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Werder-Buch für die ganze Familie

Neuer Stadtführer zum Schulanfang Werder-Buch für die ganze Familie

Seit 40 Jahren arbeitet Christine Pohl als Erzieherin in Kindertagesstätten. Nach ihrem Umzug von Michendorf nach Werder hat sie die Blütenstadt neu inspiriert. Entstanden ist ein Stadtführer für Groß und Klein mit Kurzgeschichten über das vergnügliche Leben von Moppel und Mücke in Werder an der Havel.

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Christine Pohl nimmt in ihrem Buch die Leser mit auf die Reise durch Werder.

Quelle: privat

Werder. Christine Pohl hat so manche schlaflose Nacht hinter sich. Dabei hat die Werderaner Kita-Erzieherin gerade Urlaub. Aber ihr neues Werk „Die Abenteuer von Moppel und Mücke“ soll zum Schulanfang vollendet sein. Es ist nicht ihr erstes Buch für Kinder. „Doch diesmal sollen es nicht nur Geschichten zur Nacht sein. Ich wünsche mir, dass das Buch der ganzen Familie Vergnügen bereitet“, sagt Pohl. „Es ist wohl das erste Werder-Buch für die ganze Familie.“

Die Erzieherin hat sich die Arbeit als Autorin nicht leicht gemacht. Bevor die ersten Geschichten in den Druck gingen, mussten sie den Test der kleinen Zuhörer in der Kita Eichenhof in Werder bestehen. „Ja, ich habe wirklich Seiten zerrissen, Geschichten überarbeitet, wenn ich beim Vorlesen spürte, dass mein Märchen die Kinder eher langweilig fanden“, gesteht die 57-Jährige. Doch das Leben und die Abenteuer von Frosch Moppel und Mücke in Werder sind alles andere als eintönig. Sie nehmen den Leser bei der Erkundung von Werder an die Hand, sorgen für jede Menge Spaß und erklären, was viele der Jüngsten bis her noch nicht wussten. Dabei erfahren die Kinder nicht nur, dass es in Werder ein Pektinwerk gibt, sondern auch was es leistet. Auch wenn die Mücke im Sturzflug unsanft auf der Bockwindmühle der Insel Werder landet, der tolle Ausblick auf die Stadt und die „Menschlinge“ lässt alle Schmerzen schnell vergessen.

Schon immer hat Christine Pohl ihren drei eigenen Kindern, den vier Enkeln und den Kleinen in der Kita Geschichten erzählt, die sie sich selbst ausgedacht hat. „Wer mich kennt, wird mich irgendwie auch in Mücke wiedererkennen. Denn kaum bin ich hier, schon bin ich dort, kaum bin ich dort, schon bin ich fort“, sagt die Werderanerin, die 2012 nach Werder zog und sich „ausgesprochen wohl fühlt“ in der Stadt. „Sie hat mich mit ihren vielen schönen Flecken regelrecht inspiriert, dieses Buch zu schreiben“, sagt Christine Pohl. Mit ihrer Begeisterung hat sie ihre Tochter Katja Ledder angesteckt. Die Grafikerin half der Mutter bei der Gestaltung so gut sie konnte. Und mit dem Maler Tino Würfel war das Trio für das neue Buch komplett.

Künstler Tino Würfel machte in seinen Zeichnungen zum Text aus der dürren Mücke ein liebenswertes Wesen auf der Suche nach Abenteuern. Frosch Moppel scheint der Ruhepol, nimmt sich aber gerne wichtig, aus Würfels Illustrationen unschwer zu erkennen.

Offensichtlich haben die Macher, die Figuren und deren Erlebnisse in der Blütenstadt überzeugt, denn 34 Sponsoren haben die Herausgabe der Lektüre unterstützt. Vorerst ist der Druck von 5000 Exemplaren geplant. 600 Vorbestellungen hat Christine Pohl schon entgegen genommen. „Auch wenn es ganz schön anstrengend war, hat es mir so viel Spaß gemacht, dieses Buch zu schreiben. Andere treiben Sport, ich schreibe Bücher.“ Und für die nächsten Geschichten hat sich die Autorin schon heute Potsdam als Ort des Geschehens ausgesucht.

Von Regine Greiner

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