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Potsdam-Mittelmark Wasser- und Bodenverband erhöht die Beiträge
Lokales Potsdam-Mittelmark Wasser- und Bodenverband erhöht die Beiträge
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05:50 13.03.2018
Ronald Hoffmann ist Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes „Plane-Buckau“ mit Sitz in Golzow. Quelle: Andreas Koska
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Golzow

Ronald Hoffmann, der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes „Plane-Buckau“ mit Sitz in Golzow, sieht die langjährig stabilen Beiträge seines Verbandes in Gefahr. Grund sind Gesetzesänderungen, die zu Mehrkosten führen.

Abwasserzweckverband, Wasserverband sowie Wasser- und Bodenverband, wo sind da die Unterschiede?

Ronald Hoffmann: Die ersten beiden kümmern sich um den Endverbraucher. Der eine liefert Wasser, der andere übernimmt das Abwasser. Wir indes sind für die Unterhaltung der Fließgewässer, der Flüsse, Kanäle und Gräben zuständig. Es ist eigentlich eine Aufgabe der Gemeinden, die aber per Gesetz an die Verbände übertragen worden ist. Wir sind für die Gewässer zweiter Ordnung verantwortlich, das Land für die der ersten Ordnung.

Die Plane und die Buckau sind also der II. Ordnung zuzurechnen?

Eigentlich müsste zum Beispiel die Plane mit ihren 61 Kilometern Länge hochgestuft werden. Den Schritt hat das Land aber bisher nicht vollzogen, es ist immer eine Frage des Geldes. Das Land würde uns dann auch mit der Pflege beauftragen, müsste dies aber aus eigener Tasche zahlen. Jetzt zahlen die Flächeneigentümer unserer Dörfer und Gemeinden. Nur zwei der insgesamt 25 Verbände im Land Brandenburg haben keine Gewässer erster Ordnung im Portfolio, wir gehören dazu.

Wie viel muss da entrichtet werden?

Die Beiträge liegen bei uns seit 2013 unverändert bei 6,25 Euro je Hektar.

Und wird das auch so bleiben?

Ich denke nein, wir werden auf Grund neuer gesetzlicher Bestimmungen die Beiträge voraussichtlich anheben müssen. Es wird ab dem Jahr 2021 ein differenzierter Beitrag erhoben. Dann zahlen die Besitzer der Waldflächen nur noch einen Faktor von 0,4 des Grundbeitrags. Für Acker und Wiese fällt der normaler Beitrag an und für die Siedlungsgebiete spricht man vom Faktor zwei bis vier.

Weshalb dann die Erhöhung?

Es ist zwar so, dass in den Siedlungsgebieten sich der Beitrag verdoppeln bis vervierfachen wird. Allerdings besteht unser Verbandsgebiet mit rund 118 000 Hektar zum überwiegenden Teil aus Wald. Das heißt, unsere Beitragseinnahmen werden insgesamt sinken. Außerdem werden wir sämtliche Stauanlagen, 34 Wehre und 485 Kleinstaue im Verbandsgebiet unterhalten und betreuen müssen sowie die fünf stillgelegten Schöpfwerke sichern. Vom Biber, der im gesamten Gebiet verbreitet auftritt, ganz zu schweigen. Zudem ist geplant, den Verlorenwasserbach bei Wenzlow in sein altes Flussbett zu verlegen, um die Hochwassergefahr für die Ortslage zu bannen. Dieses Projekt wirkt sich aber nicht auf den Beitrag aus, da das Land das Projekt finanziert.

Was wird die Folge den neuen Kosten sein?

Wir haben neben der Verwaltung von ehemals neun noch sechs Maschinisten und einen Schlosser beschäftigt, die im gesamten Gebiet unterwegs sind, um die Fließgewässer zu unterhalten. Wir arbeiten hart an der Kapazitätsgrenze, hier kann es also keine Einschnitte mehr geben. Die Folge wird also eine Beitragserhöhung sein. Wie hoch sie ausfällt, lässt sich jetzt noch nicht sagen.

Von Andreas Koska

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