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Tremsdorf versorgt Fresdorf und Stücken

Zweckverband saniert Wasserwerk Tremsdorf versorgt Fresdorf und Stücken

Der Zweckverband „Mittelgraben“ hält an seinem Wasserwerk in Tremsdorf fest. Es wird saniert und soll künftig auch deutlich mehr Trinkwasser fördern, um die Nachbarorte Fresdorf und Stücken mit zu versorgen. Der „Wasserspaß“ kostet rund eine halbe Million Euro.

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Hähne auf! Das Wasser für Fresdorf und Stücken soll künftig aus dem kleinen Dorf Tremsdorf kommen.

Quelle: MAZ/Archiv

Tremsdorf. Der Zweckverband „Mittelgraben“ wird sein in die Jahre gekommenes Wasserwerk in Tremsdorf nicht stilllegen. Es soll vielmehr saniert werden und künftig sogar die Nachbarorte Fresdorf und Stücken mit Trinkwasser versorgen. Das hat die Verbandsversammlung am Mittwochabend entschieden. Die Modernisierung kostet etwa 250 000 Euro, das Verlegen der Überleitung bis nach Fresdorf etwa 265 000 Euro.

Nach der Komplett-Sanierung soll im Tremsdorfer Wasserwerk deutlich mehr Trinkwasser gefördert werden als bisher. Die Fördermenge wird von derzeit 10 000 auf 50 000 Kubikmeter im Jahr erhöht, sagte Torsten Könnemann, Prokurist der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA). Sobald die Wasserleitung verlegt ist, versorgt das Wasserwerk dann auch Fresdorf und Stücken, die bisher aus Wildenbruch das Trinkwasser bekamen. „Damit können die Wildenbrucher Wasserwerke mehr Wasser in den nördlichen Bereich bis nach Langerwisch und Michendorf einspeisen“, sagte MWA-Geschäftsführer Felix von Streit. Der Verband erhöht damit den Anteil der eigenen Wassergewinnung und braucht künftig etwas weniger Wasser aus Potsdam importieren. Laut Könnemann sind für die 515 000-Euro-Investition Fördermittel bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg beantragt worden. Gefördert werden maximal 30 Prozent der Kosten. Das Tremsdorfer Wasserwerk wird aber auch saniert, wenn kein Fördergeld fließt. Der Baubeginn ist noch in diesem Jahr geplant, die Hauptbauphase 2016, so Könnemann. Die Anlagen seien verschlissen und auch das Gebäude des Wasserwerks sanierungsbedürftig.

Zur Wahl stand auch eine Schließung des Wasserwerks. Eine wäre gewesen, Trinkwasser aus Gröben für Tremsdorf zu beziehen. Die Verbandsversammlung hat sich für die etwas teurere Variante der Sanierung entschieden. Die hervorragende Qualität des weichen Wassers war einer der Gründe für den Entschluss, am Wasserwerk festzuhalten. „Wir haben in Tremsdorf das beste Wasser im ganzen Verbandsgebiet“, sagte Gerd Sommerlatte, Vorsitzender der Verbandsversammlung.

Mit der Überlandleitung nach Fresdorf entsteht zudem ein Verbundsystem zwischen den Wasserwerken in Tremsdorf und Wildenbruch. Sollte zum Beispiel das Tremsdorfer Wasserwerk ausfallen, könnten die Tremsdorfer auch aus Wildenbruch mit versorgt werden.

Von Jens Steglich

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