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Werder (Havel) Bau der neuen Kita kann beginnen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Bau der neuen Kita kann beginnen
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21:37 05.12.2018
Fläche für die neue Kita in Bliesendorf, vor der Awo-Kita Spatzenhaus
Werder

Der Kampf um die Baugenehmigung für den neuen Kindergarten in Elisabethhöhe war erfolgreich. Im April hatte die Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder (HGW) den Modulbau an der Poststraße beantragt und erhielt nun verspätet den Startschuss, wie Vize-Aufsichtsratvorsitzender Hermann Bobka (CDU) am Mittwoch bekannt gab. Ursprünglich sollte die Einrichtung für 100 Kinder schon eröffnet sein. Doch der Streit um Standort und Fläche, ein fehlender Löschwasserbrunnen und eine Kolonie Waldameisen zogen das Verfahren in die Länge.

Inzwischen sind die Baukosten um ein einiges gestiegen. Schlug der vor einem Jahr eröffnete Vorbild-Bau der Kita „Havelzwerge“ in der Adolf-Damaschke-Straße noch mit 2,9 Millionen Euro zu Buche, wird die HGW für den neuen Modulbau voraussichtlich 3,6 Millionen Euro ausgeben müssen. „Die Fertigstellung ist im Jahr 2019 geplant“, sagte Hermann Bobka. Um das Bauvorhaben schnell umsetzen zu können, hatte HGW-Chef Thomas Lück vorgesorgt und wusste schon im Spätsommer, welche Firma bauen wird. Ob es ein städtischer Kindergarten oder eine Kita in freier Trägerschaft wird, sei hingegen noch offen. Vor Jahresende soll das Gelände für die Bauarbeiten vorbereitet werden, kündigte Hermann Bobka weiter an. Auch der Löschwasserbrunnen wird, wenn das Wetter mild bleibt, in den nächsten Wochen gebohrt.

Waldameisen wurden umgesiedelt

Probleme gab es mit der Fläche in direkter Nachbarschaft zur Awo-Kita „Spatzenhaus“, weil sie im Außenbereich liegt und ein Stück Wald in Bauland umgewandelt werden musste. Die Naturschutzbehörde entdeckte außerdem ein Volk Roter Waldameisen, das Ende August umgesiedelt wurde. Die Tiere leben nun im Wald auf der anderen Seite der Straße. Diese Hürden zerschlugen die Hoffnungen der HGW, die Baugenehmigung schnell zu bekommen. Streit über den Standort in Elisabethhöhe kam bereits zu Beginn unter den Politikern auf. Die SPD-Fraktion kritisierte zum Beispiel, dass er zu entlegen für die Werderaner wäre, bei denen der Bedarf an Kitaplätzen am höchsten ist. Für die Havelauen-Bewohner etwa sind es rund zehn Kilometer.

Zudem wollen Stadt und Hoffbauer-Stiftung ganz in der Nähe in Glindow auf dem neuen Bildungscampus eine weitere Kita bauen. Dies ist allerdings der Ersatz für die Einrichtung auf der Insel, die langfristig nicht mehr für die Betreuung von Kindern genutzt werden kann (MAZ berichtete). Die Sozialdemokraten hätten den Ausbau von Kindergärten in der Kernstadt bevorzugt. Im Juni hatten die Stadtverordneten über Ideen für temporäre Alternativen diskutiert. Bis zum Jahresende sollten zuletzt rund 200 Kitaplätze in Werder fehlen, teilte Stadtsprecher Henry Klix am Mittwoch auf MAZ-Anfrage mit. Ein Zustand, der schon längere Zeit anhält.

Keine Alternativvorschläge eingegangen

„Die anderen Fraktionen waren aufgefordert, konkrete Standortalternativen zu benennen. Soweit ich weiß, sind bis jetzt keine Vorschläge eingegangen“, sagte Peter Kreilinger, Vize-Vorsitzender der CDU-Fraktion. Nur das Kemnitzer Gemeindezentrum stand für kurze Zeit zur Debatte. Ortsvorsteher Joachim Thiele (SPD) verteidigte es aber als stark genutzten Treffpunkt.

Rettungswache wird erweitert

Bis zum 30. Juni 2019 will die Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder (HGW) die Rettungswache in der Damaschke-Straße ausbauen. In den neuen Räumen sollen künftig Rettungssanitäter ausgebildet werden. Die Kosten liegen voraussichtlich bei rund 370 000 Euro.

Die Wohnumfeldverbesserungen am Hamburger Ring sind inzwischen weit vorangeschritten und werden teils noch in diesem Jahr abgeschlossen.

Von Luise Fröhlich

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