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Potsdam-Mittelmark Waldbrand auf Truppenübungsplatz unter Kontrolle
Lokales Potsdam-Mittelmark Waldbrand auf Truppenübungsplatz unter Kontrolle
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13:13 17.10.2018
Immer wieder stieg in diesem Sommer Rauch über dem Truppenübungsplatz Lehnin auf. Quelle: Jaqcueline Steiner
Kloster Lehnin

Der in der Nacht zum Mittwoch auf dem Truppenübungsplatz Lehnin ausgebrochene Waldbrand ist unter Kontrolle. Die Gefahr eines Übergreifens der Flammen auf die Nachbargemarkungen ist gebannt.

Angehörige der Platzfeuerwehr löschen derzeit die letzten Glutnester ab. Das Gelände wird von einer Brandwache weiter beobachtet. Das hat Hauptmann Johannes Kuserau von der Kommandantur des Truppenübungsplatzes der MAZ auf Nachfrage mitgeteilt.

Ursache des Brandes auf Truppenübungsplatz Lehnin unklar

Über die Ursache für den Brand im nordwestlichen Teil des Militärareals kann derzeit nur spekuliert werden. Feueralarm war gegen 23.30 Uhr über die Leitstelle ausgerufen worden. „Die übende Truppe hatte diesen Bereich aber bereits gegen 15 Uhr verlassen.

Der Waldbrand bei Treuenbrietzen gilt als der größte der vergangenen Jahre in Brandenburg. Luftbilder zeigen, wie groß das Ausmaß der Zerstörung ist.

Deshalb sehe ich keinen Zusammenhang“, sagte Kuserau. In der jüngsten Vergangenheit waren immer wieder mal Rauchwolken über den Platz aufgestiegen. In der Nacht zum Dienstag war der beißender Brandgeruch bis nach Emstal, Rädel und Lehnin zu riechen.

Feuerwehr bekämpfte Brand auf Übungsgelände alleine

Mehrere Feuerwehren aus Kloster Lehnin waren nach der Alarmierung unterwegs, um den mutmaßlichen Brandherd aufzuspüren, der zunächst im Bereich der Belziger Chaussee vermutet wurde. Tatsächlich kam der Brandgeruch aus einem hinter Rädel liegenden Waldstück auf dem Truppenübungsplatz.

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Dort waren die Einsatzkräfte der Bundeswehr zu der Entscheidung gelangt, dass sie das Feuer allein bekämpfen können. Allerdings wurde die Platzfeuerwehr später durch Verstärkung vom Fliegerhorst Holzdorf bei Herzberg unterstützt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kloster Lehnin kamen deshalb nicht zum Einsatz.

Knochentrockene Wälder

Der über 7000 Hektar große Truppenübungsplatz Lehnin ist von Kiefernwäldern umgeben, in denen es wegen der anhaltenden Trockenheit brandgefährlich ist. Neben Schießbahnen gibt es eine künstliche Stadt für urbane Operationen, die Waldkampfbahn und Bereiche für Übungen mit Kettenfahrzeugen.

Von Frank Bürstenbinder

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