Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Wenn Werder wieder zur Kunstinsel wird
Lokales Potsdam-Mittelmark Wenn Werder wieder zur Kunstinsel wird
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:25 15.08.2017
Bis zu 6000 Menschen besuchten die Kunstinsel Werder auf den Marktplatz in den vergangenen Jahren. Quelle: Cornelja Hasler
Werder

Wenn der Marktplatz auf der Werderaner Insel einmal im Jahr zur Open-Air-Galerie für Kunst, Design und Kunsthandwerk wird, hat Cornelja Hasler von Kunsthand Berlin ihre Finger im Spiel. Seit 2010 veranstaltet sie die „Kunstinsel Werder“ – eine Messe für Unikate und Kleinserien direkt aus Künstlerhand, die im vergangenen Jahr etwa 6000 Gäste anlockte. Am 26. und 27. August bevölkern insgesamt wieder 55 Künstler von 11 bis 18 Uhr den Marktplatz. Parallel öffnen auch die heimischen Künstler auf der Insel ihre Ateliers und Galerien. Mit dabei ist zum Beispiel die Handweberein Birgit Lüdicke, die zarte Schals aus Leinen und kuschelige Jacken und Decken aus Wolle, Seide und Mohair in verschiedenen Farben webt. Maren Sahlbauer ist Goldschmiedin aus Glindow und präsentiert auf dem Markt erlesenen Schmuck, den sie auch speziell auf Kundenwunsch anfertigt.

„Dieser Markt im August steht mittlerweile auf der Liste der Künstler. Es hat sich rumgesprochen, dass dort die Qualität im Vordergrund steht“, berichtet Cornelja Hasler. Während etliche Aussteller schon seit Jahren zur Kunstinsel nach Werder kommen, sind in diesem Jahr auch wieder einige Neulinge aus ganz Deutschland dabei. Antje Heubach aus Weida in Thüringen etwa bindet entgegen der modernen Produktion auf traditionelle Art und Weise Bücher und stellt andere nützliche Dinge wie Dosen, Schachteln und Klappkarten her. Premiere auf dem Kunstmarkt hat in diesem Jahr auch Jane Vierath aus Berlin mit ihrem Filzatelier „BärCity“. Vor etwa zehn Jahren entdeckte die Künstlerin auf der Suche nach neuen Werkstoffen australische Merinowolle und stieß fasziniert von der Beschaffenheit und Farbvielfalt auf die Technik des Handfilzens. Sie fertigt unter anderem Windlichter, Kränze oder Lampenschirme an.

Der Markt hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Internet

Peter Klarhorst reist aus Wolfsburg an und gilt als Institution im kunsthandwerklichen Bereich, erklärt die Organisatorin Cornelja Hasler. Er ist gelernter Drucker, hat einige Jahre freie Grafik und Malerei studiert und sich auf die Herstellung von originellem Briefpapier spezialisiert. Nicole Mietzner von „Bauklang“ aus Berlin wird dagegen einige ihrer Holzmöbel für Kinder zeigen, darunter zum Beispiel Spielküchen. Auch die im vergangenen Jahr sehr beliebten Handspielpuppen aus dem Breisgau sind wieder dabei. Die meisten der Kunsthandwerker, Töpfer und Künstler leben von ihren Werken und verkaufen ihre Waren über das Internet, sagt Cornelja Hasler, die mit Kunsthand mittlerweile elf Veranstaltungen im Jahr organisiert. Auf dem Markt können die Unikat-Liebhaber die Stücke vor dem Kauf sehen, fühlen und daran riechen. „Das ist natürlich ein großer Vorteil gegenüber dem Internethandel und wird von vielen geschätzt“, sagt sie.

Wer die Kunstinsel aus einer anderen Perspektive entdecken will, kann sich der Stadtführerin Jutta Enke und ihrem Spaziergang zum Thema „Dem märkischen Karl Hagemeister auf der Spur“ anschließen. Treffpunkt ist am Sonnabend um 16 Uhr der Brunnen auf dem Marktplatz. Die Teilnahme kostet 6 Euro. Der Eintritt zur Kunstinsel selbst ist kostenfrei.

Von Luise Fröhlich

Dem Drama folgt ein glückliches Ende: Nach dem Tod zweier Jungstörche auf dem Kirchendach von Deetz (Potsdam-Mittelmark) beim Jahrhundertregen im Juni, wird das überlebende Jungtier nun flügge und verlässt immer häufiger den Horst.

15.08.2017

Vor 500 Jahren hat Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen und damit die Reformation ausgelöst. Das wird nicht zuletzt von der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ thematisiert. Und natürlich vom Theater 89, das in ihrem Auftrag auf Tournee durch die Mark ist und sich vor historischen Kulissen in Szene setzt.

15.08.2017

Stark beschädigt wurden zwei Autos am Dienstagmorgen bei einem Unfall in Treuenbrietzen. Sie waren gegen 8.55 Uhr nach einem Vorfahrtsfehler im Umfeld der Grundschule kollidiert. Die beiden Kraftfahrer blieben unverletzt. Die Kreuzung von Albert-Schweitzer-Straße und Kameruner Weg konnte gegen 10.30 Uhr wieder freigegeben werden.

15.08.2017