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Votum gegen Windräder

Werder Votum gegen Windräder

In seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag hat der Hauptausschuss in Werder die Aufstellung von drei Windrädern im Wald bei Bliesendorf abgelehnt. Im Teilplan Wind des Regionalplanes ist der Standort als Windeignungsgebiet ausgewiesen. Die Stadt Werder wehrt sich schon lange gegen Windparks in dem Verbindungskorridor zwischen zwei Landschaftsschutzgebieten.

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Drei Windräder des Typs V 136 will die UKA Cottbus Projektentwicklung GmbH & Co. KG auch im Wald bei Bliesendorf aufstellen.

Quelle: Archiv

Werder. Den Bau dreier Windkraftanlagen im Wald bei Bliesendorf hat der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung Werder in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag abgelehnt. Die UKA Cottbus Projektentwicklung GmbH & Co. KG will die Windräder aufstellen und hat beim brandenburgischen Landesumweltamt die immissionsschutzrechtliche Genehmigung dafür beantragt. Das Landesumweltamt forderte die Stadt auf, über eine Zustimmung zu diesem Projekt zu entscheiden.

Im Teilplan Wind des Regionalplanes Havelland Fläming wird der Wald bei Bliesendorf als sogenanntes Windeignungsgebiet ausgewiesen. Gegen diese Einstufung wehrt sich Werder schon seit geraumer Zeit. Die Stadt hatte das Büro MEP Plan GmbH Naturschutz-, Forst- und Umweltplanung in Dresden beauftragt, das betreffende Gebiet artenschutzrechtlich zu prüfen und zu begutachten.

In dem Wald würden wertvolle Arten wie Kranich, Rohrweihe, Schwarz- und Rotmilan, Habicht, Mäusebussard, Waldkauz, Waldohreule, Wespenbussard, Schwarzspechte, Kiebitz, Feld- und Heidelerche, Ortolan sowie Neuntöter siedeln, stellen die Fachleute in ihrem Untersuchungsbericht fest. Nachgewiesen wurden außerdem zwölf Fledermausarten, darunter Großer Abendsegler, Zwerg-, Rauhaut-, Mücken- und Breitflügelfledermaus, deren Art ebenfalls durch die Arbeit der Windräder bedroht wäre. Das gesamte Windeignungsgebiet sei ein wichtiger Verbindungskorridor zwischen den beiden Landschaftsschutzgebieten „Potsdamer Wald- und Havelseengebiet“ sowie „Lehniner Wald- und Seengebiet“ mit dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Kolpinsee und dem Vogelschutzgebiet Rietzer See.

Lärmschutzgründe und die unweigerliche Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes sowohl in und um Bliesendorf als auch für Glindow und Plötzin durch die Aufstellung der Windkraftanlagen stünden einem Einvernehmen zu dem Projekt des Cottbuser Windenergieunternehmens darüber hinaus entgegen, erklärt der Hauptausschuss. „Es kann von erdrückender Wirkung der gesamten Anlagen gesprochen werden, die aus jeder Blickrichtung auf den Ortsteil Bliesendorf wirken.“

Von Heinz Helwig

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