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Potsdam-Mittelmark Weihnachtsspeisen unter der Lupe
Lokales Potsdam-Mittelmark Weihnachtsspeisen unter der Lupe
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17:13 22.12.2017
Nüsse haben hochwertige Fettsäuren und sind gute für den Blutdruck und den Cholesterinspiegel, sagt die Ernährungsexpertin. Quelle: Michael Hübner
Bergholz-Rehbrücke

Die Essgewohnheiten in der Weihnachtszeit sind nicht immer ein Geschenk für den Körper. Die MAZ sprach darüber mit Gisela Olias, Ernährungsexpertin und Biologin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfe) in Bergholz-Rehbrücke.

Ist die Advents- und Weihnachtszeit mit Leckereien hier und einem fetten Schmaus dort ein Karfreitag für die Gesundheit?

Ich denke nicht, dass diese begrenzte Zeit entscheidend ist, viel mehr geht es um eine gute und gesunde Ernährung für das ganze Jahr. Da ist ein bisschen Schlemmen schon okay.

Fangen wir mit dem Advents- oder Weihnachtsteller an. Da wimmelt es doch von Zucker oder Fett.

Wer auf sein Gewicht achtet, sollte da vielleicht nicht unbedingt zu oft zugreifen. Statt sich auf Schokolade, Marzipan und Nougat zu konzentrieren, könnte man aber schon bei der Zusammenstellung mehr auf Obst und Nüsse zum Selbstknacken setzen. Vor allem Walnüsse etwa haben viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Aber auch Haselnüsse oder Mandelkerne verfügen über hochwertige Fettsäuren, die der Körper benötigt. Insgesamt sind Nüsse gut für den Blutdruck und Cholesterinspiegel und senken Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen. Äpfel und Apfelsinen sind für den Körper ebenso sehr wertvoll, wobei ich Bioware bevorzugen würde.

Gehören Kekse und Gebäck denn auch zu den Sachen, die man allenfalls in Maßen genießen sollte?

Das kommt drauf an. Vielfach enthält Gebäck genauso wie Schokoladenprodukte viel Zucker und ungesunde Fette, die das Risiko für Übergewicht und damit auch für, Diabetes und bestimmte Krebserkrankungen erhöhen. Das lässt sich natürlich beim Selbstbacken beeinflussen. Wird Vollkornmehl für Gebäck und Kekse gewählt, nimmt man Ballaststoffe zu sich, die unter anderem für die Verdauung gut sind. Andere Inhaltsstoffe wie etwa Hafer liefern zudem jede Menge Mikronährstoffe, die eine Vielzahl körperlicher Funktionen positiv beeinflussen. Auch beim Gebäck können natürlich gut Nüsse zum Einsatz kommen.

Zum Adventsgenuss gehören für viele natürlich auch der Spaziergang über Weihnachtsmärkte und der Halt am Glühweinstand.

Auch hier gilt es Maß zu halten. Ob nun Glühwein oder Punsch, meist ist der Zuckergehalt hoch. Der vielfach angebotene Kinderpunch etwa besteht oft hauptsächlich aus erwärmten Fruchtsäften, die in aller Regel sehr viel Zucker beinhalten. Das bringt oft mehr Energie als verbraucht werden kann und bleibt auf den Hüften hängen. Alkohol bei den Varianten für Erwachsene hat nicht nur ein Suchtpotenzial sondern ist zudem noch appetitanregend.

Der eine oder andere verspürt vielleicht schon Appetit auf Würstchen mit Kartoffelsalat Heiligabend.

Auch beim Kartoffelsalat gibt es natürlich Zubereitungsvariationen., Statt relativ fetter Mayonnaise kann man natürlich zu einem Joghurtdressing oder einer Sauce aus Brühe, Essig und Kräutern greifen. Das hat dann teilweise noch den Effekt, dass man sich etwas unbeschwerter fühlt. Auch hier gilt: Selber machen, ist besser als Fertigprodukte. Man behält den Überblick bei den Zutaten und kann eigene Vorlieben bedienen. Obendrein bringt es Spaß und ist meist auch günstiger.

Für viele ist der Gänsebraten Weihnachten Tradition. Was sagt die Ernährungsforschung dazu?

Es ist klar, dass da Herzblut dranhängt. Aber für den, der weniger fett essen, aber beim Geflügel bleiben möchte, gibt es Pute als magerere Alternative. Als traditioneller Festtagsbraten hat ja etwa in den USA zu Thanksgiving auch der Truthahn Tradition.

Das ständige Zugreifen und Genießen von Kleinigkeiten in der Advents- und Weihnachtszeit gehört wahrscheinlich auch nicht zu den gesündesten Angelegenheiten?

Nicht nur bei Stoffwechselkrankheiten empfehlen sich natürlich feste Mahlzeiten statt vieler Knabbereien. Die Sensibilität für Insulin, das wir für die Nährstoffaufnahme benötigen, sinkt durch eine ständige Anregung mit Kohlenhydraten im Essen.

Lässt sich denn durch einen Verdauungsspaziergang etwas ausgleichen?

Allemal. Aber 30 Minuten täglich an der frischen Luft sollten es schon sein. Ist es noch hell, wird auch der Vitamin-D-Speicher wieder aufgefüllt. Das tut Körper und Seele gut.

Von Gerald Dietz

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