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Potsdam-Mittelmark Warum Pool und Gartenteich erschöpflich sind
Lokales Potsdam-Mittelmark Warum Pool und Gartenteich erschöpflich sind
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10:22 03.03.2016
Ausbilder Jan Stuwe (links) erklärt in Brück einen Hydranten. Tim Mandau (2.von rechts ) gehört zu den Nachwuchskräften. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Am Samstag geht es nun aus dem Seminarraum raus an die frische Luft. Für angehende Feuerwehrleute stehen die diversen Brunnenarten auf dem Lehrplan. Vor allem gilt es, sie korrekt anzuzapfen. Denn ohne Wasser ist keine Löscharbeit möglich. Nicht nur das erfahren die Nachwuchs-Feuerwehrleute bei ihrer Ausbildung zum Trupppmann. Sie läuft aktuell in verschiedenen Orten des Flämings wieder. Der Kurs „Truppmann 1“ dauert 70 Stunden. Daran schließen sich eine Ausbildung für Sprechfunker- und Atemschutzgeräteträger an. Es folgt der Kurs „Truppmann 2“. Er läuft 80 Stunden. Erst danach ist die Grundausbildung abgeschlossen und die Ausbildung zu Truppführer möglich.

Fleißig gebüffelt wird auch im Brücker Gerätehaus. „Was ist eine erschöpfliche Wasserversorgung?“ will Jan Stuwe wissen. Der Ausbilder stellt das vermittelte Wissen sofort auf den Prüfstand. „Zum Beispiel ein Pool oder ein Gartenteich“, kommt sofort die Antwort von Tim Mandau. Das zieht ein freundliches Lächeln des Ausbilders nach sich, der noch das Beispiel einer Zisterne hinzufügt. Die Alternative ist die zentrale Versorgung aus Hydranten oder Flachbrunnen. „Die Hydranten können für den ersten Löschangriff genutzt werden, danach sollte man auf Brunnen zurückgreifen“, erklärt Stuwe. Immerhin muss das Wasser aus Hydranten, die am Trinkwassernetz hängen, beim Wasserversorger abgerechnet werden.

Fleißig büffeln für den Theorieteil

Elf junge Menschen, darunter eine Frau, haben im Januar in Brück die Ausbildung zum Truppmann begonnen. Bestehen sie die Prüfung, dürfen sie aktiv an Einsätzen teilnehmen. „In der Feuerwehr des Amtes Brück fand schon von Oktober 2015 bis Mitte Januar 2016 eine Truppmann-Ausbildung in Golzow statt“, berichtet Amtsbrandmeister Uwe Paul. An dem ersten Durchgang dort nahmen zwölf Männer und Frauen der Ortsfeuerwehren Golzow, Cammer und Damelang teil. In Brück sind nun ortsansässige Kameraden und zwei junge Männer aus Borkwalde dabei.

Die meisten von ihnen waren schon bei der Jugendwehr aktiv, drei sind gänzliche Neulinge im Brandschutz. So auch Tim Mandau. Der 17-Jährige macht eine Ausbildung zum Fliesenleger. Ein Arbeitskollegen habe ihm voller Begeisterung von der Feuerwehrarbeit erzählt und so wollte auch er mal reinschnuppern. Der Brücker blieb dabei und absolviert jetzt die auf 70 Stunden angesetzte Ausbildung. Vor allem die praktischen Übungen machen ihm Spaß. „Die Erste Hilfe vor einer Woche oder die verschiedenen Knoten, das waren interessante Aufgaben“, erzählt er.

Die meisten waren schon in der Jugend dabei

An acht Samstagen sitzen die jungen Feuerwehrleute im Gerätehaus in Brück-Rottstock, büffeln Theorie und werden praktisch angeleitet. Im Einsatzfall sollen sie als Trupp, der aus zwei Personen besteht, agieren können und Teil einer Staffel werden. „Sie machen sich alle gut“, sagt Matthias Bernicke. Er leitet an diesem Tag mit Jan Stuwe und Ortswehrführer Carsten Wendt die Ausbildung. Wendt zeigt sich mit der Anzahl der angehenden Floriansjünger zufrieden. „Mehr wäre nicht gut, so kann man besser auf den Einzelnen eingehen“, weiß er aus Erfahrung. Im Vorjahr haben nur vier Interessierte teilgenommen. Die Ausbildung absolvieren kann jeder im Alter zwischen 16 und 55 Jahren, Erfahrung ist nicht nötig.

Die Gruppe um Jan Stuwe und Tim Mandau hat den Überflurhydranten wieder abgesperrt und setzt die Übung an einem anderen Hydrantentyp im Gewerbegebiet fort. Danach geht es weiter zu einem Flachbrunnen. „Die Jungs sollen alles kennen lernen, im Notfall ist das ja wichtig“, betont Wendt. Die einzige Frau in der Runde muss an diesem Samtag fehlen. „Leider haben nicht alle Arbeitgeber Verständnis für diese wichtige ehrenamtliche Tätigkeit, sie hat keine Freistellung bekommen“, sagt Carsten Wendt. In einigen Tagen müssen dann alle zur Prüfung antreten. Dann sind sie fit für die Einsatzabteilung ihrer Feuerwehr.

Von Andreas Koska

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