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Werder (Havel) Bäume sollen einer breiteren Straße weichen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Bäume sollen einer breiteren Straße weichen
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15:41 27.07.2018
Der Kreuzungsbereich an der Otto-Lilienthal-Straße in Werder wird sich ebenfalls verändern. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Eine wichtige Verkehrsader wird ab kommendem Frühjahr in Werder ausgebaut. Auf dem Weg zur A 10-Anschlussstelle Phöben oder von dort ins Stadtzentrum müssen Autofahrer für voraussichtlich ein Jahr viel Geduld mitbringen. Denn der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg will die L 90 ab März 2019 verbreitern. Dafür müssen die Bäume entlang der Phöbener Straße auf beiden Seiten zwischen Herbstreith&Fox und der Kurve zum Ortseingang Werder gefällt werden. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen bereits Ende dieses Jahres. Thomas Habig vom Ingenieurbüro in der Mielestraße in Werder hat dem Bauausschuss jüngst die Pläne vorgestellt.

Auf insgesamt dreieinhalb Kilometern Länge wird die L 90 zwischen Werder und Phöben ausgebaut und umgestaltet. Letzteres betrifft vor allem die Auf- und Abfahrten zur Autobahn, die mit Linksabbiegerspuren versehen werden, aber auch die Kreuzung an der Otto-Lilienthal-Straße in den Havelauen. „Die Straße wird verbreitert, wobei der vorhandene Gehweg bestehen bleibt und die Entwässerung etwas verschoben wird“, erklärte Thomas Habig. Neu organisiert wird auch die Führung der Radfahrer: Über eine Mittelinsel fährt der Radler von den Havelauen kommend auf einem sogenannten Radfahrschutzstreifen in Richtung Werder. Eine neue Querungshilfe wird es auch auf Höhe von Herbstreith&Fox geben, um den Mitarbeitern den Weg zur Zweigstelle in den Havelauen zu erleichtern, erklärte Habig.

Pendlerparkplatz kann nicht erweitert werden

Die Verkehrsinsel in Phöben soll ein Stück in Richtung außerorts versetzt werden. Geplant ist außerdem wegen der benachbarten Polo- und Reitanlage einen Reitweg auf der Mittelinsel zu schaffen. Zwischen den beiden Anschlussstellen entsteht mit Geld vom Bund ein Pendlerparkplatz. „Er wird bereits jetzt genutzt, wir werden ihn aber richtig befestigen“, kündigte Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung beim Landesbetrieb Straßenwesen, an. Auf Nachfrage von Peter Kreilinger (CDU) erklärte er, dass eine Erweiterung nicht möglich sei, weil man bereits jetzt an Grundstücksgrenzen stoße. Für Lastwagen wird die Fläche mit 66 Plätzen gesperrt bleiben.

Die Mitglieder des Bauausschusses fragten außerdem, wie der Verkehr durch die Baustelle geführt werden soll. Thomas Habig zufolge wird die Straße in Abschnitten voll oder halbseitig gesperrt. Die Abschnitte vom Kreisverkehr zur Otto-Lilienthal-Straße und von dort bis zur Uferaue werden beispielsweise unter Vollsperrung gebaut. „Eine Umleitung ist dort durch die Havelauen möglich“, erklärte der Planer. Auch rund um die Anschlussstellen herum wird zeitweise mit Vollsperrungen gearbeitet, da die derzeitige Fahrbahnbreite nichts anderes zulasse. „Diese Abschnitte sollen in den Sommerferien gebaut werden, um den Schülerverkehr nicht einzuschränken“, so Thomas Habig. Das letzte Stück bis zum Ortseingang Phöben wird während der Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr.

Wo möglich soll Ersatz direkt an der Straße gepflanzt werden

Die Bäume wenigstens auf einer Seite der Straße stehen zu lassen, sei keine Option. „Einige von ihnen können hinsichtlich der Verkehrssicherheit ohnehin nur noch wenige Jahre stehen bleiben. Außerdem gehen wir 80 Zentimeter in die Tiefe, wo sich die Wurzeln befinden“, schilderte Frank Schmidt. Ersatz für die gefällten Bäume soll entlang des Stücks zwischen Kreisverkehr und Otto-Lilienthal-Straße auf der Havelauen-Seite gepflanzt werden. „Dort wo es funktioniert, werden wir Bäume direkt an der Trasse ersetzen“, versicherte Thomas Habig.

Von Luise Fröhlich

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