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Potsdam-Mittelmark Wahllokal ist nicht eben mal zu wechseln
Lokales Potsdam-Mittelmark Wahllokal ist nicht eben mal zu wechseln
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09:16 15.08.2014
Reinhard Straße (l.) und Bürgermeister Thomas Schmidt im Gespräch zwischen Straßes Wohnhaus und dem Wahllokal gegenüber. Quelle: Claudia Krause
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Teltow

Manches sieht so einfach aus, ist es aber offenbar nicht. Jahrelang hat Reinhard Straße die Bruno-H.-Bürgel-Schule in der Potsdamer Straße als Wahllokal genutzt. Die steht gleich gegenüber seines Wohnhauses in der Potsdamer Straße 46. Quasi nur einen Katzensprung weit weg. Das hat sich vor Jahren mit den Wahlbezirken geändert und er muss – wie etliche andere Teltower in dem Sprengel auch – ins etwa ein Kilometer entfernte Rathaus, wenn er wählen gehen will. „Ja, so lange ich kann, will ich an dem Tag wirklich wählen gehen“, betont der Mann. Gehen allerdings fällt dem heute 66-Jährigen ziemlich schwer, seit er im Mai 1995 an einem Tag drei Schlaganfälle hatte. Er trägt am rechten Bein eine Orthese und muss am Stock gehen. Sein Behindertenausweis weist eine 90-prozentige Gehbehinderung aus.

Bereits zur Europawahl im Mai hatte er sich gewünscht, dass er wieder ins einstige Stamm-Wahllokal gehen könne. „Ich habe Bürgermeister Schmidt gebeten, zu schauen, ob das möglich ist. Zur Europawahl sei es zu kurzfristig gewesen. Herr Schmidt versprach mir, sich bis zur nächsten Wahl kümmern zu wollen“, so Straße zur MAZ. Bei einer Telefonnachfrage in der Verwaltung vor einer Woche ließ Teltows Wahlleiter Marco Lietz dem Rentner allerdings ausrichten, dass er dem Wunsch nicht entsprechen könne. Urlaubsbedingt konnte Lietz am Donnerstag auf die Anfrage nicht reagieren. Dafür klärte Kerstin Kümpel, die Kreiswahlleiterin von Potsdam-Mittelmark, auf. Es sei richtig, dass man nicht eben mal schnell einen Bürger von dem einen in das andere Lokal umziehen lassen kann. „Da sind wir an Gesetze gebunden und die Wahlbezirke stehen ganz zeitig fest“, sagte sie. Kümpel räumte aber ein, dass es mitunter „zu paradoxen Dingen kommen kann. Die haben wir immer mal wieder“. Die Gemeinde könne da nichts machen.

Als Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) beim Vor-Ort-Termin mit Reinhard Straße zufällig in der „Potsdamer“ auftauchte, bestätigte er der MAZ sein Versprechen gegenüber dem Rentner. Bei allem Verständnis für dessen Problem, so Schmidt, müsse aber auch er sich an die Gesetze halten und verwies auf die Briefwahl. Die wiederum will Straße nicht nutzen, „denn er wolle ja wählen gehen“. Meckern wolle er aber auch nicht. Sondern: „Ich finde, als Bürger, der sein Wahlrecht aktiv wahrnehmen will, kann man mal nachfragen, ob die Gesellschaft einem in so einem Fall entgegen kommen könnte“, findet er.

Und Kümpel sagt, wie es geht: Nach dem Erhalt seiner Wahlbenachrichtigung kann sich Reinhard Straße einen Wahlschein holen, mit dem er in jedem anderen Wahllokal im WK 20 am 14. September wählen kann. „Aber das sollte wirklich die Ausnahme sein, denn es macht die Arbeit der Wahlhelfer nicht leichter“, so Kümpel.

Von Claudia Krause

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