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Potsdam-Mittelmark Wegen Rasern: Gemeinde will Schild versetzen
Lokales Potsdam-Mittelmark Wegen Rasern: Gemeinde will Schild versetzen
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00:17 13.03.2017
Nahmitz, Ortsteil der Gemeinde Kloster Lehnin, mit dem Netzener See im Hintergrund. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Nahmitz

Die Gemeinde Kloster Lehnin hat sich als erfinderisch erwiesen, damit in der Gemarkung Nahmitz eine Temporeduzierung eingeführt werden kann. Anwohner der Straße Am Flachen Hahn hatten sich an die Gemeinde gewandt mit dem Appell, dass in ihrer Straße nur noch Tempo 50 gelten dürfe.

Die Verbindungsstraße zwischen Nahmitz und Trechwitz-Siedlung ist mit einer neuen Asphaltdecke versehen worden und wird laut Anwohner als Rennpiste genutzt. Tatsächlich gilt dort nur das allgemeine Tempolimit außerorts, so dass laut Ortsvorsteher Klaus Wendler derzeit in der Straße 100 Stundenkilometer zulässig sind.

Kloster Lehnin unternahm nun gleich mehrere Anläufe, um dem Wunsch der Anwohner Genüge zu tun: Der erste Vorschlag, einfach ein Tempo-50-Schild aufzustellen, wurde von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark abgelehnt. Ebenso wenig Anklang fand die Frage der Gemeindeverwaltung, ob das Nahmitzer Ortsschild nicht um 160 Meter versetzt werden könne, um den bewohnten Straßenteil als innerörtlich gelten zu lassen. Dazu teilte die Straßenverkehrsbehörde am 11. Januar mit, dass das nicht in Frage komme.

Nun unternahm Kloster Lehnin einen dritten Anlauf, auch um die Gefährdungslage in der Straße, die direkt am Netzener See entlang führt, zu entschärfen. Immerhin sind dort an den Wochenenden viele Menschen auch in ihren Erholungsgrundstücken. Die betreffenden Häuser, in denen Wendler zufolge rund ein dutzend Menschen mit Erstwohnsitz gemeldet sind, wurde kurzerhand zu einem bewohnten Gemeindeteil im Ortsteil Nahmitz erklärt. Das beschlossen jetzt die Gemeindevertreter von Kloster Lehnin.

Nun soll dort ein Schild „Nahmitz-Siedlung“ aufgestellt werden. Dafür musste auch die Hauptsatzung der Gemeinde verändert werden. „Das war die einzig machbare Lösung, um dort Tempo 50 einzuführen“, kommentiert Wendler die gute Nachricht für die Anwohner.

Von Marion von Imhoff

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