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Werder (Havel) Galerie geht in die nächste Saison
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08:07 20.04.2018
Die Meisterschüler Karin Armbruster, Lars Frohberg und Nora Mesaros stellen ab morgen in der Galerie Töplitz aus. Quelle: Luise Fröhlich
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Töplitz

Zum Auftakt des Kunstjahres in der Galerie Töplitz hat Kuratorin Marianne Kreutzberger drei junge Künstler aus Dresden eingeladen. Am Donnerstag haben die Meisterschüler erste Arbeiten aufgehängt oder aufgestellt. Nora Mesaros (27) zeigt filigrane Zeichnungen inspiriert von ihrem Heimatland Serbien, Lars Frohberg (36) stellt Masken und andere Keramiken aus und Karin Armbruster (27) präsentiert unter anderem ihre etwa drei Meter lange Diplomarbeit. Auf den Leinwänden hat sie Männer in verschiedenen Gesten porträtiert.

Karin Armbruster stammt ursprünglich aus dem Schwarzwald und interessiert sich, wie sie sagt, schon immer für Malerei. Auch als sie im Studium andere Formen der Kunst ausprobierte, kehrte sie immer in den für sie sicheren Hafen von Leinwand, Farbe und Pinsel zurück. „Für mich sind Bilder eine Form der Kommunikation. Sprache ist oftmals missverständlich und mit Malerei kann man sehr viel transportieren“, erklärt Karin Armbruster. Sie malt nur Menschen, die sie kennt, wie auch bei dem großen Hochformat des sportlichen, gut aussehenden Mannes mit langem Haar, das bis auf den Boden verfällt und sich zu verheddern droht. „Ich kenne ihn gut und es war mir wichtig, seinen Charakter abzubilden. Dennoch lasse ich mir auch die in der Kunst liegende Freiheit, die Wirklichkeit zu manipulieren“, so die Wahl-Dresdnerin. Von vielen Menschen, die sie kennt, hat Karin Armbruster Zeichnungen oder Fotos, als Vorarbeit für die Malerei.

Karin Armbruster Quelle: Luise Fröhlich

Zum ersten Mal ist sie in ihrer Karriere von einer Kuratorin angesprochen worden. Marianne Kreutzberger hatte die Werke der Nachwuchskünstlerin bei der Dresdner Diplomausstellung gesehen und Karin Armbruster danach angerufen. „Wir haben uns nach wie vor auf die Fahne geschrieben, den jungen Künstlern eine Bühne zu bieten, auch wenn wir viele Anfragen von ältern Künstlern kriegen“, berichtet Marianne Kreutzberger.

Inspiriert von der Umgebung

Die Serbin Nora Mesaros lebt seit zweieinhalb Jahren in Deutschland. Nach ihrem Bachelorstudium an einer Akademie der Künste in Novi Sad bewarb sie sich um ein Stipendium bei der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Ihre zarten Zeichnungen von Landschaften oder Häusern sind zwar in Deutschland entstanden. Aber die Inspiration kam aus der Heimat. Auf einem Werk zeigt Nora Mesaros zum Beispiel Häuser, die in der Nachbarschaft ihres Elternhauses stehen. Sie finden sich auch in anderen Bildern wieder. „Diese unfertigen Häuser sind charakteristisch für Serbien. In den 70er und 80er Jahren wurde mit den Bauten begonnen und mit der Zeit fügten sie sich in ihre Umgebung ein“, erklärt die Künstlerin, die mittlerweile in Berlin lebt. Sie hat ihre Zeichnungen, Installationen, Keramiken und Animationen schon öfter in Deutschland gezeigt.

Nora Mesaros Quelle: Luise Fröhlich

Für einen Blickfang sorgt der gebürtige Dresdner Lars Frohberg mit seinen Keramikmasken, die den Betrachter sofort beäugen, wenn er die Galerie betritt. Entlang der Bilderschienen sind sie aufgereiht, keine gleicht der anderen. „Seit drei bis vier Jahren sind es diese Masken, die ich in meinem Atelier wirklich regelmäßig mache“ erzählt Lars Frohberg. Seitdem sind etwa 200 Stück entstanden und das, obwohl durchschnittlich jede dritte Maske im Müll landet, wenn sie dem Künstler nicht gefällt. Klein sind die Masken im Vergleich zu dem, was Lars Frohberg sonst erschafft: Lebensgroße Figuren von Menschen und Tieren nehmen eine Menge Platz in seinem Atelier ein, wie er erzählt.

Lars Frohberg mit seinen Keramiken Quelle: Luise Fröhlich

„Ich beschäftige mich auch mit Inszenierungen in Räumen und mit der Kommunikation zwischen den Figuren und dem Menschen“, sagt er. Die Masken sieht er als „Kommunikationsanstifter“, denn sie richten ihren Blick unweigerlich in eine bestimmte Richtung.

Lesen Sie auch: Das war der Saisonabschluss im vorigen Jahr.

Drei Ausstellungen in diesem Jahr

Die Ausstellung wird am 21. April um 17 Uhr eröffnet. Um 16 Uhr gibt es bereits das traditionelle Konzert zur Vernissage in der Dorfkirche, diesmal mit dem Rossini-Quartett aus Magdeburg. Bis zum 29. April ist die Schau montags bis freitags von 16 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Für die zweite Ausstellung der Saison werden die Künstler Marlet Heckhoff, Heinrich Mauersberger, Eri Hayashi und Charlotte Lenger zu Gast sein.

Diese Exposition beginnt am 30. Juni. Anfang September kommen Helena Zubler, Sarah Weinberg und Johann Spengler nach Töplitz.

Die Ausstellungen sind eine Initiative des Vereins Havel-Land-Art.

Von Luise Fröhlich

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