Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Weltliche Trauerfeiern sind unerwünscht

Kirche bleibt für Nicht-Gläubige tabu Weltliche Trauerfeiern sind unerwünscht

Die Hoffnung der Gemeindevertreter im Planetal auf Mitnutzung der Gotteshäuser für nicht-kirchliche Trauerfeiern haben sich zerschlagen. Der Gemeindekirchenrat verweist auf geltendes Kirchenrat und sorgt sich um den weiteren Verfall der bestehenden Trauerhallen.

Voriger Artikel
Pfadfinder für dicke Rohre
Nächster Artikel
90 Sänger führen Canto General und Sirtaki auf

Wo es, wie hier in Ziezow, eine kommunale Trauerhalle gibt, verbietet das Kirchenrecht weltliche Trauerhallen im Gotteshaus.

Quelle: Uwe Klemens

Ziezow / Locktow. Die kommunale Trauerhalle auf dem Ziezower Kirchhof ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Vor allem das Dach und der Putz im Innen- und Außenbereich bereiten Sorge. „Noch schlimmer sieht es in Locktow aus, wo seit mindestens fünf Jahren ein vier Zentimeter breiter Riss bis ins Fundament klafft, durch den schon das Unkraut wächst“, sagt Bürgermeisterin Karin Commichau (parteilos). „An beiden Hallen muss dringend etwas passieren.“

Nicht erfüllt haben sich die Hoffnungen der Gemeindevertreter, in beiden Orten jeweils die Kirche auch für Trauerfeiern bei weltlichen Bestattungen nutzen zu dürfen und so die Kosten für die Sanierung zu sparen. „Der Gemeindekirchenrat (GKR) hat sich dagegen ausgesprochen“, wie Commichau auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung informierte. Die Gründe für diese Entscheidung könne man verstehen, müsse sie aber vor allem auch respektieren.

Die Sorge, dass die Hallen künftig gänzlich verfallen und einen unschönen Anblick böten, aber auch kirchenrechtliche Bestimmungen haben den GKR zu dieser Entscheidung geführt, erläuterte Amtsdirektor Thomas Hemmerling auf Anfrage. Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise dann, wenn es im Ort keinerlei andere Möglichkeit zum Abhalten weltlicher Trauerfeiern gäbe, sei einer Kirchgemeinde die Öffnung des Gotteshauses erlaubt. „Dies“, so Hemmerling, „ist ja in beiden Orten nicht der Fall.“

Einen weiteren Aspekt, die Trauerhallen zu erhalten, sieht Hemmerling im eigentliche Zweck der Hallen, die im gesetzlichen Sinne Leichenhallen zur Aufbewahrung der Toten bis zur Bestattung seien. „Heutzutage übernimmt das in der Regel das Bestattungshaus. Aber es kann Fälle geben, wo das nicht der Fall ist. Dann wird eine solche Halle gebraucht.“

Von Uwe Klemens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg