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Potsdam-Mittelmark Wenn die Flucht noch lange nicht vorbei ist
Lokales Potsdam-Mittelmark Wenn die Flucht noch lange nicht vorbei ist
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18:20 14.10.2015
In Ziesar gestrandete Flüchtlinge aus Altengrabow. Quelle: Christian Griebel
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Ziesar

Erschöpft, durchnässt, hilflos – das Flüchtlingschaos erreicht das 2500-Einwohner-Städtchen Ziesar. Rund 50 Männer und Frauen haben am Mittwoch bei strömenden Regen und auf eigene Faust ihr Aufnahmequartier in der Kaserne Altengrabow (Jerichower Land) verlassen und sich zu Fuß über die Landesgrenze ins brandenburgische Ziesar durchgeschlagen. Von dort wollten sie zum Brandenburger Hauptbahnhof, um anschließend mit dem Zug nach Berlin weiterzureisen. Dem Vernehmen nach sollen insgesamt 200 Personen Altengrabow verlassen haben. Ein Teil schlug wohl den Weg über die Autobahn ein.

Zunächst strandeten die Flüchtlinge am Nachmittag an der HEM-Tankstelle in der Schopsdorfer Chaussee/Frauentor, wo sie sich mit Telefonkarten und Kaffee versorgten. Mit Genehmigung des Betreibers durften sie in der Waschanlage Schutz vor dem Regen suchen. Ziesars Amtsbrandmeister Andy Laube verteilte als erste Hilfsmaßnahme Einmal-Decken aus Feuerwehrbeständen. „Der Landkreis hatte darum gebeten, dass ich mir ein Bild über die Lage mache“, sagte Laube der MAZ.

Brandenburger Polizei sichert die Tankstelle in Ziesar ab. Quelle: Christian Griebel

Zwar war die Aufregung in Ziesar groß, doch blieb die Lage friedlich. Ein Großaufgebot an Polizei sicherte das Gelände ab. Der DRK-Kreisverband Brandenburg erhielt den Auftrag die Flüchtlinge mit Kleinbussen zurück ins anhaltinische Altengrabow zu bringen, was am frühen Abend nach einigen Diskussionen erfolgte. Wie viele Personen sich dennoch auf dem Weg nach Berlin befinden, ist derzeit unklar.

Nach Klietz ist Altengrabow nicht ganz überraschend zum zweiten Flüchtlingsquartier der Bundeswehr an der Landesgrenze geworden. Platzkommandant Eugen Poch musste in dieser Woche auf Antrag des Magdeburger Innenministeriums zwei Blöcke auf dem Truppenübungsplatz für die Ankunft von rund 400 Menschen vorbereiten, berichtet die Burger Volksstimme. Um die Quartiere wurde ein eigener Zaun aufgebaut. Die Flüchtlingsunterkunft hat eine eigene Zufahrt bekommen. Der Übungsbetrieb beschränkt sich derzeit nur auf den Tag. „Die Absicherung der Waffen sei gewährleistet“, versicherte Poch bei einer Einwohnerversammlung in Dörnitz. Der 214-Seelen-Ort befindet sich am Eingang zum Übungsplatz. Die Dörnitzer reagierten teilweise mit Sorge und Angst auf die Einquartierung. Aber es gab auch andere Stimmen, die an DDR-Zeiten erinnerten: „Wir haben hier früher mit 70 000 Russen gelebt. Das hat auch funktioniert.“

Von Frank Bürstenbinder

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