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Werder (Havel) Das droht Schlägern auf dem Baumblütenfest
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Das droht Schlägern auf dem Baumblütenfest
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10:53 28.04.2018
Zum diesjährigen Baumblütenfest werden Tausende Besucher erwartet. Quelle: Bernd Gartenschläger
Werder

Immer Anfang Mai wird Werder an der Havel zum Feierort und Besuchermagnet, aber auch zum Kriminalitätsschwerpunkt. Immer dann, wenn in dem Ort das Baumblütenfest gefeiert wird. Dann geraten Betrunkene aneinander und prügeln aufeinander ein. Für die Polizei sind die zehn Tage mit einem ihrer größten Einsätze verbunden. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass während des Baumblütenfests die Polizei immer in Alarmbereitschaft sein muss. Sie hat am Donnerstag Zahlen veröffentlicht, die zeigen, dass rund ein Viertel aller Straftaten, die in Werder begangen werden, auf dem Baumblütenfest registriert werden.

Werder, 1. Mai 2017 – Strahlender Sonnenschein hat dafür gesorgt, dass die Stadt Werder am Sonntag einen wahren Besucheransturm erlebte. Aber auch am Montag war das Volksfest sehr gut besucht. MAZ-Fotograf Julian Stähle war dabei.

Ein Überblick der Polizei:

2017 sind in Werder insgesamt 1220 Straftaten registriert worden, 289 davon auf dem Baumblütenfest. Das entspricht einem Anteil von 23,7 Prozent.

2016 waren es von 1287 Straftaten, rund 15 Prozent (198) davon auf dem Baumblütenfest.

2015 wurden insgesamt 1055 Strafanzeigen erfasst, davon 259 (24,5 Prozent) auf dem Baumblütenfest.

2014 gab es insgesamt 1076 Straftaten, wovon 246 dem Baumblütenfest zuzuordnen sind. Dies entspricht einem Anteil von 22,9 Prozent.

Entsprechend gut sei die Polizei auf das diesjährige Fest vorbereitet, wie Karsten Schiewe, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion West, sagt: „Wir werden einen auf polizeiliche Präsenz ausgerichteten Einsatz durchführen, um jederzeit ansprechbar zu sein sowie Straftaten konsequent festzustellen und ahnden zu können.“

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Man rechne mit sogenannten volksfesttypischen Straftaten. Damit meint die Polizei vor allem Schlägereien. Man werde in solchen Fällen zügig einschreiten, sagt Schiewe. „Wer Straftaten begeht, muss neben der Strafanzeige mit einem Aufenthaltsverbot rechnen“, sagt Schiewe. Schläger müssen außerdem damit rechnen, auch für den Rest des Fests ein Aufenthaltsverbot bekommen.

Wie wichtig dieser Appell der Polizei ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Wir dokumentieren einige Vorfälle auf dem Baumblütenfest.

– 2016: Mann flippt auf Baumblütenfest aus: Ein 18-Jähriger rastet aus, als er mitbekommt, dass ein Besucher verhaftet werden soll.

– 2015: Polizeigewalt gegen Baumblüten-Gast: Ein junger Berliner ist am auf dem Baumblütenfest in Werder so heftig von der Polizei angegangen worden, dass er ins Krankenhaus musste. Das haben Augenzeugen der MAZ berichtet. Die Polizei spricht von einem Betrunkenen, der von Anfang an aggressiv aufgetreten sei.

– 2016: Feuerwehr kracht in Stand: Alkohol im Spiel? Ein Feuerwehrwagen rast in einen Bierstand – fünf Personen werden verletzt.

Glasflaschenverbot im Zug

Während des Baumblütenfests gilt in den Zügen und S-Bahnen, die nach Werder ein Glasflaschenverbot. Das hat die Bundespolizei am Donnerstag mitgeteilt. Betroffen sind die Zugverbindungen in der Zeit vom 28. April bis zum 6. Mai. In diesen Zügen dürfen keine Glasflaschen mitgeführt werden:

– RE1: Frankfurt - Berlin - Werder (Havel) - Brandenburg

– RE 7: Wünsdorf - Berlin - Belzig

– RB 21:Berlin - Potsdam - Wustermark

– RB 22:Potsdam - Werder (Havel) - Schönefeld

– S 7: Potsdam Hauptbahnhof - Berlin-Westkreuz

– S 1: Berlin-Wannsee - Berlin Schöneberg

Peggy Sinning ist die Baumblütenkönigin 2018 in Werder (Havel). Zum 139. Mal steigt in diesem Jahr das bunte Treiben.

Von MAZonline

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