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Potsdam-Mittelmark Weniger Ärger mit Lärm in Werder
Lokales Potsdam-Mittelmark Weniger Ärger mit Lärm in Werder
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02:16 25.12.2015
Partys mit Feuerwerk werden in Werder nicht mehr nur gefeiert sondern auch beantragt, um Ärger zu vermeiden. Quelle: dpa
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Werder

Laute Feiern, dröhnende Konzerte und lärmende Partyboote hatte in den Jahren zuvor den Frieden zwischen Nachbarn und die Erholung in Werder gestört. Ein deutlicher Anstieg der Anzeigen und Beschwerden wegen Ruhestörungen wurde für die Stadt und den anerkannten Erholungsort ab 2010 zu einem ernsthaften Problem. Um es lösen zu können, eröffnete die Stadt einen Runden Tisch mit der Polizei und für betroffene Bürger. „Inzwischen können wir sagen, die regelmäßigen Kontrollen und der Runde Tisch haben sich gelohnt“, betont Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) auf der Jahrespressekonferenz der Stadtverwaltung. „Die Zahl der Verstöße gegen das Lärmschutzgesetz ist allein in diesem Jahr gegenüber 2014 von 26 auf 8 zurückgegangen.“ Für Saß war es genau richtig, die Beschwerden der Bürger sehr ernst zu nehmen. „In den Gesprächen mit den Beteiligten ging es uns darum, die Interessen der Veranstalter und Anwohner mit dem gesetzlich verbrieften Lärmschutz in Einklang zu bringen“, sagt Saß. Wenn es auch noch vereinzelt Klagen gibt, sei es im Zusammenwirken mit den Bürgern und der Polizei gelungen, Veranstaltungen zu genehmigen und dennoch die Nachtruhe der Anwohner zu schützen. „Es hat sich auch bewährt, dass Nachbarn im Vorfeld von Feiern miteinander reden, Partys ankündigen und um Verständnis bitten. Nicht selten hat der Nachbar zum Schluss entspannt mitgefeiert“, sagt Saß mit einem Augenzwickern.

Bereits 2012 konnte sich die Stadt über erste Resultate im Sinne lärmgestresster Anwohner freuen. Waren es im ersten Halbjahr 2012 noch 21 Beschwerden wegen Ruhestörung, verzeichnete die Stadt im Jahr darauf nur noch halb so viele. Darüber hinaus haben mehr Werderaner Feiern und Feuerwerke beantragt und die Stadt annähernd 50 Veranstaltungen genehmigt. Die Behörde in Werder kann laut zuständiger Fachbereichsleiterin Ulrike Paniccia kein Fest grundsätzlich verbieten, jeder könne feiern, so lange er niemanden belästigt. Es werden aber Ausnahmegenehmigungen erteilt, die zum Beispiel Musik erlauben. Jeder Antrag auf Durchführung einer Veranstaltung wird auch in Werder nach einer Richtlinie geprüft. Wenn Veranstaltungen genehmigt werden, sind oft Auflagen damit verbunden. Sie enthalten Angaben zur zulässigen Dezibel-Zahl. „Auch die Zeit der Veranstaltung ist genau festgelegt. Und vom Außendienst werden Kontrollen durchgeführt”, sagt Paniccia. Beschwerden bezogen sich in der Vergangenheit auch auf Lärm, die von Booten auf dem Glindower See ausgingen. „Problematisch gestaltet sich dort das Einschreiten, da das Ordnungsamt Werder auf die Unterstützung durch die Wasserschutzpolizei angewiesen ist”, sagt Paniccia. Aber insgesamt habe man erreicht, dass die Zahl der Beschwerden weniger geworden ist. „Es wurden zwar mehr Ausnahmegenehmigungen erteilt, aber die Entwicklung insgesamt kontrolliert“, sagt Paniccia.

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