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Potsdam-Mittelmark Waldorfschule Werder baut Campus aus
Lokales Potsdam-Mittelmark Waldorfschule Werder baut Campus aus
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18:01 14.06.2016
Erik, Fiona und Amelie aus der 3. Klasse der Waldorfschule Werder macht es richtig Spaß, aus Holz ein Modellhaus für die Zukunft zu bauen. Quelle: Greiner
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Werder

Amelie, Erik und Fiona sägen gerade im Werkunterricht der Waldorfschule Holz für ein Modellhaus. Ihre Schulkameraden setzen unter fachlicher Anleitung die ersten Steine für einen Glockenturm. Wenn die Schüler könnten, würden sie in dem Haus ihre Werkräume einrichten, in der Nachbarschaft eine Turnhalle und für die Jüngsten eine neue Kita bauen. „Ja, wir platzen aus den Nähten, obwohl unser Schulcampus mit Kita, Hort und Schule inzwischen mehr als doppelt so viele Plätze bietet als vor fünf Jahren“, sagt Geschäftsführer Dieter Dörflinger. Da aber die Klassenräume nicht ausreichen, bekamen 26 Familien bei der Anmeldung der Schulanfänger eine Absage, weil nur 24 Kinder eingeschult werden können. 120 Familien hatten auf einen Kita-Platz gehofft – nur zwölf konnten sich über eine Zusage freuen, sagt Dörflinger.

Die Christian-Morgenstern-Waldorfschule will ihren Campus weiter ausbauen, weil weitere Plätze für die Jüngsten und Schüler in den nächsten Jahren gebraucht werden. „Lieber heute als morgen würden wir die erworbenen Container für den Werkunterricht nutzen, aber wir warten seit acht Monaten auf die Baugenehmigung“, sagt Dörflinger.

Für das von der Schule angeschaffte Zirkuszelt hat der Kreis der Einrichtung am Zernsee zwar eine Gebrauchsabnahme ausgestellt, doch die Baugenehmigung dafür steht noch aus. „Das Zirkuszelt ist unter den Schülern außerordentlich beliebt, es wird nicht nur von den 50 Schülern der Zirkus AG regelmäßig genutzt“, freut sich der Geschäftsführer. „Der Zustrom an die Schule ist ungebrochen. In der Kindertagesstätte ist es nicht anders. Deshalb wollen wir im nächsten Jahr eine Einrichtung bauen.“ Das notwendige Grundstück, 1600 Quadratmeter groß, hat die Schule bereits erworben. Bei den Bauvorhaben setzt die Schule auf das Einvernehmen mit der Stadt. Für Dörflinger ist der Campus der Waldorfschule eine gute Ergänzung zur Schullandschaft in der Region und keine Konkurrenz zum geplanten Campus der Stadt Werder und der Hoffbauerstiftung im Ortsteil Glindow.

Während die Schule in drei sanierten ehemaligen Kasernen wächst, ziehen in der Nachbarschaft weitere Familien in die neuen Häuser der Havelauen ein. Auch in dem ehemaligen Schaltgerätewerk unweit der Waldorfschule gestalten Familien gerade ihr neues Zuhause. Für die Bewohner war die Nähe zur Waldorfschule ein wichtiger Grund, an diesem Standort in ihr neues Heim zu investieren.

Drei Millionen Euro investiert

Die ersten Schüler der Waldorfschule Werder wurden am 1. September 1990 eingeschult.

Die Initiative zur Eröffnung einer Freien Schule war im Dezember 1989 vom „Runden Tisch“ in Werder ausgegangen.

Die Zahl der Schüler in der Christian-Morgenstern-Waldorfschule hat sich insbesondere seit dem Jahr 2011 von 90 Schüler auf nun 218 erhöht.

180 Mädchen und Jungen werden in der Kindertagesstätte betreut.

Drei Millionen Euro hat die Schule in die Sanierung von drei Kasernen und in die Ausstattung investiert. Neu sind seit diesem Jahr ein Zirkuszelt und zwei Jurten für den Unterricht.

Von Regine Greiner

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