Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneefall

Navigation:
Wenn Werder wieder zur Kunstinsel wird

Kunsthandwerkermarkt im August Wenn Werder wieder zur Kunstinsel wird

Am letzten August-Wochenende ist es wieder soweit: 55 Künstler, Töpfer und Kunsthandwerker kommen mit ihren Unikaten oder Werkstätten auf die Werderaner Insel und zeigen, was sie haben. Neben etlichen Stammgästen freut sich Organisatorin Cornelja Hasler auch wieder auf einige Neulinge. Das besondere Flair bei der Kunstinsel hat sich rumgesprochen.

Voriger Artikel
Überlebender Jungstorch wird flügge
Nächster Artikel
Mit pinken Schuhen gegen Brustkrebs

Bis zu 6000 Menschen besuchten die Kunstinsel Werder auf den Marktplatz in den vergangenen Jahren.

Quelle: Cornelja Hasler

Werder. Wenn der Marktplatz auf der Werderaner Insel einmal im Jahr zur Open-Air-Galerie für Kunst, Design und Kunsthandwerk wird, hat Cornelja Hasler von Kunsthand Berlin ihre Finger im Spiel. Seit 2010 veranstaltet sie die „Kunstinsel Werder“ – eine Messe für Unikate und Kleinserien direkt aus Künstlerhand, die im vergangenen Jahr etwa 6000 Gäste anlockte. Am 26. und 27. August bevölkern insgesamt wieder 55 Künstler von 11 bis 18 Uhr den Marktplatz. Parallel öffnen auch die heimischen Künstler auf der Insel ihre Ateliers und Galerien. Mit dabei ist zum Beispiel die Handweberein Birgit Lüdicke, die zarte Schals aus Leinen und kuschelige Jacken und Decken aus Wolle, Seide und Mohair in verschiedenen Farben webt. Maren Sahlbauer ist Goldschmiedin aus Glindow und präsentiert auf dem Markt erlesenen Schmuck, den sie auch speziell auf Kundenwunsch anfertigt.

„Dieser Markt im August steht mittlerweile auf der Liste der Künstler. Es hat sich rumgesprochen, dass dort die Qualität im Vordergrund steht“, berichtet Cornelja Hasler. Während etliche Aussteller schon seit Jahren zur Kunstinsel nach Werder kommen, sind in diesem Jahr auch wieder einige Neulinge aus ganz Deutschland dabei. Antje Heubach aus Weida in Thüringen etwa bindet entgegen der modernen Produktion auf traditionelle Art und Weise Bücher und stellt andere nützliche Dinge wie Dosen, Schachteln und Klappkarten her. Premiere auf dem Kunstmarkt hat in diesem Jahr auch Jane Vierath aus Berlin mit ihrem Filzatelier „BärCity“. Vor etwa zehn Jahren entdeckte die Künstlerin auf der Suche nach neuen Werkstoffen australische Merinowolle und stieß fasziniert von der Beschaffenheit und Farbvielfalt auf die Technik des Handfilzens. Sie fertigt unter anderem Windlichter, Kränze oder Lampenschirme an.

Der Markt hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Internet

Peter Klarhorst reist aus Wolfsburg an und gilt als Institution im kunsthandwerklichen Bereich, erklärt die Organisatorin Cornelja Hasler. Er ist gelernter Drucker, hat einige Jahre freie Grafik und Malerei studiert und sich auf die Herstellung von originellem Briefpapier spezialisiert. Nicole Mietzner von „Bauklang“ aus Berlin wird dagegen einige ihrer Holzmöbel für Kinder zeigen, darunter zum Beispiel Spielküchen. Auch die im vergangenen Jahr sehr beliebten Handspielpuppen aus dem Breisgau sind wieder dabei. Die meisten der Kunsthandwerker, Töpfer und Künstler leben von ihren Werken und verkaufen ihre Waren über das Internet, sagt Cornelja Hasler, die mit Kunsthand mittlerweile elf Veranstaltungen im Jahr organisiert. Auf dem Markt können die Unikat-Liebhaber die Stücke vor dem Kauf sehen, fühlen und daran riechen. „Das ist natürlich ein großer Vorteil gegenüber dem Internethandel und wird von vielen geschätzt“, sagt sie.

Wer die Kunstinsel aus einer anderen Perspektive entdecken will, kann sich der Stadtführerin Jutta Enke und ihrem Spaziergang zum Thema „Dem märkischen Karl Hagemeister auf der Spur“ anschließen. Treffpunkt ist am Sonnabend um 16 Uhr der Brunnen auf dem Marktplatz. Die Teilnahme kostet 6 Euro. Der Eintritt zur Kunstinsel selbst ist kostenfrei.

Von Luise Fröhlich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg