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Potsdam-Mittelmark Werder Classics geht in die zweite Runde
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder Classics geht in die zweite Runde
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17:52 16.05.2017
Harald Klostermann in seiner Werkstatt vor einem über 40 Jahre alten Mercedes Benz S-Klasse (Baujahr 1976) Quelle: Stefanie Wagner-Leppin
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Werder

Es ist eine Szene wie aus einem Schwarz-Weiß-Film. Eine Gruppe junger Leute sitzt am Ufer der Havel. Aus dem Grammophon tönt Musik der 1920er-Jahre. Im glänzend-schwarzen Lack der Vorkriegs-Oldtimer spiegeln sich die Schönwetter-Wolken. Und doch spielt alles im Hier und Jetzt. Das Oldtimerfestival „Werder Classics“ wird auch bei seiner zweiten Ausgabe am kommenden Wochenende, 20. und 21. Mai, zu einer Zeitreise in das vergangene Jahrhundert einladen.

Der Veranstalter Harald Klostermann freut sich, dass das Familienevent nach der sehr erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr erneut auf der historischen Werderaner Insel stattfinden kann. „Das Festgelände ist jetzt doppelt so groß wie 2016. Besonders am Sonnabend war es damals ganz schön eng. Es gab sogar einen Oldtimer-Stau durch ganz Werder. Am gesamten Wochenende wurden über 1850 Fahrzeuge und mehr als 8500 Zuschauer gezählt. Das war ein sensationeller Auftakt. „Und in diesem Jahr erwarten wir noch wesentlich mehr“, berichtet der Klostermann, der Geschäftsführer einer Firma für Spezialfahrzeug-Bau in Werder ist.

Kultige Fahrzeuge, kultige Besitzer

Zu den beliebtesten Foto-Motiven der Besucher-Kameras wird diesmal wohl der sogenannte „James Dean“-Porsche Spyder gehören, der auch an der großen Ausfahrt am Sonntag teilnehmen wird. Außerdem gibt es neben historischen Motorrädern, Autos und Lkws erstmals auch Oldtimer-Boote zu bestaunen. „Das war wirklich schwierig. Es gibt in der Region relativ wenige historische Boote. Einige können wir am Wochenende zeigen“, sagt Harald Klostermann stolz. Besonders glamourös: eine Jacht der legendären italienischen Motorboot-Werft „Riva“, die auf einem historischen Volvo-Lkw herangefahren wird. Das Schmuckstück aus edlem Mahagoni zählte in der Jet-Set-Szene der 1950er-bis 1970er-Jahre unter anderen Brigitte Bardot, Sean Connery und Richard Burton zu seinen Fans. Und bei einigen der historischen Boote ist es sogar möglich, eine Spritztour um die Werderaner Insel zu machen – abgelegt wird direkt an der Regattastrecke.

Ein besonderer Hingucker sind übrigens nicht nur die Fahrzeuge – auch ihre Besitzer sind kultig. Von Petticoat bis Schlaghosen, von Elvis-Tolle bis 20er-Jahre-Wasserwellen-Frisur: wer einen Oldtimer pflegt, der lebt sein Hobby. Veranstalter Harald Klostermann ermuntert jedermann, mit den Besitzern ins Gespräch zu kommen: „Das ist kein stumpfes Museum, wo man nie einen Motor anlassen kann. Wer fragt, kann sich sicher bei dem einen oder anderen auch mal hinters Steuer setzen und am Lenkrad drehen.“ Dazu gibt es an den beiden Festival-Tagen auch die passende Musik. Zwei Live-Bands spielen auf der Bühne am Markt.

In Erinnerungen an die Kindheits- und Jugendtage schwelgen

Hier können auch die Besucher zeigen, wie viel Rock’n’Roll in ihnen steckt. Wem das nicht reicht, der kann in diesem Jahr erstmals eine Oldie-Nacht erleben. Für diese Abendveranstaltung mit DJ und Konzert im Schützenhaus kostet ein Ticket im Vorverkauf 18 Euro, an der Abendkasse 24 Euro. „Wir wollen, dass alle ein wunderbares Wochenende haben“, sagt Klostermann: „Jeder soll sich an seine Kindheits- oder Jugendtage erinnert fühlen. Die Besucher sollen erfahren, dass Werder und die Insel ein besonders schöner Flecken Erde ist. Und alle sollen wiederkommen, auch wenn hier gerade kein Oldtimertreffen stattfindet.“

Info: Los geht’s an beiden Tagen um 10 Uhr.

Von Stefanie Wagner-Leppin

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