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Werder (Havel) Bliesendorf arbeitet an einem Ortswappen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Bliesendorf arbeitet an einem Ortswappen
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18:09 29.01.2019
Amtskette der Bürgermeisterin Manuela Saß, in dem das fehlende Bliesendorfer Wappen durch ein Symbol ersetzt wurde. Quelle: Tom Klement
Bliesendorf

Neben Derwitz ist Bliesendorf der einzige Werderaner Ortsteil, der noch kein Wappen besitzt. Das soll sich ändern. Beim Neujahrsgespräch konnte Ortsvorsteherin Eveline Kroll den ersten Entwurf für ein Wappenbild vorstellen. Im Fokus steht die Natur als größter Schatz Bliesendorfs. Zu sehen ist ein Rotmilan, der mit einem Eichenblatt in den Krallen über die eiszeitlichen Monolithen, besser bekannt als „Die drei dicken Männer“, fliegt. Die Findlingsgruppe diente bereits als Wappenersatz auf der Amtskette der Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU).

Erster Entwurf für das Bliesendorfer Ortswappen Quelle: Privat

Der Wappenentwurf sei beim Neujahrsgespräch lebhaft diskutiert worden, berichtet Eveline Kroll. „Der Rotmilan wurde für gut befunden, das Eichenblatt sollte größer oder eher noch als Eichenzweig mit Eicheln dargestellt werden und ,Die drei dicken Männer’ sind für Außenstehende schwer als solche zu erkennen“, sagte sie. Gestalterisch müsse deshalb noch einiges nachgearbeitet werden. Siegrid Gottschalk hatte den Entwurf kurzfristig gezeichnet, weil Bodo Rödiger-Weinert, der heraldisch versiert ist und sich mit dem Wappenentwurf befasst, seine Skizzen krankheitsbedingt nicht bis zum Neujahrsgespräch fertig stellen konnte. Er lebt selbst in Bliesendorf und hatte im vorigen Jahr anlässlich einer Hochzeit einen Familienwappenbaum in seinen Garten gestellt. Daraufhin sprach Eveline Kroll ihn an.

Warum die Motive ausgewählt wurden

Im Mai 2018 hatte der Ortsbeirat zugestimmt, einen konkreten Wappenvorschlag erarbeiten zu lassen. „Ich finde es schön, dass wir das selbst machen und niemanden von außerhalb beauftragen“, sagt Eveline Kroll. Sobald die Änderungswünsche in den aktuellen Entwurf eingearbeitet sind, will ihn die Ortsvorsteherin in den Aushangkästen in Bliesendorf zeigen und eine kleine Meinungsumfrage machen.

Der Rotmilan wurde als „Beschützer des Waldes“ ausgewählt, auch in Bezug auf die drohende Aufstellung von 18 Windkraftanlagen. Inzwischen bevölkert er elf verschiedene Horststandorte im Bliesendorfer Wald. Eine weitere Besonderheit sind die Huteichen, die historisch als Futter für die Hausschweine dienten. Daher fiel die Wahl auf ein Eichenblatt oder einen Eichenzweig auf dem Wappen. „Die drei dicken Männer“ mussten auf dem Bild wegen heraldischer Vorgaben symmetrisch gestaltet werden. Um sie besser identifizieren zu können, sollen sie eine andere Farbe bekommen. „Wir hatten zuerst überlegt, die Kirche oder die Bogendüne Renneberge zu integrieren, aber die Kirche ist kein wirklich historisches Gebäude in Bliesendorf und die Düne schwer darstellbar“, erklärt Eveline Kroll. Seit drei Jahren beschäftigt den Ortsbeirat das Thema Ortswappen. Nun soll das Emblem Wirklichkeit werden. Wenn der endgültige Entwurf fertig ist, prüft der Herold-Verein in Berlin-Dahlem, ob er in die Wappenrolle eingetragen werden kann.

Wunschliste für die Zukunft

Beim Neujahrsgespräch ging es außerdem um die Zukunft in Bliesendorf. Die Bürger konnten ihre Ideen und Wünsche zu den Themen Wohnen, Umwelt und Zusammenhalt/kulturelles Leben einbringen. Dabei zeigte sich, dass sich viele ein Wirtshaus als Treffpunkt im Ort wünschen würden, am besten kombiniert mit einem kleinen Laden. Außerdem auf der Liste standen zum Beispiel ein Gehweg an der Poststraße, ein Jugendclub, ein Waldpfad und ein Waldspielplatz.

Von Luise Fröhlich

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