräte-Hersteller Endress und Hauser will in Stahnsdorf weiter wachsen. Vor wenigen Tagen war Spatenstich für eine neue Produktionshalle. Jetzt will die Firma im Techno-Park ein weiteres Grundstück erwerben. Eigentlich wollte die Verwaltung günstige Konditionen anbieten, doch die Gemeindevertreter trieben den Preis in die Höhe.

25.04.2017

Die Deutsche Bahn und die Regiobus-Gesellschaft haben sich auf einen Besucheransturm zum Baumblütenfest in Werder eingestellt. Sonderfahrten an den Wochenenden und dem 1. Mai sorgen für dichtere Takte. Die Stadt rät dringend von einer Anreise mit dem Auto ab. Alternativ gilt das Schiff schon lange nicht mehr als Geheimtipp gegen Stau und Stress.

26.04.2017
Anzeige