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Potsdam-Mittelmark Welchen Nachteil der Kauf eines Blitzers hätte
Lokales Potsdam-Mittelmark Welchen Nachteil der Kauf eines Blitzers hätte
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00:48 10.03.2018
Nahe der Grundschule in Glindow gilt Tempo 30. Sind Auto- oder Lastwagenfahrer schneller unterwegs, leuchtet der Blitzer auf. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Alles oder nichts: Kauft die Stadt Werder einen eigenen mobilen Blitzer, muss sie die komplette Verkehrsüberwachung des Stadtgebietes vom Landkreis übernehmen. Das hat eine Anfrage der Kommune an den Kreis ergeben, wie Werders 1. Beigeordnete, Christian Große (CDU), am Mittwoch auf MAZ-Anfrage bestätigte. Ob sie diese zusätzliche Last in Kauf nimmt, sollen am Donnerstag die Stadtverordneten entscheiden. Ursprünglich wollte die Stadt einen mobilen Blitzer kaufen, um zusätzlich an Schwerpunktbereichen wie Schulen oder Kitas kontrollieren zu können.

Die Kosten dafür hätten bei rund 60 000 Euro gelegen, inklusive Ausrüstung wie Messeinheit, Koffer, Auswertungssoftware und Monitor sowie die Schulung der Mitarbeiter. Der Landkreis ist laut Ordnungsbehördengesetz des Landes dafür verantwortlich, den fließenden Verkehr zu überwachen. Gibt er die eine Aufgabe in Form von mobilen Kontrollen an die Stadt ab, ist er nicht mehr für die restliche Verkehrsüberwachung in Werder und den Ortsteilen zuständig. „Es stellt sich die Frage, ob und vor allem mit welchem Aufwand die Stadt Werder die Aufgabe ähnlich gut beziehungsweise besser erledigen kann als der Landkreis“, sagt Christian Große.

Blitzer in Derwitz und Glindow könnten verschwinden

Um die Aufgabe übernehmen zu können, müsste die Stadt einen Antrag an das Innenministerium des Landes stellen. Zudem müsste die Kommune nachweisen, dass sie sachgerecht und wirtschaftlich in der Lage ist, die Verkehrsüberwachung zu übernehmen. Dem 1. Beigeordneten zufolge handelt es sich um eine umfangreiche und personalintensive Aufgabe. Laut Statistik für 2017 hat der Kreis in Werder insgesamt 86 Kontrollen durchgeführt. Gemessen wurden 39 148 Fahrzeuge. Davon waren 2417 zu schnell unterwegs. Anhand dieser Statistik sei zu erkennen, dass in Werder vergleichsweise viel kontrolliert wird. Hinzu kämen auch noch die festen Blitzer in Glindow und Derwitz. Diese beiden Blitzer sieht die Stadt zudem in Gefahr, sollte sie die Verkehrsüberwachung übernehmen. „Der Landkreis würde sie womöglich abbauen und in einer anderen Kommune wieder aufbauen“, vermutet Christian Große. Würde die Stadt diese Blitzer behalten wollen, müsste sie deutlich höhere Ausgaben als die 60 000 Euro für ein mobiles Messgerät einplanen – abgesehen vom technischen und personellen Aufwand, der noch hinzu käme.

Zunächst war geplant, den Stadtverordneten ein Konzept vorzulegen, das sich mit Geschwindigkeitskontrollen in Werder befasst. Nun sollen die Stadtverordneten entscheiden, ob es sinnvoll ist, die komplette Aufgabe zu übernehmen. Auf diesen Weg hatte sich der Hauptausschuss nach ausführlicher Diskussion geeinigt. „Unterm Strich gewinnt vielleicht die Einsicht, dass der Landkreis bei der Verkehrsüberwachung in Werder eine ordentliche Arbeit abliefert“, so Christian Große. Bestenfalls gelinge eine engere Zusammenarbeit, wenn es darum geht, Schwerpunkte für Tempokontrollen festzulegen.

Von Luise Fröhlich

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