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Was das Theater für 2018 plant

Werder Was das Theater für 2018 plant

Die Proben für das neue Stück in der Comédie Soleil in Werder haben bereits begonnen. George Orwells „1984“ wird im März das erste Highlight im Jahr 2018 sein und dürfte auch wieder junge Menschen ins Theater ziehen. Vorher aber schauen die beiden künstlerischen Leiter noch einmal zurück auf das vergangene Jahr.

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Die künstlerischen Leiter der Comédie Soleil Werder, Karoline Hugler und Julian Tyrasa, haben für 2018 neue und alte Stücke im Angebot.

Quelle: Edith Mende

Werder. Auf ein gutes Theaterjahr 2017 blicken Karoline Hugler und Julian Tyrasa, die beiden künstlerischen Leiter der Comédie Soleil Werder, zurück. Das kleine Theater im Zentrum der Stadt war überwiegend gut gefüllt, häufig sogar total ausverkauft, so dass man bei den Vorstellungen von „Der Räuber Hotzenplotz“ mitunter auch enttäuschte Kinder nach Hause schicken musste. Deshalb gab es unlängst im Januar noch einmal zwei Hotzenplotz-Vorstellungen. Auch „Die Freuden und Leiden des jungen Werder“, das Stück, das Julian Tyrasa eigens zum 700-jährigen Bestehen der Stadt geschrieben hatte, wurde ein Publikumserfolg. Besonders freuen die beiden Theaterleute sich, dass sowohl die Wiederaufnahme von „Sacco und Vanzetti“ aus dem Jahr 2016 als auch „Warten auf den Frühling“, die Geschichte der beiden jüdischen Mädchen Rutka und Rywka, so breites Echo fanden.

„Wenn sich Menschen bedanken, weil die Theatervorstellung sie sehr berührt hat, dann ist das für uns eine wunderbare Anerkennung“, sagt Karoline Hugler. „Warten auf den Frühling“ kommt am letzten Februarwochenende sowie am 4. März noch einmal auf die Bühne, für den 25. Februar ist auch ein Publikumsgespräch vorgesehen. Der Bedarf nach Austausch zu diesem Thema sei spürbar, bestätigt auch Tyrasa. Bilder der Aufführung fanden Aufnahme in das Galicia Jewish Museum in Krakau. Ein amerikanischer Dokumentarfilm über Rywka Lipszyc, eines der Mädchen, auf dessen Tagebuchaufzeichnungen das Stück basiert, bindet Ausschnitte aus der Werderaner Inszenierung mit ein. Da darf so ein kleines Theaterteam schon stolz sein. Endlich hätten im vergangenen Jahr auch Schulen die Angebote des Theaters mehr genutzt, registrierte Karoline Hugler erfreut. Es gab Schulvorstellungen von „Sacco und Vanzetti“, von „Warten auf den Frühling“ und natürlich auch vom „Räuber Hotzenplotz“. „Wir bieten das gern wieder an, wenn im Unterricht beispielsweise der Holocaust behandelt wird“, versichert sie.

Zwei Neuinszenierungen für den Herbst geplant

Ein Thema, das junge Leute auch anspricht, dürfte die nächste Premiere am 17. März sein. George Orwells Buch „1984“ war Vorlage für das Stück, das Julian Tyrasa gerade inszeniert. Die Proben haben bereits begonnen. Vieles von der furchtbaren Vision eines absoluten Überwachungssystems, die Orwell im Jahr 1948 aufschrieb, damals noch unter dem Eindruck des gerade besiegten Faschismus, ist heute Realität geworden. Das „Big brother is watching you“ ist mit den elektronischen Medien und sozialen Netzwerken ganz klammheimlich in unseren Alltag eingezogen. Auch das Verbot des US-Präsidenten Trump an seine Gesundheitsbehörde, Begriffe wie Transgender, Fötus, Diversität oder wissenschaftlich begründet zu benutzen, passe auf erschreckende Weise in so ein System, meint der Regisseur. „Für das Stück haben wir eine erfreulich großzügige Förderung vom Brandenburger Kulturministerium bekommen“, berichtet Tyrasa. „Wir freuen uns über diese Anerkennung unserer künstlerischen Arbeit.“

Zu den beiden Neuinszenierungen, die für den Herbst geplant sind, seien konkrete Angaben noch schwierig, informiert Karoline Hugler. Eine Komödie solle es werden. Ideen gebe es, aber bevor nicht einschließlich der Finanzierung alles geklärt ist, möchte sie keinen Titel nennen. Mit einem Adventstück, wieder einmal aus der Feder von Julian Tyrasa, soll das Theaterjahr enden.

Von Edith Mende

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