Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Werder (Havel) Blutkrebs: Zweifache Mutter braucht Stammzellspende
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Blutkrebs: Zweifache Mutter braucht Stammzellspende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:03 04.12.2018
Aufruf zur Registrierungsaktion für Nadine aus Werder. Quelle: DKMS
Werder

Nadine will leben. Vor wenigen Wochen hat die 32-jährige Frau aus Werder die Diagnose Blutkrebs erhalten. Die einzige Überlebenschance der zweifachen Mutter sind gesunde Stammzellen, mit denen sie den Feind in ihren Adern besiegen kann. Um einen passenden Spender zu finden, organisiert die Kita Birkenhain in Ferch, in der Nadines Töchter (1 und 4 Jahre alt) betreut werden, eine Registrierungsaktion unter dem Motto „Rettet unsere Mama“.

Eine Initiativgruppe bestehend aus drei Erziehern und zwei Azubis des Kindergartens lässt derzeit keinen Stein auf dem anderen, um so viele potenzielle Spender und Unterstützer zu mobilisieren. Ein Aufruf für die Aktion von der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS) verbreitete sich via Facebook rasend schnell und wurde mehr als tausendmal geteilt. „Es ist toll zu sehen, wie groß die Unterstützung der anderen Eltern in der Kita, aber auch der Menschen überhaupt ist“, sagte Initiatorin und Erzieherin Sabrina Szalai der MAZ. Der Lions Club Potsdam etwa hat sich bereit erklärt, die Kosten für 25 Typisierungen à 35 Euro zu übernehmen. Daniel Schiffmann aus Caputh stellt die kürzlich neu eröffnete Halle seiner Firma für die Registrierungsaktion zur Verfügung, eine Gruppe von Eltern will sich um ein Kuchenbüffet zur Stärkung der Unterstützer vor Ort kümmern und für die Kinder soll es eine Mal- und Bastelstrecke geben. Dies sind nur Beispiele für Hilfsangebote, die die Initiativgruppe erreicht haben.

Erste Chemotherapie überstanden

„Als wir von der Diagnose Leukämie gehört haben, waren wir sehr erschüttert“, erzählt Sabrina Szalai. Kurze Zeit zuvor habe Nadine noch den Urlaub mit ihrem Mann und den Töchtern genießen können. Plötzlich suchten sie die typischen Symptome heim. Sie fühlte sich besonders am Abend zunehmend matt und nahm immer mehr ab. Viele Leukämie-Patienten klagen außerdem über Fieber, ein schweres Krankheitsgefühl oder häufig auftretendes Nasen- und Zahnfleischbluten. „Sie hat jetzt gerade sieben Tage Chemotherapie hinter sich und nach ein paar Tagen Pause geht es schon weiter“, berichtet Sabrina Szalai, die bereits selbst als Stammzellspenderin registriert ist.

Über sie kam auch der Kontakt zur DKMS zustande. Bei der Organisation sind deutschlandweit aktuell mehr als 5,7 Millionen Spender registriert. Weltweit vermittelt die DKMS täglich rund 20 Spenden. Nur für ein Drittel der Blutkrebspatienten findet sich ein geeigneter Spender innerhalb der Familie. Kommt niemand in Frage, sind sie auf einen Fremdspender angewiesen. Für jeden zehnten Patienten bleibt diese Suche erfolglos. Die Registrierung einer Spende kostet 35 Euro. Nicht jeder kann das bezahlen, weshalb die Organisation auch Geldspenden benötigt.

800 Teilnehmer erwartet

Um die Chance zu erhöhen, einen passenden Spender für Nadine zu finden, haben sich die Initiatoren zum Beispiel auch an mehrere Bundeswehr-Standorte und an die Uni Potsdam gewandt. Die Initiativgruppe rechnet mit etwa 800 Teilnehmern bei der Registrierungsaktion. Wer will, kann sich mit seinem Fingerabdruck an einem auf Leinwand gedruckten Baum verewigen.

Info: Die Aktion findet am 15. Dezember von 11 bis 16 Uhr in der Halle der Firma Rohrrettung und Umweltschutz Schiffmann, Michendorfer Chaussee 36, in Caputh statt.

Abstrich der Wangenschleimhaut

Jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren kann sich als potenzieller Spender bei der DKMS registrieren lassen.

Anhand eines Abstriches der Wangenschleimhaut werden die Gewebemerkmale in einem Fachlabor bestimmt. Das ist ein aufwendiger Prozess, der einige Wochen dauert. Die Werte werden anschließend in einer Datenbank gespeichert.

Von Luise Fröhlich

Der Grünen-Ortsverband in Werder fordert, den geplanten Ausbau der L90 zwischen den Havelauen und Phöben zu überdenken. Speziell geht es ihnen um die 81 Bäume, die für eine breitere Trasse gefällt werden sollen.

04.12.2018

In ein Einfamilienhaus in Werder wurde eingebrochen. Die Täter ließen Schmuck mitgehen.

04.12.2018

Das Werderaner Theater Comédie Soleil brachte „Dinner for One“ und „Alte Freunde“ erstmals auf die Bühne.

03.12.2018