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Wenn die Nachbarn vom Rauch genervt sind

Klagen über Herbstfeuer Wenn die Nachbarn vom Rauch genervt sind

Herbstzeit ist Feuerzeit. Für Gartenfeuer gelten aber strickte Regeln. Darauf weist das Ordnungsamt Brück (Potsdam-Mittelmark) aus aktuellem Anlass hin. Dort häufen sich derzeit nämlich wieder Beschwerden über Rauchbelästigungen. Ab und an wird dann auch ein Verwarngeld fällig.

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Herbstzeit ist Feuerzeit: Für Gartenfeuer gelten aber strickte Regeln.

Quelle: MAZ/Archiv

Brück. Kaum ist es Herbst, häufen sich im Ordnungsamt der Brücker Amtsverwaltung wieder Beschwerden von Bürgern zu Rauchbelästigungen durch Gartenfeuer. Das bestätigt Marion Jahn, Leiterin des Fachbereiches Bauen und Ordnung.

Die Anrufer ärgern sich, wenn zum Trocknen aufgehängte Wäsche nochmals gewaschen werden muss oder durch das offene Schlafzimmerfenster hereinziehender Rauch zu schlaflosen Nächten führt. „Dabei ist das Verbrennen von Gartenabfällen aus privaten Hausgärten im Land Brandenburg bereits seit vielen Jahren generell untersagt“, stellt Marion Jahn klar. Demnach zählen zu Gartenabfällen neben Kartoffelkraut und Laub auch frischer Baumverschnitt, Nadeln, Rasenschnitt sowie frisches Strauchwerk.

Bußgelder bis zu 5000 Euro drohen

Im Herbst wie auch im Frühjahr, wenn in Gärten Bäume und Büsche geschnitten werden, häufen sich aber stets Beschwerden. Schwerpunkt sind aktuell die Waldgemeinden Borkheide und Borkwalde, erklärt Jahn. „Nach wie vor gibt es Bürger, die alles, was sie im Garten zusammenharken oder abschneiden, zu einem Feuer aufschichten und verbrennen“, sagt die Ressortchefin. Die Folge seien oft tagelang anhaltende Belästigungen der Nachbarschaft durch Rauchgeruch. Dabei drohen bei Verstößen gegen das Verbot Bußgelder bis zu 5000 Euro. Das Amt Brück verhängt ab und an ein Verwarngeld bis zu 35 Euro.

Sünder schwer zur Rechenschaft zu ziehen

Denn die Verfolgung der Sünder sei manchmal schwierig. „Viele Nachbarn beschweren sich über den Qualm, jedoch die wenigsten zeigen bestimmte Personen an oder melden sich, noch während das Feuer brennt“, erzählt Jahn. Doch wenn die Feuer bereits am Verlöschen sind, sei nicht mehr erkennbar, ob verbotene Stoffe oder eben doch nur trockenes Holz verbrannt wurde.

Das Ordnungsamt rät allgemein dazu, Grünschnitt und Laub selbst zu kompostieren oder bei einer Kompostieranlage oder dem Abfallentsorger abzugeben.

Kleine Holzfeuer sind erlaubt

Gestattet ist dagegen das Entzünden kleiner Holzfeuer mit trockenem, naturbelassenem Holz. „Da Holz aber sehr langsam trocknet, sollte es vor dem Verbrennen etwa zwei Jahre gut durchlüftet gelagert werden“, erklärt Marion Jahn. „Wenn dann auch die erforderlichen Sicherheitsabstände eingehalten werden und sichergestellt ist, dass die Nachbarschaft nicht belästigt und auf keinen Fall gefährdet wird, Wind und Wetter mitspielen, der Stapel einen Kubikmeter nicht überschreitet und die Brandstelle bis zum vollständigen Verlöschen überwacht wird, ist gegen ein romantisches Lagerfeuer nichts einzuwenden“, sagt die Leiterin des Brücker Ordnungsamtes. Dessen Mitarbeiter beraten auch bei Fragen zum Verbrennen im Freien.

Kontakt : Das Ordnungsamt der Amtsverwaltung Brück ist zu erreichen per E-Mail unter ordnung@amt-brueck.de oder unter Tel. 03 38 44/6 23 37.

Von Thomas Wachs

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