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WAZ berät Wirtschaftsplan für Rückzahlung

WAZ Jüterbog-Fläming WAZ berät Wirtschaftsplan für Rückzahlung

Im Wirtschaftsplan 2018 des Wasser- und Abwassserzweckverbands Jüterbog-Fläming sind Kredite für die Rückzahlung von Anschlussbeiträgen über 6,4 Millionen Euro vorgesehen. Sollte der Plan von der Kommunalaufsicht genehmigt werden, erhalten Tausende ihr Geld zurück. Doch zugleich werden dann Investitionen für viele Jahre auf ein Minimum beschränkt.

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Der WAZ will auf seiner Verbandsversammlung am Donnerstag Rückzahlungen in Millionenhöhe beschließen.

Jüterbog. Die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbands Jüterbog-Fläming (WAZ) will am Donnerstag bei seiner Sitzung um 18.30 Uhr den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr beschließen. Dort sind Kreditaufnahmen über insgesamt 7,6 Millionen Euro vorgesehen. Etwa 6,4 Millionen davon sollen ab 2018 in die Rückzahlung der Anschlussbeiträge für tausende Grundstücksbesitzer zwischen Treuenbrietzen und Niederer Fläming fließen. 2019 sollen dann noch einmal weitere rund 4,2 Millionen Euro als Kredit aufgenommen werden, um alle Ansprüche zu befriedigen.

Kaluza: „In meinen Augen ist der Plan genehmigungsfähig“

Das ist zumindest der Plan der Verbandsversammlung und die Hoffnung des stellvertretenden Verbandsvorstehers David Kaluza. „Ich gehe davon aus, dass der Wirtschaftsplan so beschlossen wird“, sagt Kaluza. „Er wird danach allerdings bei der Kommunalaufsicht eingereicht und erst, wenn diese den Plan geprüft und genehmigt hat, können wir tatsächlich ab 2018 alle Beiträge zurückzahlen“, sagt Kaluza.

David Kaluza (parteilos) ist Bürgermeister von Niederer Fläming und amtiert als Verbandsvorsteher des WAZ Jüterbog-Fläming

David Kaluza (parteilos) ist Bürgermeister von Niederer Fläming und amtiert als Verbandsvorsteher des WAZ Jüterbog-Fläming.

Quelle: Uwe Klemens

Die gesamte Systemumstellung des WAZ auf eine reine Gebührenfinanzierung der Schmutzwasserbeseitigung wird zwar von der Kommunalaufsicht begleitet, die laut Kaluza auch „Hinweise in speziellen Punkten erteilt“ habe – doch am Ende steht die Frage, ob die Tilgung der insgesamt 10,6 Millionen Euro schweren Rückzahlung vom WAZ wirtschaftlich geleistet werden kann. „In meinen Augen ist der Plan genehmigungsfähig, aber es geht um die nächsten 20 Jahre, und da gibt es Faktoren, die wir nicht vorhersehen können“, sagt Kaluza.

Künftig kann der WAZ nur noch maßvoll investieren

Fest steht für ihn, dass die Investitionen in die Infrastruktur durch die Kreditbelastung sinken müssen und das Kanalnetz langsamer saniert werden wird, als nötig wäre. „Die Verbandsversammlung muss künftig maßvoll mit Investitionen umgehen. Aber die Rückzahlung ist der richtige Schritt, um alle gleich zu behandeln“, sagt Kaluza.

Von Peter Degener

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