Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Wasserturm lässt sich nicht einfach verschenken
Lokales Potsdam-Mittelmark Wasserturm lässt sich nicht einfach verschenken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:15 20.07.2016
Weit geht der Blick vom Wasserturm über Wiesenburg. Quelle: Dirk Fröhlich
Anzeige
Wiesenburg

Ohne ein erhofftes Geschenk in der Aktentasche ist Marco Beckendorf (Die Linke) jetzt von der Sitzung der Verbandsversammlung des Wasserverbandes „Hoher Fläming“ (WAV) in Brück heimgekehrt. Dort hatte der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark dafür geworben, den markanten Wasserturm auf dem Wiesenburger Krähenberg als Gemeinde geschenkt zu bekommen. Der WAV hat keine Verwendung mehr dafür, seitdem der 1949 errichtete und heute als Denkmal eingestufte Turm im Jahr 2012 aus dem Versorgungsnetz genommen wurde.

WAV-Verbandsvorsteher Thomas Hemmerling bestätigte auf den Einwand von Planebruchs Bürgermeister, Ulf Dingelstaedt, dass der Verband eigentlich verpflichtet ist, Eigentum nicht unter Wert zu veräußern. Für den Turm sind mehr als 7000 Euro veranschlagt. Diese Summe resultiert hauptsächlich aus dem Grundstückswert.

Kommunalaufsicht muss mitreden

Daher soll laut Beschluss der Verbandsversammlung nun zunächst die Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung um ihre Einschätzung der nicht alltäglichen Situation befragt werden.

„Immerhin würden wir als Verband von Kosten entlastet werden, wenn wir den Turm abgeben“, sagte unter anderem der Vorsitzende der WAV-Verbandsversammlung, Ralf Rafelt aus Groß Marzehns. Jährlich fallen derzeit knapp 600 Euro an, vor alllem für die Grundstückspflege.

Hinzu kommen Auflagen zum Erhalt des Denkmals, „die langfristig sicher weitere Kosten verursachen“, sagte Thomas Hemmerling. Sollte die Kommunalaufsicht zustimmen, werde die Schenkung als Geschäft der laufenden Verwaltung kurzfristig abgewickelt. „Wenn nicht, müssen wir in der Verbandsversammlung neu über das Thema befinden“, sagte der Verbandschef.

Seit 2007 in der Denkmalliste

Der Linther Bürgermeister, Ottheiner Kleinerüschkamp, erinnerte daran, dass die Gemeinde den Turm Anfang der 90er-Jahre als Anlagenvermögen in den Versorgungsverband eingebracht hatte. Daher sollte eine Schenkung zurück an die Gemeinde möglich sein.

Der 20 Meter hohe Turm aus Metall ist ein markanter Punkt im Ortsbild, der seit 2007 in der Denkmalliste steht. „Wir wollen ihn erhalten, auch wenn wir als Gemeinde noch nicht wissen, was wir damit konkret anfangen wollen“, sagte Bürgermeister Marco Beckendorf.

Von Thomas Wachs

Polizei Polizeibericht vom 20. Juli für Potsdam-Mittelmark - Unbekannte stehlen silbernen VW-Bus

Ein Schreck am Morgen: Als ein Mann am Mittwoch in der Früh in Bergholz-Rehbrücke mit seinem VW-Bus losfahren wollte, fand er nur noch den leeren Parkplatz vor. Unbekannte hatten den silbernen Kleinbus mit Auricher Kennzeichen in der Nacht gestohlen. Von den Tätern und dem Bus fehlt jede Spur.

22.07.2016

Schwalben haben es heute schwer, in Städten und Dörfern geeignete Brutbedingungen zu finden. Entsprechend willkommen sind Naturschützern passive Gastgeber wie Peggy Rippl und Burkhard Pitack in Niemegk. Sie dulden Schwalbennester an ihren Gebäuden. Dem Naturschutzbund ist das nun eine Würdigung wert.

20.07.2016

Acht Jahre lang war Norbert Reiche Leiter der Erich-Kästner-Grundschule in Groß Kreutz. Jetzt geht der 65-Jährige in den Ruhestand. Den 155 Schülern im nächsten Jahr und zwölf Lehrern gibt der Deetzer noch Pädagogisches mit auf den Weg. An die Adresse der Gemeinde sendet Norbert Reiche einen dringenden und langgehegten Wunsch.

20.07.2016
Anzeige