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Weitermachen für ein Museum

Kleinmachnow Weitermachen für ein Museum

Die Kuratorin Alexis Hyman Wolff hat ein Konzept und Empfehlungen für ein partizipatorisches Museum für Kleinmachnow erarbeitet. Jetzt hat sie es erstmals dem Kulturausschuss vorgestellt. Der lobte, dankte und stellte das Konzept zur Diskussion.

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Alexis Hyman Wolff vor dem Haus Karl-marx-Straße hatte von März bis Ende September eine Projektanstellung für das Museumskonzept in Kleinmachnow.

Quelle: Martin Steger

Kleinmachnow. Der Wunsch nach einem Museum eint in Kleinmachnow viele Bewohner. Auf dem Weg dorthin engagieren sich Mitglieder des Heimatvereins und die 2015 gegründete „Museumsinitiative Kleinmachnow“. Nachdem Christian Hirte vom Brandenburger Museumsverband im Auftrag der Gemeinde 2014/15 ein Rahmenkonzept erarbeitet hat, legte jetzt die Kuratorin Alexis Hyman Wolff ein Konzept für ein „partizipatorisches Museum“ im Kultur- und Sozialausschuss am Dienstagabend vor.

„Sehr gut brauchbare Vorlage“

Von März bis Ende September hatte die gebürtige Amerikanerin, die mit Familie für die Zeit extra von Berlin nach Kleinmachnow gezogen war, eine Projektanstellung bei der Gemeinde inne. Die Ausschussmitglieder dankten der Kuratorin und zeigten großen Redebedarf. Immerhin Anderthalbstunden widmeten sie der Diskussion. Eine „lohnende“ Zeit, wie Ausschusschef Wolfgang Nieter (CDU/FDP) sagte. Denn man habe eine „sehr gut brauchbare Vorlage bekommen“. In ihrem 31-seitigen Konzept empfiehlt Hyman Wolff ein Museum, das auf kultureller Forschung, Sammlungswesen und den Erzählungen und der gemeinschaftlichen Arbeit von Besuchern und Machern beruht. Kooperation, Flexibilität und „Offenheit seiner Struktur“ müssten im Fokus stehen.

Mehr Interaktion und einander zuhören

„Die Realisierung des Museums und seiner Ausstellungen geht in allen Phasen von der Beteiligung und der Unterstützung der Menschen in der Gemeinde aus, die hier ihre Interessen und Vorstellungen einbringen und umsetzen können“, so Hyman Wolff. Soll heißen: Mehr Interaktionen, mehr erzählen und einander zuhören sowie Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen in temporären Ausstellungen statt einer statischen Dauerausstellung. Letztere könnte in Form eines Schaudepots alternativ angeboten werden. Bei Workshops, Diskussionen und zwei Ausstellungen wurde Mitwirkung bereits praktiziert. Das Interesse sei groß, so Hyman Wolff. Manchen Ausschussmitgliedern waren die Empfehlungen zu „nett“, die Kostenberechnungen zu niedrig und die Aussichten auf ein professionell aufgebauten Museum unrealistisch. Das wollten andere nicht gelten lassen und ermunterten sich gegenseitig, den „Schwung“ der letzten Monate weiter zu nutzen. „Lasst es uns machen“, brachte es schließlich Volker Brinkhoff auf den Punkt. Einig war man sich jedoch, dass es jetzt eines Managements bedarf, das die weiteren Schritte und Initiativen bündelt. Dafür sollten die im Haushalt eingestellten 30 000 Euro genutzt werden.

„Der Museumsaufbau“, so resümierte Hyman Wolff, „ist ein sehr kreativer Prozess und sorgt für tolle Lernerfahrungen“. Die Diskussion geht auf jeden Fall weiter.

Von Claudia Krause

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