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Potsdam-Mittelmark Wenn Lachtauben gar nicht lustig sind
Lokales Potsdam-Mittelmark Wenn Lachtauben gar nicht lustig sind
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16:35 14.02.2016
Erik Karla aus Rathenow brachte seine Lachtauben zur Vogelbörse nach Jeserig/Fläming. Quelle: Tobias Potratz
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Jeserig/Fläming

Was für eine Geräuschkulisse. Die Exoten der regelmäßigen Vogelbörse in Jeserig/Fläming zwitschern, kreischen, gackern oder piepsen. Diesmal sind jedoch auch außergewöhnliche Laute zu hören, die sonst eher aus der Zirkuswelt oder von Kabarettauftritten bekannt sind. Verantwortlich für die heiteren Töne sind an diesem Samstagvormittag fünf graugefiederte Zeitgenossen aus Rathenow. „Das sind Lachtauben“, sagt ihr Züchter Erik Karla und muss selbst kurz schmunzeln, als er mit dem Finger auf den Vogelkäfig deutet. Als jüngster der insgesamt 40 Aussteller ist der 13-Jährige aus dem Havelland angereist und ist bereits zum achten Mal auf der Vogelbörse zu Gast.

Seine vom Namen vermeintlich heiteren Begleiter zeigen sich am frühen Vormittag allerdings noch sehr ruhig und schüchtern. So ist es zu Börsenbeginn eher die Sonne, die lacht und ihre Strahlen durch das Fenster auf den Käfig der Lachtauben wirft. Doch wehe es rückt ein Männchen auf der Stange einem Weibchen zu dicht auf die Pelle oder ein stolzer Täuberich fühlt sich in seinem Revier bedroht. Dann geben diese Vögel Geräusche von sich, die tatsächlich der menschlichen Lache sehr ähneln. Lachen als Ausdruck von Unwohlsein oder Angriffsfreude? Eine Idee, die in der Menschenwelt wohl nur in seltenen Fällen funktionieren würde.

Insgesamt 40 Aussteller vor Ort

Für Erik Karla ist das dagegen Alltag. Insgesamt 15 Lachtauben hat er in seiner heimischen Voliere. Dazu gesellen sich einige Sitticharten und Papageien. Der Nachwuchszüchter hat die Lust an der Arbeit mit Geflügel von seinem Großvater übernommen, der ihm zu Beginn einen Teil seiner Papageienzucht überlies. „Es gibt keine Vögel, die ich nicht mag. Ich interessiere mich für alle Arten“, sagt der Junge und meint damit auch die Vielfalt der Arten, die weitere Aussteller im Gepäck haben. „Ich komme sehr gern hierher. Es macht großen Spaß Erfahrungen auszutauschen und die Vielfalt der Vögel zu sehen“, sagt der junge Züchter.

Knapp 40 Aussteller, die hauptsächlich aus dem Land Brandenburg und Berlin angereist sind, präsentieren an diesem Tag ihre gefiederten oder auch vereinzelt felligen Wegbegleiter. Vom kleinen müden nachtaktiven Feldhamster, über gackernde chinesische Zwergwachteln bis hin zu flinken und aufgedrehten Prachtfinken ist alles dabei. Hingucker sind unter anderem bunte Papageien und weiße Steinhühner.

Veranstalter und Wiederbeleber der vor Jahren mal eingeschlafenen Vogelbörse ist Uwe Meier. Er kann diesmal insgesamt knapp 100 Gäste begrüßen. Mit Blick auf die anstehenden Frühlingsgefühle der Vögel in der Balzzeit zieht es viele Interessierte in die Ausstellungshallen. Für die Züchter geht es ums Fachgespräch und Kontakte zu Gleichgesinnten. Frisches Blut soll ihre Zuchten beleben.

Uwe Meier hat die Börse wiederbelebt

Doch nicht nur Tiere, sondern auch spezielles und teilweise von Hand gefertigtes Zubehör wie Papageiengehege mit eingespannten Naturästen oder auch hochwertiges Körnerfutter kann bestaunt und erworben werden. Letzteres lässt auch die nicht immer fröhlichen Herzen der grauen Lachtauben höher schlagen.

Termin: Die nächste Vogelbörse in Jeserig/Fläming findet satt am 12. März von 8 bis 12 Uhr.

Von Tobias Potratz

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