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Potsdam-Mittelmark Weiter Unklarheit über Feuerwehr-Standort
Lokales Potsdam-Mittelmark Weiter Unklarheit über Feuerwehr-Standort
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10:39 18.05.2017
Protest gegen die Feuerwache am Güterfelder Damm. Ein halber Hektar Waldfläche müsste weichen.  Quelle: Stich
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Stahnsdorf

 Die Forstbehörde sieht sich derzeit nicht in der Lage, „eine umfassende und verbindliche forstrechtliche Beurteilung“ zum geplanten Feuerwehrstandort am Güterfelder Damm abzugeben. Das geht aus einem aktuellen Brief des Leiters der Oberförsterei Potsdam, Holger Hendtke, an den Vorsitzenden der Stahnsdorfer Gemeindevertretung, Dietmar Otto (SPD), hervor. In dem Schreiben, das der MAZ vorliegt, weist die Forstbehörde darauf hin, dass ihr „substanzielle Planungsgrundlagen“ für den Standort noch nicht zur Verfügung gestellt worden seien. Dies aber sei Aufgabe der Gemeinde.

Damit befindet sich die Suche nach einem neuen Standort für die Stahnsdorfer Feuerwache erneut in einer Sackgasse. Denn ohne eine klare Aussage der Forstbehörde ist die Kommunalaufsicht des Landkreises nicht bereit, den Kauf des Waldstücks am Güterfelder Damm durch die Gemeinde zu genehmigen. Hintergrund ist der Einspruch von Bürgermeister Bernd Albers (BfB) gegen einen Beschluss der eigenen Gemeindevertretung Anfang 2017. Diese hatte zuvor beschlossen, das Grundstück, also 12 000 Quadratmeter Wald, für 160 000 Euro zu kaufen, um es dann in Bauland für die Feuerwache umzuwandeln. Wenn die Forstbehörde das akzeptiert, so die Kommunalaufsicht, dann wäre der Einspruch des Bürgermeisters gegen den hohen Kaufpreis obsolet. Wie der Kreis aber auf die unklare Haltung der Forstbehörde reagieren wird, ist völlig offen.

Dietmar Otto wollten den „Knoten durchschlagen“, doch die Forstbehörde spielt nicht mit. Quelle: Archiv

Für Dietmar Otto war es bei seinem Schriftwechsel mit der Forstbehörde nach eigenen Worten darum gegangen, den „Knoten zu durchschlagen“. Der SPD-Politiker geht zwar weiterhin davon aus, dass die Behörde eine Waldumwandlung am Güterfelder Damm „nicht per se“ ablehnt, ohne die Vorlage der konkreten Planungen durch die Verwaltung sei mit einer Entscheidung zum Güterfelder Damm aber nicht zu rechnen. Als einen möglichen Ausweg schlägt Otto vor, dass sich die Gemeindevertretung auf einen „dritten Standort“ für die neue Feuerwache verständigt.

 Überlagert wird das Hin und Her zwischen Gemeinde, Forstbehörde und Kreis von einer Initiative der Fraktion Bürger für Bürger/Die Neuen. In zwei Veranstaltungen, die auch von Gemeindevertretern besucht wurden, hatte die Fraktion zuletzt am Dienstagabend ein Konzept für die Bebauung an der Annastraße am Gemeindezentrum vorgestellt, das von einem engagierten Bürger erarbeitet worden war. Dieses „kleine Ortszentrum“ soll untere anderem Platz für eine größere Bibliothek, einen Gemeindesaal und sozialen Wohnungsbau bieten. Der Haken: Auch die Feuerwache wäre nach diesem Konzept an der Annastraße untergebracht.

Doch das lehnt eine Mehrheit der Gemeindevertreter bislang kategorisch ab. Vielmehr verweisen SPD und CDU unisono darauf, dass Bürgermeister Albers einen klaren Auftrag habe, bis zum 31. Mai einen Bebauungsplan für die Annastraße vorzulegen – „und zwar ohne Feuerwache“, wie beide Parteien betonen.

„Es ist nun wirklich angezeigt, dass der Bürgermeister endlich die Beschlüsse der Gemeindevertretung umsetzt“, so Dietmar Otto.

Von Jürgen Stich

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