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Weiter Zittern um Geburtshilfe Belzig

Zukunft klärt sich erst nächste Woche endgültig Weiter Zittern um Geburtshilfe Belzig

Die Zukunft der Entbindungsstation in Bad Belzig wird wohl erst nach dem 17. Juni geklärt. Das ist Mittwochabend bei einem Gespräch des Bürgerbündnisses, das sich für den Erhalt engagiert, deutlich geworden. Eigentlich sollte in der Konferenz zur Krankenhausplanung des Landes Brandenburg nächste Woche über den Kreißsaal entschieden werden.

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Dass sich Ernst-von-Bergmann-Klinikum (EvB), zu dem das Krankenhaus Bad Belzig zählt, und Städtisches Klinikum Brandenburg an der Havel, das eine Personalgestellungsofferte  für die Fortsetzung des Angebotes unterbreitet hat, kurzfristig einigen könnten, ist für die Beobachter nach dem Verlauf der bisher wenigen Gespräche kaum vorstellbar. Dass die am 1. April erfolgte Schließung endgültig bestätigt wird, scheint zumindest nicht Anliegen von Gesundheitsministerium sowie Frauenklinik-Chefarzt Peter Ledwon undGabriele Wolter als SKB-Geschäftsführerin zu sein. Sie werden jeweils noch mit EvB-Geschäftsführer Steffen Grebner zu Beginn der nächsten Woche sprechen. Jener hatte – begleitet von Landrat Wolfgang Blasig (SPD) – parallel an der Sitzung des städtischen Hauptausschusses in Potsdam teilgenommen, wo über die gleiche Problematik beraten worden ist. Insofern war ohnehin kein greifbares Ergebnis bei der Zusammenkunft zu erwarten.

„Ohne den Verbund wird es  nicht gehen“, sagte Thomas Barta. Die Landesregierung Brandenburg könne den Krankenhausträger nicht zum Betrieb einer Station verpflichten. Er sehe jedoch noch Chancen, dass die Beteiligten aufeinander zugehen, um – womöglich etwas später – eine Lösung für die Problematik zu finden, sagte der Abteilungsleiter des Gesundheitsministeriums.

Die EvB-Leitung hat den Versorgungsauftrag für die Geburtshilfe-Abteilung in Bad Belzig zurückgeben wollen, weil im vergangenen Jahr lediglich 185 Kinder das Licht der Welt dort erblickt haben. Zudem sei es nicht möglich, hinreichend Personal in Qualität und Quantität vorzuhalten. Jetzt, da mit mit dem Konzept aus Brandenburg/Havel doch Alternativen aufgezeigt werden, versucht Steffen Grebner neue Hürden aufzubauen, wie es in der Diskussion mehrfach zum Ausdruck gebracht worden ist. Dabei wird offenbar am EvB-Standort Forst/Lausitz ebenfalls mit weit weniger Personal gearbeitet, als für Bad Belzig gefordert wird.

Im Hohen Fläming hat sich seit Bekanntgabe der Schließungspläne anhaltender Protest formiert. Auch Mittwoch nachmittag hatten wieder zahlreiche Bürger am Rathaus ihre Sorge um das Krankenhaus der Grundversorgung kundgetan. „Denn längst ist für sie absehbar, dass bei Abwicklung der Geburtshilfe die Gynäkologie und weitere Abteilungen folgen werden“, wie Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) sagte. Die Bürgermeisterin hat darauf verwiesen, dass außer  bei der wachsenden Geriatrie  der Standort  Bad  Belzig immer mehr Portalfunktion für das Mutterhaus in der Landeshauptstadt übernehme.

„Einflussnahme kann lediglich über den Krankenhaus-Gesellschafter  erfolgen“, sagte Hans-Peter Goetz (FDP). Er ist Mitglied im Kreistag Potsdam-Mittelmark, dem das Krankenhaus Bad Belzig, zu 25, 1 Prozent gehört. „Wenn der Geschäftsführer nicht die Beschlüsse  der  Gesellschafter für den Erhalt der Entbindungsstation erfüllen kann oder will, muss er in Frage gestellt werden“, schlussfolgerte er.

Von René Gaffron

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