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Werder (Havel) Brauerei baut neues Lager in der Blütenstadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Brauerei baut neues Lager in der Blütenstadt
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21:19 31.05.2018
Viele Gäste und Helfer waren zur Grundsteinlegung in die Havelauen gekommen – diese Aufnahme ist in den Mauern der Halle nun verewigt. Quelle: Anne Knappe
Werder

In der Otto-Lilienthal-Straße in den Werderaner Havelauen wurde am Donnerstag der Grundstein für das neue Lager der Braumanufaktur des Forsthauses Templin gelegt. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um bei Bratwurst, Sauerkraut und Bier das Ereignis zu feiern. Allerlei Dinge packten die beiden Bauherren, Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff (beide 47) von der Brau­manufaktur Forsthaus Templin, in die metallerne Zeitkapsel: Neben 20 verschiedenen Bierflaschen-Etiketten, Münzen und einer aktuellen Ausgabe der MAZ kam auch ein kleines Fläschen mit destilliertem Bier in die große Hülse. „Das kann man in 100 Jahren noch trinken“, lachte Thomas Köhler.

Auf dem 3600 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine 50  mal 23 Meter große Halle. Die Standortwahl sei auf Werder gefallen, weil man in Potsdam kein Grundstück bekommen hätte. Zudem hätte der frühere Werderander Bürgermeister Werner Große den Anstoß gegeben. Mit dem 135. Baumblütenfest habe man das alte Werdersche Traditionsbier wiederbelebt, erzählt Thomas Köhler. Schon Theodor Fontane schwärmte von dem Werderschen Bier. Daneben produzieren die beiden Braumeister auch die regionalen Sorten „Potsdamer Stange“ und „Weisse“.

Mit der gestrigen Grundsteinlegung fällt auch der Startschuss für den Baubeginn. In der Braumanufaktur Forsthaus Templin werde weiterhin Bier gebraut. Abgefüllt wird es künftig aber hier in Werder. Dafür möchten die beiden Betreiber der Braumanufaktur ab Herbst noch einen Sattellaster anschaffen, der 28 000 Liter fasst und mit dem das Bier dann nach Werder gebracht wird. Das Lager sei in drei Teile aufgeteilt: in Lager, Verwaltung und Abfüllbereich. Unterkommen wird in der Halle eine neu erstandene, gebrauchte Abfüllanlage mit einem Neu-Wert von zwei Millionen. Der Clou: Sie ist doppelt so effektiv wie die alte Anlage. Derzeit können 4 000 Flaschen in der Stunde abgefüllt – die neue Anlage schafft 8 000 Flaschen. Das würde aber keine Entlassungen mit sich bringen, versicherte Thomas Köhler: „Wir werden noch zwei Mitarbeiter neu einstellen.“ Der Neubau des Lagers werde mit 30 Prozent vom Land Brandenburg gefördert. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1,7 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2019 soll die Halle fertig sein . „Dann können wir die Flaschen vom Band lassen“, so Thomas Köhler.

Von Anne Knappe

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