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Ein guter Jahrgang kündigt sich an

Gute Weinernte in Werder Ein guter Jahrgang kündigt sich an

Weinbauer Manfred Lindicke in Werder ist mit der bisherigen Ernte auf dem Galgenberg in Werder sehr zufrieden. Einige Sorten sollen noch ein wenig in der wärmenden Herbstsonne hängen bleiben. Bei der Lese helfen dem Winzer Freiwilige aus Polen und Moldawien. Deutsche Helfer muss Lindicke wegen der bürokratischen Hürden bei der Mindestlohnregelung wieder wegschicken.

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Helfer aus Polen und Moldawien lesen den Wein.

Quelle: Edith Mende

Werder. Die Erntehelfer auf dem Werderaner Galgenberg kommen gegen Mittag ins Schwitzen, haben sich ihrer Jacken entledigt. Denn die Herbstsonne meint es noch einmal gut mit ihnen und den bereits zuckersüßen Trauben. „Die Ernte wird gut, auch die Qualität, von der Menge sogar sehr gut“, sagt Winzer Manfred Lindicke mit einem zufriedenen Blick bergab. „Da die nächsten Tage trocken und sonnig bleiben sollen, können wir einige Partien sogar noch hängen lassen, beispielsweise den Cabernet blanc oder den Calinda.“ Der weiße Muscaris ist schon komplett in der Kelterei am Plessower Eck angekommen. Zu Beginn der Lese hatte starker Wespenbefall Probleme bereitet, mit den kühleren Temperaturen legte sich das.

Derzeit wird auf dem Galgenberg im Zentrum von Werder der rote Pinotin gelesen. Bei dem habe sich stellenweise die Stiellähne gezeigt, eine Krankheit, bei der das Traubengerüst braun wird, so dass die Beeren nicht mehr wachsen, erklärt der Fachmann. „Das hat mit Magnesiummangel im Boden zu tun, aber wir werden es in den nächsten Jahren in den Griff bekommen.“ Vom wenige hundert Meter entfernten Wachtelberg werden derzeit nur ein paar Kisten des Regent für Roséwein geerntet. Dort gehe es aber an diesem Montag mit der Lese weiter, so Manfred Lindicke.

Sieben Erntehelfer, vor allem aus Polen und Moldawien, beschäftigt der Winzer derzeit auf seinen Rebflächen. Einheimische, die nur mal für einen Tag aus alter Verbundenheit mithelfen möchten, müsse er wieder wegschicken, bedauert er. Seit Einführung des Mindestlohnes sei der bürokratische Aufwand mit der Anmeldung der Erntehelfer unverhältnismäßig groß. „Ich habe weder mit dem Mindestlohn noch mit den Kontrollen ein Problem. Aber diese Riesenbürokratie ist nicht praktikabel und macht uns Unternehmern das Leben schwer“, klagt Lindicke.

Saisonabschluss wird am 18. Oktober gefeiert

Auf dem Wachtelberg in Werder reifen Trauben unterschiedlicher Sorten auf 6,2 Hektar. Die Rebfläche auf dem Galgenberg beträgt 1,4 Hektar.

Der Saisonabschluss wird am 18. Oktober in der Weintiene auf dem Werderaner Wachtelberg gefeiert.

Der Tag der offenen Kelterei in Werder findet am 1. November am Plessower Eck (neben dem Obsthof) statt.

Von Edith Mende

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