Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Wasserturm lässt sich nicht einfach verschenken

Wiesenburg Wasserturm lässt sich nicht einfach verschenken

Noch ist unklar, zu welchen Konditionen der Wiesenburger Wasserturm wieder in Besitz der Kommune übergehen darf. Der Wasserverband „Hoher Fläming“ würde ihn verschenken. Doch soll zuvor jetzt noch die Kommunalaufsicht gefragt werden. Sie müsste es dulden, dass der Verband auf die Einnahme in Höhe des Grundstückswertes von circa 7000 Euro verzichtet.

Voriger Artikel
Unbekannte stehlen silbernen VW-Bus
Nächster Artikel
Auf der Potsdamer Allee wird es eng

Weit geht der Blick vom Wasserturm über Wiesenburg.

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Ohne ein erhofftes Geschenk in der Aktentasche ist Marco Beckendorf (Die Linke) jetzt von der Sitzung der Verbandsversammlung des Wasserverbandes „Hoher Fläming“ (WAV) in Brück heimgekehrt. Dort hatte der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark dafür geworben, den markanten Wasserturm auf dem Wiesenburger Krähenberg als Gemeinde geschenkt zu bekommen. Der WAV hat keine Verwendung mehr dafür, seitdem der 1949 errichtete und heute als Denkmal eingestufte Turm im Jahr 2012 aus dem Versorgungsnetz genommen wurde.

WAV-Verbandsvorsteher Thomas Hemmerling bestätigte auf den Einwand von Planebruchs Bürgermeister, Ulf Dingelstaedt, dass der Verband eigentlich verpflichtet ist, Eigentum nicht unter Wert zu veräußern. Für den Turm sind mehr als 7000 Euro veranschlagt. Diese Summe resultiert hauptsächlich aus dem Grundstückswert.

Kommunalaufsicht muss mitreden

Daher soll laut Beschluss der Verbandsversammlung nun zunächst die Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung um ihre Einschätzung der nicht alltäglichen Situation befragt werden.

„Immerhin würden wir als Verband von Kosten entlastet werden, wenn wir den Turm abgeben“, sagte unter anderem der Vorsitzende der WAV-Verbandsversammlung, Ralf Rafelt aus Groß Marzehns. Jährlich fallen derzeit knapp 600 Euro an, vor alllem für die Grundstückspflege.

Hinzu kommen Auflagen zum Erhalt des Denkmals, „die langfristig sicher weitere Kosten verursachen“, sagte Thomas Hemmerling. Sollte die Kommunalaufsicht zustimmen, werde die Schenkung als Geschäft der laufenden Verwaltung kurzfristig abgewickelt. „Wenn nicht, müssen wir in der Verbandsversammlung neu über das Thema befinden“, sagte der Verbandschef.

Seit 2007 in der Denkmalliste

Der Linther Bürgermeister, Ottheiner Kleinerüschkamp, erinnerte daran, dass die Gemeinde den Turm Anfang der 90er-Jahre als Anlagenvermögen in den Versorgungsverband eingebracht hatte. Daher sollte eine Schenkung zurück an die Gemeinde möglich sein.

Der 20 Meter hohe Turm aus Metall ist ein markanter Punkt im Ortsbild, der seit 2007 in der Denkmalliste steht. „Wir wollen ihn erhalten, auch wenn wir als Gemeinde noch nicht wissen, was wir damit konkret anfangen wollen“, sagte Bürgermeister Marco Beckendorf.

Von Thomas Wachs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg