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Das Spiel um den Thron beginnt

CDU Stahnsdorf eröffnet Wahlkampf für Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr Das Spiel um den Thron beginnt

Die CDU in Stahnsdorf hat den Wettbewerb um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde eröffnet. Sie schickt ihren Vorsitzenden Daniel Mühlner ins Rennen. Mehr als 12 000 Stahnsdorfer sind am 17. April 2016 zur Stimmabgabe aufgerufen. Bis auf die Bündnisgrünen haben sich die anderen Parteien und Wählergruppen noch nicht zu einem möglichen Mitbewerber bekannt.

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Die CDU möchte einen Richtungswechsel in der Stahnsdorfer Gemeindeverwaltung vollziehen.

Quelle: Archiv/Bernd Gartenschläger

Stahnsdorf. Der Stahnsdorfer CDU-Chef Daniel Mühlner möchte Bürgermeister der Gemeinde werden. In einer Mitgliederversammlung am Montag nominierten ihn 70 Prozent der Stahnsdorfer Christdemokraten zum Kandidaten für die Wahl am 17. April 2016. „Das wird eine Richtungswahl“, kündigt der 40-jährige Diplomverwaltungswirt kampflustig an. Mühlner will sich im Fall seiner Wahl beispielsweise für den Erhalt des Grüncharakters seiner Gemeinde einsetzen und den Lärm aus ihr verbannen. „Wir wollen uns für bestimmte Entwicklungen öffnen“, so Mühlner und meint eine Verbesserung der Infrastruktur in der Region beispielsweise durch die S-Bahn-Verlängerung von Teltow nach Stahnsdorf oder das sogenannte Spangensystem. Den zweiten großen Schwerpunkt sieht die CDU in der Förderung der Schulen, Kitas und Horte sowie in einer höheren Sicherheit für die Stahnsdorfer Bürger.

Mühlner arbeitet im Bundesinnenministerium in Berlin und engagiert sich in mehreren Vereinen in der Gemeinde. Er ist Vorsitzender des Fördervereins Hans-Altmann-Park, der die Neugestaltung eines Teils des Wilmersdorfer Waldfriedhofes unterstützen will, Vorstandsmitglied im „Bürgerhausverein Ruhlsdorfer Straße 1“, der sich für den Umbau eines kommunalen Gebäudes zum Kulturzentrum engagiert, sowie Mitglied im regionalen Sportverein, in dem er aktiv Fußball spielt.

Damit eröffnet die CDU in Stahnsdorf offiziell den Wettbewerb um den Chefsessel im Gemeindezentrum. Die Wählergruppe Bürger für Bürger, die den derzeitigen Gemeindechef stellt, hatte sich bereits vor rund zwei Wochen auf einer Anhängerversammlung einstimmig erneut zu Albers bekannt. SPD und Linke wollen sich noch nicht öffentlich bekennen. Die Stahnsdorfer Sozialdemokraten seien noch im Meinungsbildungsprozess“, sagte ihr Vorsitzender Heinrich Plückelmann. Die Partei werde sich „zeitnah“ positionieren. Erste Priorität sei ein eigener Bewerber. Ob die SPD alternativ den Kandidaten der CDU, mit der sie oft gleicher Meinung ist, unterstützen wird, ließ Plückelmann offen. Auch die Linke prüfe noch „alle Varianten“, so Fraktionschef Harald Mushack.

Die Bündnisgrünen wollen sich am kommenden Montag in einer Versammlung auf einen Kandidaten einigen. Basisverbandssprecher Thomas Michel verhehlt nicht, selbst mit einer Bürgermeisterkandidatur zu „liebäugeln“.

Allein die Wählergruppe „Wir Vier“ wird wohl keinen eigenen Vertreter ins Rennen schicken. „Wir werden uns ansehen, wen wir unterstützen können. Mit der CDU, der SPD und den Linken haben wir gut zusammenarbeiten können. Bei den Bürgern für Bürger werden wir zweimal hinschauen. Einen Wahlkampf mit dem bisherigen Bürgermeister werden wir allerdings nicht unterstützen“, gibt „Wir Vier“-Sprecher Dietrich Huckshold deutlich zu verstehen.

Mehr als 12 000 Stahnsdorfer wählen einen neuen Bürgermeister

Bei annähernder Stimmengleichheit oder ohne absolute Mehrheit müssen die Kandidaten am 1. Mai 2016 zur Stichwahl antreten.

Zur Abstimmung sind am 17. April 2016 mehr als 12 000 Wahlberechtigte in Stahnsdorf und seinen Ortsteilen aufgerufen.

Einen neuen Wahlleiter muss die Gemeindevertretung Stahnsdorf noch berufen. Vorgänger Steffen Weickert arbeitet jetzt in Berlin.

Von Heinz Helwig

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