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Werder (Havel) Neue Ausstellung mit zwei Künstlern
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Neue Ausstellung mit zwei Künstlern
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13:24 11.07.2018
Kleinformat von Ann-Louise Schwieger, ohne Titel, Ausstellung in der Stadtgalerie Kunst-Geschoss Quelle: Weber
Werder

Der „Schritt zu Zweit“ findet seine Fortsetzung: Nach der diesjährig vielbeachteten Ausstellung „pas de deux I“ mit den keramischen Objekten von Corinna Dahme und der Malerei von Hans-Georg Käberich werden jetzt im Jubiläumsjahr der Stadtgalerie unter dem Titel „pas de deux II“ Malerei in kleinen Formaten von Ann-Louise Schwieger (geb. Carlsson) und keramische Schwarz-/Rauchbrand-Objekte von Wolfram Boden gezeigt. Die Vernissage findet am Mittwoch, 18. Juli, um 19 Uhr im Kunst-Geschoss, Uferstraße 10 statt. Beide Künstler werden anwesend sein.

Die Schwedin Ann-Louise Schwieger lebte viele Jahre in Hamburg und zog der 90er Jahre nach Werder, wo sie immer noch ihren Zweitwohnsitz hat. Die Künstlerin hat ein frohes Gemüt und liebt die hellen und sonnigen Farben. Wer der Künstlerin beim Arbeiten zusieht, ist erstaunt mit welcher Unbefangenheit sie an das Werk geht. Großflächige Aquarellbögen werden mit klaren und leuchtenden Farben und großen Pinseln regelrecht eingeschwemmt. Die dabei produzierten Zufälligkeiten sind eine Inspiration für weitere Arbeitsschritte. Die Künstlerin lässt diese Bögen längere Zeit liegen. Nach Tagen, Wochen oder Monaten werden sie aus der Vergessenheit geholt und beginnen inhaltlich mit ihr „zu sprechen“. Jetzt kommt die eigentliche Arbeitsphase. Aus den Zufälligkeiten entwickelt die Künstlerin das Motiv, welches sie mit grafischen Techniken umsetzt.

Unterschiede in der Arbeit mit dem Zufall

Die Arbeit mit dem Zufall ist für die Künstlerin ein wichtiger Aspekt. In ihrer Acryltechnik nutzt sie ihre Papierpaletten mit dem zufällig gemischten Farbduktus, um daraus ebenfalls in grafischer oder collagierender Technik Bildinhalte zu entwickeln. Neben diesen „Farbexplosionen“ sind die kleinen Bildformate, für die sie ihre Großformate ganz bewusst zerschneidet, ein Markenzeichen von Ann-Louise Schwieger geworden. Die Künstlerin lebt in Schweden auf der Insel Tjörn.

Ausschnitt von „Schwarze Sonne I“ – einem Rauchbrand von Wolfram Boden. Quelle: Weber

Völlig anders geht der Colditzer Keramiker Wolfram Boden ans Werk. Der ausgebildete Kerameinrichter hat an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg studiert. Der Studienort spricht bei Kennern für sich. Anfangs beschäftigte sich Wolfram Boden mit Vasen und Gefäßen. Später entwickelte sich die Liebe zu baugebundenen Wandplatten, die mittlerweile sein Erkennungsmerkmal sind. Den Aufbau seiner Platten überlässt der Künstler nicht dem Zufall, es sind keramische Designobjekte, die in klarer Form und Ästhetik zu uns „sprechen“. Der vollendende Prozess ist der Brennvorgang, den Wolfram Boden im offenen Feuer lenkt. Durch Feuer verschiedener Intensität wird eine bestimmte Färbung der Keramik erzielt, der Rauch- und Schwarzbrand erzeugt differenzierte Oberflächen, die dem künstlerischen Anliegen förderlich sind.

In der Ausstellung vereinen sich die klaren keramischen Objekte von Wolfram Boden mit den vielen kleinen Formaten von Ann-Louise Schwieger und bilden einen wohltuenden Ruhepol im Raum - im Jahr 2018 ein zweiter „pas de deux“ in der Stadtgalerie. Zu sehen ist die Exposition bis Sonntag, 2. September, zu den Öffnungszeiten donnerstags, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr. Eintritt ist frei.

Von MAZonline

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