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Weitere Million für die Schülerbetreuung

Kleinmachnow braucht mehr Hortplätze Weitere Million für die Schülerbetreuung

In der Gemeinde Kleinmachnow gibt es zu wenig Hortplätze. Die neue Grundschule „Auf dem Seeberg“ kann die Betreuung nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung durchführen. Für eine Million Euro soll jetzt ein neuer Hort gebaut werden. Doch der Standort ist noch unklar.

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Neben dem Jugendzentrum „Carat“ in der Nähe der Grundschule könnte auf einer Freifläche der Hort gebaut werden.
 

Quelle: Stich

Kleinmachnow.  Schon nach einem Jahr stellt sich der Hort der neu gebauten Kleinmachnower Grundschule „Auf dem Seeberg“ als zu klein heraus – und die Situation verschlimmert sich weiter, weil immer mehr Kinder der fünften und sechsten Klasse auch am Nachmittag betreut werden sollen. Da die ministerielle Betriebserlaubnis nur die Betreuung von 161 Kindern genehmigt, musste bereits für das zweite Schuljahr eine Ausnahmegenehmigung für 187 Schüler und Schülerinnen in dem neuen Gebäude beantragt werden. Diese ist zeitlich bis Ende dieses Jahres befristet und mit der Auflage verbunden, dass eine Lösung gefunden werden muss. Für 2017/18 ist unterdessen keine Entspannung vorhersehbar: Neben bereits 39 vorliegenden Neuanträgen von Schulanfängern wollen voraussichtlich auch 29 Kinder aus den dann fünften und sechsten Klassen weiterhin im Hort betreut werden. Insgesamt wären es dann rund 200 Hortkinder, die nachmittags untergebracht und versorgt werden müssen.

Im Juli soll eine Entscheidung zum Hort fallen

Nun hat die Verwaltung mögliche Standorte für eine Horterweiterung geprüft und präsentiert sie aktuell in den Ausschüssen. Wenn alles wie geplant läuft, soll noch im Juli von der Gemeindevertretung ein entsprechender Grundsatzbeschluss gefasst werden. Im Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales wurden die Vorschläge am Dienstag erstmals öffentlich präsentiert. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die drei Favoriten der Verwaltung gelegt: Ein unbebautes Grundstück neben dem Seniorenheim Senvital an der Förster-Funke-Allee, das jedoch – wie auch andere Optionen – schon zu weit von der Schule entfernt ist, wie einige Ausschussmitglieder anmerkten. Auch sei hier zu befürchten, dass sich Anlieger der angrenzenden Wohnhäuser und des Seniorenheims über den Lärm beschweren könnten.

Das freie Dach neben dem Rathaus kommt wohl nicht in Frage

Die freie Fläche neben dem Bürgersaal auf dem Dach der ehemaligen Innova-Ladenfläche wurde ebenfalls in Erwägung gezogen. Der größte Vorteil hier wäre ganz klar die Nähe zur Schule, doch das Grundstück ist eigentlich schon verplant: Bei der Abstimmung zum Bürgerhaushalt landete der Wunsch, dort einen Sportplatz zu errichten, auf dem ersten Platz. Es wäre kein gutes Signal, ausgerechnet da jetzt etwas anderes daraus zu machen, hieß es, auch wenn Andrea Schwarzkopf (Bündnis 90/Die Grünen) diesen Standort als „charmant“ bezeichnete.

Schließlich wurden noch zwei Varianten in Zusammenhang mit dem Jugendzentrum Carat geprüft: Die Nutzung von vorhandenen Räume wurde jedoch nur kurz angesprochen, da in der Folge zahlreiche andere Angebote eingestellt werden müssten, die derzeit dort stattfinden. Ein Neubau auf dem östlichen Teil der Freifläche des Jugendzentrums hingegen überzeugte einen großen Teil der Ausschussmitglieder: Die Nähe zur Grundschule würde die Organisation erleichtern, es stehen ausreichend Freiflächen zur Verfügung und „sollten die Schülerzahlen doch wieder zurückgehen, lässt sich bei vernünftiger Planung so ein Gebäude neben Carat, gegenüber von zwei Kitas und nahe der Schule sicher auch anders nutzen“, erklärte Bürgermeister Michael Grubert (SPD). „Daher ist das mit Abstand die beste Lösung.“ Auch im Ausschuss war eine Präferenz für diese Lösung erkennbar.

Der Hort entsteht auf einer Fläche von 300 Quadratmetern

Auf allen drei Grundstücken wäre es möglich, einen zweigeschossigen Hortneubau mit einer Grundfläche von rund 300 Quadratmetern sowie 400 Quadratmetern Außenfläche zu errichten. Dieser würde Platz für zwei Gruppenräume und die nötigen Nebenräume bieten. Die Baukosten dafür wurden auf 834 000 bis 1,126 Millionen Euro geschätzt.

Insgesamt waren zwölf Optionen untersucht worden, darunter die Aufstockung der neuen Grundschule, mehrere Grundstücke an der Förster-Funke-Allee, zwei Geschäftsflächen auf dem Rathausmarkt, der Kletterfelsen neben dem Carat, ein Grundstück in der Karl-Marx-Straße vor der Kita Freundschaft oder die unbebaute Fläche direkt hinter der Grundschule. Alle Optionen wurden aus verschiedenen Gründen – Entfernung, Eigentumsrechte, Bebauungsplan – direkt wieder verworfen worden. Ebenfalls war geprüft worden, ob die Hortkinder in einer der gemeindeeigenen Kitas – etwa der Kita Freundschaft – untergebracht werden können, doch zum einen ist diese selbst voll ausgelastet und zum anderen ist rechtlich eine entsprechende Doppelnutzung nicht möglich.

Von Konstanze Kobel-Höller

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