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Potsdam-Mittelmark WSV: Ende Januar purzeln die Preise
Lokales Potsdam-Mittelmark WSV: Ende Januar purzeln die Preise
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00:32 10.01.2016
Sven Palobizki in seinem Laden in Bad Belzig. Quelle: josephine mühln
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Bad Belzig

Preisschlachten mit großen Modeketten und Kunden, die lieber im Internet einkaufen: Einzelhändler in kleinen Städten müssen sich etwas einfallen lassen, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Torschlusspanik ist bei den meisten Ladeninhabern in Bad Belzig und Treuenbrietzen dennoch nicht zu spüren.

„Ich kann doch die Wintersachen nicht günstiger machen, bevor der Winter nicht richtig begonnen hat“, sagt Ellen Ehle, Inhaberin des gleichnamigen Modehauses in der Straße der Einheit in Bad Belzig. Und auch wenn es den klassischen Winterschlussverkauf schon lange nicht mehr gebe, so halte man sich doch ungefähr an den Zeitraum, in dem er sonst immer stattgefunden hat. Los geht es mit den purzelnden Preisen demnach am letzten Montag im Januar.

Junge Menschen kaufen weniger in Läden

Fernab des inoffiziellen Schlussverkaufs reduziert Ehle außerdem regelmäßig Teile aus der letzten Saison oder übrig gebliebene Einzelteile. Im November und Dezember seien die Kunden eher verhalten gewesen – „richtig dicke Outdoor-Sachen wurden aber auch schon 2014 nicht mehr gekauft“, sagt die Unternehmerin. Den Internethandel spüre sie in ihrem Geschäft nicht so sehr. „Die jungen Leute kaufen eher online ein, aber das ist nicht unsere Zielgruppe“, sagt Ehle. Ihre Kundinnen legen demnach Wert darauf, den Stoff der Kleidung zu fühlen und die richtige Passform zu finden. Auch die persönliche Beratung sei vielen wichtig.

Zwei Schlussverkäufe pro Jahr

1950 führte das Bundeswirtschaftsministerium die „Verordnung über Sommer- und Winterschlussverkäufe“ ein. Danach durften zwei Schlussverkäufe pro Jahr durchgeführt werden – der Winterschlussverkauf fand immer in der letzten Januarwoche und der ersten Februarwoche statt.

Seit der Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb vom 3. Juli 2004 können Saisonschlussverkäufe nach Belieben durchgeführt werden und sind nicht mehr auf Saisonwaren beschränkt.

Das bestätigt auch Denise Schulz aus Treuenbrietzen. Die Ladenchefin spürt keine großen Umsatzeinbußen wegen des Internethandels. „Uns gibt es hier schon seit 23 Jahren, die Kunden schätzen nach wie vor die persönliche Beratung.“ Auch sie hält sich an die altbewährten Zeiten für den Winterschlussverkauf und erfreut ihre Kunden zusätzlich mit Aktionen über das ganze Jahr.

Dass sich das Kaufverhalten der Kundschaft verändert hat, berichtet dagegen Marianne Franz. Auch sie führt ein Modegeschäft in Bad Belzig. „Seit gut zwei Jahren merkt man, dass die Leute mehr im Internet kaufen – und über Verkaufssender im Fernsehen.“ Sie habe zwar kurz vor Weihnachten begonnen, den Preis der Wintersachen zu reduzieren. Das ändere aber nichts daran, dass in der Stadt „die Leute fehlen“, wie Franz sagt. „Die Jugend zieht weg und auch die Älteren werden weniger.“

Leute kaufen mehr im Netz

Das klassische Weihnachtsgeschäft gebe es ohnehin nicht mehr, sagt die Unternehmerin. „Die Leute verschenken eher Geld und Gutscheine. Und jetzt warten sie, dass alles reduziert wird – da sind sie von den großen Modeketten einfach verwöhnt.“

Auch im Geschäft von Sven Palobizki in Bad Belzig war der Absatz vor Weihnachten nicht überragend.„Mit der Kälte ist es aber besser geworden“, sagt er. Dass die Kunden sich auch im Internet umsehen und Preise vergleichen, ist für ihn normal geworden. Seiner Meinung nach gehe aber trotzdem nichts über die persönliche Beratung und den Service vor Ort. Palobizki will bereits ab kommender Woche die Winterware reduzieren – denn dann muss in den Regalen schon Platz für die Frühlingskollektion geschaffen werden.

Von Josephine Mühln

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