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Potsdam-Mittelmark Wärmenetz soll im September stehen
Lokales Potsdam-Mittelmark Wärmenetz soll im September stehen
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00:18 24.03.2016
Die Bauarbeiten sollen bis September andauern. Quelle: Andreas Koska
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Baitz

Im kommenden Winter werden die Baitzer ihre Häuser unabhängig von den großen Energieanbietern beheizen können. Dann sind die letzten Leitungen verlegt und das Heizhaus errichtet. 28 der 45 Baitzer Haushalte sowie die Stadt Brück haben sich in der Genossenschaft „Baitzer Heizer“ angeschlossen.

Alle Straßen in der Ortslage werden noch in diesem Sommer erschlossen. Da gerade die Ortsdurchfahrt in Baitz saniert wird, will man dies nutzen, um die eigenen Wärmeleitungen ebenfalls zu verlegen, was Kosten sparen würde. „Noch im März wollen wir damit beginnen“, berichtet Dietmar Bölke vom Genossenschaftsvorstand. Es sei alles vorbereitet und die Aufträge bereits ausgelöst. Gleichzeitig werden die Bauarbeiten für das Heizhaus ausgeschrieben. Darin soll dann das Holzhackschnitzelkraftwerk Platz finden.

Zusammenschluss von 28 Haushalten

Zwei Kessel, ein Speicher und weitere Technik sollen dort untergebracht werden. Auf dem Dach wird eine Solaranlage installiert, die bis zu 25 Kubikmeter Wasser aufheizen soll, was vor allem im Sommer für die Bedürfnisse im Ort ausreichen dürfte. „Hier ist der Baubeginn im April geplant“, sagt Bölke.

Insgesamt ist die Baumaßnahme mit 800 000 Euro veranschlagt. Sie wird über das Leader-Projekt, durch das Land Brandenburg und die Investitionsbank des Landes (ILB) gefördert. Ein Genossenschaftsanteil beträgt 1500 Euro.

Fertigstellung bis zum Herbst

Dietmar Bölke rechnet mit der Fertigstellung der Arbeiten bis September, dann sollen die Hausanschlüsse montiert werden. Übrigens können sich auch Baitzer an das Heiznahversorgungnetz anschließen lassen, die nicht der Genossenschaft beigetreten sind. Allerdings müssen diese dann die Hausanschlusskosten ohne Förderung selbst tragen.

Die Idee für die autarke Selbstversorgung hatten Bölke und einige Mitstreiter, als die Ölpreise ins Unendliche zu steigen schienen. Das Ansinnen dahinter: Eine preiswerte Energieversorgung sollte her, unabhängig von den Preisschwankungen auf dem Weltmarkt. Nun sind Ölpreis und Heizöl derzeit so günstig wie lange nicht. Trotzdem glauben die Baitzer, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. „Es ist eine Investition in die Zukunft, die künftig mit Sicherheit wieder steigende Energiekosten mit sich bringen wird“, ist Bölke überzeugt. Nach Feldheim ist Baitz dann das zweite Dorf im Fläming, dass sich selbst mit Wärme versorgt.

Von Andreas Koska

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