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WG-Prozess: Drei weitere Verhandlungstage

Kein Urteil gegen Betreuerin WG-Prozess: Drei weitere Verhandlungstage

Das Urteil im Körperverletzungs- und Nötigungsprozesse um die ehemalige Betreiberin einer Wohngemeinschaft für Mädchen und junge Frauen in Wilhelmshorst lässt weiter auf sich warten. Drei weitere Verhandlungstage wurden angesetzt. Das liegt vor allem daran, dass die Verteidigung darauf besteht, eine Zeugin zu hören, die einfach nicht vor Gericht erscheint.

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Zur letzten Ruhe in die „Baum-WG“

Das Potsdamer Amtsgericht tagt im Justizzentrum an der Jägerallee.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Wilhelmshorst. Einem Nervenkrieg gleicht inzwischen der Körperverletzungs- und Nötigungsprozess gegen die ehemalige Betreiberin einer Wohngemeinschaft für Mädchen in Wilhelmshorst. Erneut ist eine geladene Zeugin nicht am Potsdamer Amtsgericht erschienen, um aus der Zeit zu berichten, da sie im Haus von Roswitha B. (55) lebte. Die junge Frau fehlte bereits zum dritten Mal.

Das Gericht regte an, auf ihre Aussage zu verzichten – es sind immerhin bereits 19 Zeugen befragt worden. Der Verteidiger der Angeklagten, der Potsdamer Anwalt Steffen Voigt, besteht indes darauf, auch diese Ex-Bewohnerin anzuhören; er strebt einen Freispruch an. Die Zeugin soll nun notfalls von der Polizei vorgeführt werden. Zudem drohen ihr ein Ordnungsgeld oder ersatzweise vier Tage Haft.

Erinnerungslücken vor Gericht

Solch eine Maßregelung bleibt Sidney T. erspart. Auch sie hatte zunächst einen Bogen um das Gericht gemacht, war nun aber der dritten Ladung gefolgt. Jedoch bestimmten Erinnerungslücken ihre Aussage vor Gericht. Dabei hatte sie bei der Polizei vor anderthalb Jahren noch konkrete Angaben gemacht und geschildert, dass Roswitha B. auch bei ihr übergriffig geworden sein soll. Wurde die junge Frau eingeschüchtert? Die Vorsitzende Richterin Constanze Rammoser-Bode ermahnte die Angeklagte jedenfalls, Zeuginnen vor der Verhandlung nicht anzusprechen. Eine Einflussnahme stritt Verteidiger Voigt vehement ab, seine Mandantin habe die Zeugin nur begrüßt. Solch ein Kontaktverbot müsste dann auch für die Hauptbelastungszeugin, die Roswitha B. angezeigt hatte und regen Kontakt mit ihren einstigen Mitbewohnerinnen pflegt, gelten.

Die Richterin setzte drei weitere Verhandlungstage in dem komplizierten Fall an, den ersten für den 22. August.

Von Nadine Fabian

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